Es hat noch immer Wind im Hafen von Trizonia. Mit 15 kn könnte das Ablegen vom Steg etwas heikel werden, denn wir sind an einem Eck und da müssen wir raus. Kaum habe ich aber alles vorbereitet, kommen die Nachbarn und fragen, ob sie helfen können. Au ja gerne. Motor an, sie werfen die Leinen los und schon sind wir weg.
Alles aufklarieren und Segel raus. Es sind über 16 kn Wind von hinten und so gurken wir ganz gemütlich im dritten Reff in der Genua Galaxidi entgegen. Vor dem ersten Kap sind es über 26 kn. Cool, denn auch die Wellen sind nicht so streng.
So sollte es sein. Wenn nur das Ruder nicht noch immer etwas schwergängig wäre. Der erste Leuchtturm wäre geschafft.
Der Wind reicht sogar zum zweiten Kap und so sind wir viel zu früh in der Einfahrt auf die wunderschöne Stadt.
Hmm, aber es hat mächtige Böen, als wir vor dem Hafen die Leinen, Fender und den Anker bereit machen. Mal sehen wie es denn drinnen aussieht. Die Flaggen sind da ganz ruhig. Super, mit etwas Seitenwind belegen wir den letzten Platz am Pier an. Jetzt haben wir aber ein Frappee verdient.
Es ist weit über 30° im Schatten, aber der Wind durch die Gassen macht das Ganze viel erträglicher. Als die Sonne schon fast weg ist, machen wir uns auf den Weg auf die andere Seite und schauen, was der Wind so treibt.
Ja, die Böen treiben immer noch ihr Unwesen. Wir gehen zum Znacht.
Am nächsten Tag, balancieren wir wieder über unsere mega Gangway. Voll ausgezogen ist sie schon etwas wackelig. Aber es geht leider nicht anders.
Gaby macht vorsichtshalber immer die Augen zu. Dann wollen wir zum Museum, dass das letztes Mal leider schon zu hatte. Jetzt besichtigen wir die Schifffahrtsgegenstände aus alter Zeit. Karten, Logge, Log, Oktant, Sextant und vieles mehr. Alles von Hand! Wir können nur staunen. Wir schlendern noch etwas durch die Gassen auf der Suche nach einem feinen Beck. Auf dem Hauptplatz finden wir ihn. Natürlich kaufen wir wieder viel zu viel. Es sieht alles sooooo fein aus.
Der Wind hat sich Heute definitiv verabschiedet und so gönnen wir uns ein feines Kaffee im Schatten. Herrlich.
Morgen, morgen sollen dann gute Verhältnisse für die Fahrt zum Korinthkanal sein. Ruhig mit wenig Wellen. Mal sehen.








