Sehr früh aufstehen war Heute das Motto. Auf sechs Uhr haben wir unsere Wecker gestellt, denn wir wollen von der Kvarner Bucht nach Istrien zurück. Wir haben für die 40 Seemeilen ca. acht Stunden eingeplant. Opa, Joel und ich sind denn auch pünktlich wach und nachdem wir die zwei Anker gehoben haben, geht’s los mit Kurs Porer Leuchtturm. Leider haben wir nur wenig Wind und so müssen wir zu allen Tüchern auch noch den Motor laufen lassen. Opa übernimmt die erste Schicht und wir andern hauen uns nochmals aufs Ohr. Um acht sind dann fast alle wach, ausser natürlich Jasmin, die gerne lange liegen bleibt. Etwas essen und trinken und Opa ablösen. Der will aber nicht schlafen gehen, sondern den schönen Tag ganz geniessen. Kurz darauf sehen wir schon den schönen Leuchtturm von der südlichsten Spitze von Istrien. Porer ist schon sehr eindrücklich und es sieht fast so aus, als würde er jedes Schiff begrüssen.
Weiter geht’s um den Nationalpark Brijun, ganz schöne Inseln, aber leider sehr teuer um anzulegen. Dann kurz vor unserem Ziel, Rovinj, umsegeln wir noch den Leuchtturm an der Südspitze von Rovinj. Ein richtiges Rennen findet hier um diesen Turm statt.
Dann endlich sehen wir unser Ziel. Die wunderschöne Stadt, die wir das letzte Mal nur von weitem gesehen haben und nun genauer ansehen wollen.
Zuerst versuchen wir unser Glück in der Marina. Um diese Zeit sollte es doch noch einen kleinen Platz für unsere kleine Kristina haben. Aber leider ist schon um 14.00 Uhr alles voll. Also gibt es nur noch die grosse Bucht auf der Südseite, in der wir schon letztes Mal waren. Aber Heute hat es besonders viele und das schon um diese Zeit. So suchen wir noch ein Plätzchen für uns. Anker hält und so machen wir uns bereit für den Landgang. Kurz etwas essen, baden und das Dingi aufblasen, dann sind wir bereit. Oma und Opa fahren mit Jasmin und Joel zum ersten und holen uns dann ab. Gerade neben der Badi finden wir eine Stelle, um Gaby in den Rollstuhl zu hieven und das Dingi anzumachen. Diese Piers sind immer sehr hoch, aber mit vereinten Kräften schaffen wir es ohne Probleme.
Der ganze Marina entlang zur Stadtbadi und dann sind wir in dieser venezianischen wunderschönen Stadt. Es hat zwar sensationell viele Leute, aber es hält uns nicht davon ab, die ganze Altstadt zu umrunden. All diese kleine Gassen und dazwischen sieht man die grosse Kirche und das Meer fast gleichzeitig. Die Statue auf der Kirche, hl. Euphemia, soll das Wetter anzeigen. Schaut die Schutzpatronin ins eigene Land wird das Wetter schlecht, schaut sie auf Meer hinaus, wird’s gut.
Dann bummeln wir durch die Gassen und schauen schon nach einem geeigneten Restaurant Ausschau.
Auch sehen wir gute Mooringplätze auf der anderen Seite der Stadt. Wenn sie frei sind, ist man direkt in der Stadt. Auch der Markt währe gerade daneben. Dass währe ein Platz fürs nächste mal. Hier kaufen wir noch eine riesigen Traubenzweig, wir machen sogar Test Essen. Yammi sind die gut.
Fürs Abendessen haben wir einen ganz schönen Platz gefunden. Direkt an der Hauptgasse, hat es ein schönes kleine Restaurant namens Ancora Wieder einmal Muscheln, sehr gut hat’s geschmeckt. Zurück schlendern wir durch die Altstadt und essen noch ein Glace. Leute, Leute und nochmals Leute. Sind denn Heute alle Italiener hier versammelt worden?
So gehen wir langsam zurück zum Boot. In diese Stadt müssen wir nochmals kommen.




