Mittwoch, 21. Juni und wir stehen wieder auf dem Flughafen. Danke für das Taxi Jasmin und auch Dani, für den Abschied. Kurz einchecken und schon bald geht der Flieger. Über Köln geht’s zurück nach Catania. Alles Gepäck und der Stuhl mit Töff kommt wohlbehalten an und so machen wir uns auf die Suche nach einem Taxi. Der letzte hat uns mit seinen € 100.- sicher übers Ohr gehauen. Diesmal lassen wir den Meter laufen. Schlechte Idee! Vor unserer Marina stoppt das Ding erst bei € 145.- Uuuu, teuer. Alles aussteigen und die letzten paar Meter zur Ulalena holpern. Öffnen und alles einladen. Hmm, alle Stromsäulen sind dunkel. Im Schiff stink’s! Was ist da los. Kühlschrank ist aus. Super! Batterieanzeige ist auf 38%. Das gibt es doch gar nicht. War den gar keine Sonne in den letzten Wochen? Kein Strom, Batterien leer – komm wir drehen wieder um. Wir machen rechts um kehrt und gehen in einen nahegelegene Pizzeria und rätseln über unsere “Probleme”. Dabei sind wir ja überglücklich, das wir wieder heile angekommen sind.
Am nächsten Morgen sieht wieder alles anders aus. Der Fehler, der Plusleiter am Solarlader war einfach ab und beim Nachbar erhalten wir den dringend benötigten Strom. Volle Kanne, mit 99 Ampere jagt der Lader fast die Batterien in die Luft. Den Kühlschrank räumen wir auch noch kurz auf. Alles wegschmeissen, ausser dem Bier ist das Verderbliche schon fast etwas gräulich. Dann ab auf den Markt und neue Sachen einkaufen. Mega feinen Pistazienkäse, Mozzarella und ein feines Brot. Dazu viel Früchte und Gemüse. Da lacht das Herz wieder! Zurück zur Ulalena und den wieder kühlen Schrank einfüllen. Nach einer kurzen Pause, nehmen wir die Erkundung dieser wunderschönen Stadt wieder in Angriff. Rundum wollen wir Heute und durchstreifen den Park kurz vor dem Brunnen. Die Bäume sind schon einmalig.
Weiter dem schönen Weg hoch zum Brunnen.
Dann der berühmte Fontana Aretusa Brunnen. Die Quelle hat mal fast die ganze Stadt versorgt und sprudelt heute noch gutes Wasser.
Das Kastell am südlich Ende hat schon zu und kommt morgen als ersten Posten dran. Auf der Ostseite sind es einfach die Häuser die beeindrucken.
Die sehen schon etwas verfallen aus, haben aber einen grossen Scharm.
Die Altstadt, die ja Ortygia heisst, ist umrundet und bei den Brücken, das war ja früher alles Schützengraben, ist ja unsere Marina.
So genug gestossen. Nur noch kurz auf die PortPolice und das Empfangsschreiben abholen. Kurze Sache mit vielen Auflagen. Danke, werden wir genauso so machen. Grosse Pause und endlich die Anschlüsse des Solarladers genau überprüfen und anziehen. Alles Funktioniert wieder. Am Abend feiern wir die Rückkehr. In einem kleinen Restaurant mitten in der Altstadt, entdecken wir ein wirklichen Juwel! Super nette Leute und ein alter Lagerraum wurde genial ausgebaut. Das Essen – ein Gedicht!
Schon der letzte Tag in dieser grandiosen Stadt. Über die Brücke und der Hauptstrasse in die Stadt.
Am Apollo-Tempel, der mitten in der Stadt geöffnet wurde, vorbei zum Dom.
Zuerst aber noch am schönen Brunnen auf der Piazza Archimede vorbei.
Und da steht der Dom, der ja eigentlich auf dem Tempel der Athene auf- und überbaut worden war. Vor unserer Abreise haben wir ihn nur kurz bestaunt, jetzt wollen wir ihn auch von innen sehen.
Wunderschön und eindrücklich. Die alten Tempelsäulen sind immer noch sichtbar. Durch die engen, kühlen Gassen geht’s nun zum Kastell. Eintritt? Gratis. Der Eingang sieht schon mal gut aus.
Leider ist die Hauptausstellung noch in Renovation und so hat es zwei kleinere die wir uns anschauen. Es zeigt die eindrückliche Historie dieser einst mächtigen Stadt. Ein wirklicher Gegenspieler von Athen oder sogar mächtiger. Aber erstaunlicherweise beide von Griechen gegründet. Aussenrum rollen wir dem Verteidigungsring zu.
Die Aussicht ist leider nicht so gewaltig, vor allem die kleinen sehen fast gar nicht. Den Leuchtturm aber schon.
Gaby schaut sich andere Tunnels an. Diese Gewölbe, einst Munitionslager, sind schon beeindruckend.
Als wir zurück zum Boot gehen, wollen wir uns noch einen Smoothy machen lassen. In einer Bar schütten sie alle Früchte zusammen die sie haben und bereiten einen überaus feinen Drink zu. Haben wir verdient, oder? Dann treffen wir endlich Luigi. Er hat gebastelt und den Steg auf unsere Seite weiter ausgebaut. Gewaltig! Danke, und danke für alles!
Auch die Stromversorgung ist wieder geflickt. Ein neues, dickes Kabel wurde eingezogen. Den Motor schaue ich mir noch kurz an und auch die Backskiste muss wieder eingebaut und aufgeräumt werden. Alles einwandfrei. Am Abend gehen wir nochmals ins Scialai und lassen uns verwöhnen. Gaby mag wieder essen und auch das Sprechen geht einigermassen ohne schmerzen. Diese Stadt haben wir wirklich ins Herz geschlossen. Super nette Menschen, wunderschöne Stadt und das Essen erst? Wir kommen wieder 😉 Ich glaube fast, das wir die ganze Tour nochmals machen müssen. Wir sind ja noch jung!














