Zadar wir kommen. Ja da müsst ihr hin, sagen alle. So planen wir ein paar Tage in dieser vielgelobten Stadt zu verbringen. Bis vor der Stadt haben wir bei der Überfahrt kein Wind. 1-2 Meilen davor fängt es an zu blasen. Jetzt haben wir aber keine Augen für’s segeln, die Stadt und der Hafen müssen erkundet werden. Hinter der grossen Italienfähre zwängen wir uns zur Stadtmarina. Hektik und zwei, drei Segler die Tanken oder auch auf einen Platz warten, kreisen im Hafenbecken. Einer schiesst uns fast ab. Er ist zwar am Steuer des Boots, aber telefoniert. Ein Pfiff genügt. Dann ein Marinerio. Ja, Platz hat es, aber nur für eine Nacht. Hmm. Das ist zu kurz. Leider. Wir drehen ab und tuckern zu einer Marina weiter im Norden, Borik. Etwas eng aber der Platz ist gut und sogar mit Fingerstegen. Da bleiben wir. Es ist zwar ein Motorbötlihafen, aber ideal für die Stadt. Nur ca. 20 Minuten zu laufen oder mit dem Bus. Passt.
Dann sehen wir beim ersten Kaffee ein sonderbares Gefährt.
Was führt der im Schilde? Alles abschliessen und Abmarsch in die Stadt. Querdurch und … wow, die ist ja richtig nett und hat einen gewissen, eigenen Schramm. Wir bleiben.
Wir gehen kurz was essen und schauen uns dann die Meeresorgel und den Sonnenuntergang an.
Mit den Wellen und Gezeiten wird das Wasser durch Pfeifen gelassen und erzeugt dadurch ganz verschiedene Töne. Da Ganze tönt unheimlich schön und immer wieder anders. Wir hören uns das eine ganze Weile an. Alleine sind wir nicht 😉
Was für einen Unterschied zu Veli Rat! Und wie Gaby sagt, es ist ja immer die gleiche Sonne.
Am nächsten Tag bleiben wir etwas länger auf der Ulalena. Es ist einfach zu heiss, die Stadt zu erforschen. Als wir dann endlich los gehen, ist es immer noch warm …
Im Hafen hat sich die Aida vita eingefunden.
Ist das so wie in Dubrovnik? Wenn da einer, zwei anlegen, muss mann nicht in die Stadt? Viel zu viele Leute. Aber wir haben Glück. Die müssen zum Dinner zurück an Bord und wir haben die Stadt für uns.
Touristen hat es schon viel, aber es gefällt uns hier einfach. Wir setzen uns vor einer Kirche und hören einer Musikgruppe zu. Dann entpuppt sich das ganze als Hochzeitskapelle und die Leute strömen aus der Kirche. Die Touristen die auch zugehört hatten, greifen an wir die Geier und wollen das erste Bild des Hochzeitspaar ergattern. Wir sind nur am staunen. Als alles etwas abgeklungen ist, besuchen auch wir die Kirche. Die Stufen sind etwas krumm, aber es helfen spontan ein paar Leute. Wow, ist das kühl hier drin. Schöne Kirche. Wir setzten und hin. Der Organist ist am üben und setzt am Schluss zum Sturm an. Uns stehen die Haare zu berge. Wusste gar nicht, das eine Orgel so was kann!
Am nächsten Tag gehen wir auf die Suche nach den verschiedenen Toren. Land und See Tor sind die schönsten. Leider ist das Seetor eingepackt und wird gerade restauriert. Dafür ist das Landtor schön verziert. Es war lange der einzige Zugang zur Stadt vom Land her.
Ja, auch die Venezianer waren ein paar Tage hier. Nebenbei der ehemalige Wassergraben, der zu einem Hafen umgebaut wurde. Härzig.
Auch sieht man hier die superteure Fischbeiz Fosa. Als wir dann an die Riva kommen, sehen wir warum wir am ersten Tag dieses komische Gefährt gesehen haben. Es ist das Vespa-Welt-Treffen, das hier dieses Wochenende stattfindet. In der ganzen Stadt hat es Vespa’s die immer wieder mit ihren herrlich, quietschenden Hupen die Strassen unsicher machen. Aus allen Herrenländer sind sie gekommen.
Am Sonntag dann der gross angekündigte Wind. Endlich ist es angenehm kühl und wir sind schon zeitig los. Den schönen Weg entlang des Meeres zur Stadt. Ein halbe Stunde und wir sind mitten im Zentrum. Draussen tobt der Wind, drinnen in der Stadt ist dann fast wieder zu warm.
Zum Abschluss gehen wir noch in ein wunderschönes Beizli, das sich in einem Innenhof versteckt hat. Ein paar Bäume machen Schatten und im Kies sind die Tische aufgestellt. Super nette Kellner verwöhnen uns. Yammi.
Es ist einfach immer wieder gut, dass wir zu Fuss unterwegs sind, sonst würden wir wie die Michelin-Männli rumlaufen 😉