Mit einem riesen Derby verabschieden wir uns von Mali. Wir hatten zu lange gewartet, bis alle nach draussen wollten! Also anstehen, 30 Minuten und länger um die 557.72 Kuna für die Marina bezahlen zu können. Sehr teuer aber es war wirklich schön hier. Es ist halt wie überall wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ischt! Dazu kam noch, das Joel beim rausfahren fast in unsere lieben Nachbarn gefahren ist, weil er das Steuer falsch gelegt hatte und ich mit den Fendern und der Mooringleine beschäftigt war. Man lernt immer dazu!
Bei der Ausfahrt sehen wir noch einen Schlepper.
Bei der “Überfahrt” nach Olib hatten wir schnell Langeweile. Der Wind säuselte vor sich her und reichte nicht recht zum segeln. Also alles Tuch hoch und noch den Motor zum schieben. Und jetzt? Gaby hatte eine super Idee, Wäsche waschen. Okay machen wir. Aber wie? Ach so in der Pütz (Eimer). Also Jasmin, Wäsche holen, etwas Waschmittel und Süsswasser und dann nur noch kneten. So jetzt ein Leine spannen und alles aufhängen.
Ja, der Boden im Cockpit ist auch noch zum säubern. Also los Kids, putzen.
Jetzt ist aber Zeit zum Relaxen. Es gibt sehr verschiedene Stellung um Harry Potter zu hören. Hier ist eine davon …
Endlich kommen wir in unserer Bucht südlich von Olib an. Es ist noch ein Italiener da, der zu ankern versucht und sonst keiner. Also Ideal. Der Wind ist etwas kräftig aber sonst perfekt. Hin und her, der Anker hält nicht, also nochmals von vorne. Auf einmal verlässt der Italiener die Bucht und wir haben sie nun für uns.
Nochmals von vorne. Der erste Anker hält nun, aber wir sind etwas nahe am Ufer. Wir machen den zweiten bereit. Es ist eine grausame Unruhe auf der Kristina. Alle schlagen um sich, denn es hat unzählige Wespen um uns. Gaby hat schon zwei Stiche und die Kids flippen fast aus. Nun das Dingi raus, aufblasen und rauswerfen. Cool, leider dreht sich das Unding und die Paddel fliegen ins Wasser. Joel hinterher, kann aber leider nur noch eines retten. Also muss der Motor ran. Motor anschliessen, Anker rein und die Kette hinterher. Kurz noch die Leine anknöpfen und los geht’s. Die Kids kommen recht weit, leider ist die Leine alle und auch die Kette ist schon versenkt. Sie würgen und machen, aber es gelingt ihnen nicht, den Anker um einen Stein zu legen. Was jetzt, Badehose an und rausschwimmen. Kette nachziehen und um den Stein zu legen. Geschafft. Retour zum Boot und anziehen. Sitzt, aber immer noch diese lästigen Biester. Gaby hat mittlerweile sieben Stiche und auch Joel hat eine erwischt. Unterdessen suchen Jasmin und ich nach dem Paddel. Da ist es! Schreit sie endlich. Viel zu tief für sie, also wieder ins Wasser und tauchen. So alles paletti. Fast, wenn nur nicht diese Viecher wären. Joel hat sich in der Koje eingeschlossen und Jasmin springt in der Kabine umher. So kann’s ja nicht gehen. Auch wenn wir wissen, dass die Dinger bei Sonnenuntergang verschwinden ist das keine Lösung. Jasmin rechnet, es dauert noch 3 Stunden. Nein wir gehen wieder. Schade.
Rund ums Kap von Olib und in den Hafen. Gaby und Joel werden verarztet und Jasmin steuert uns in den Hafen. Bojen hat’s keine mehr, nur noch auf der Luvseite hats noch Platz. Wird unruhig, warne ich, ist schon okay. Hauptsache keine Wespen mehr. Perfekte Landung, festmachen und da sitzen wir nun in einem kleinen Hafen mit ein paar Häusern und sonst nichts. Ideal für uns. Genau so mögen’s wir.
Wow jetzt kommt auch noch die Fähre an. Komm Joel wir gehen schauen.
Jetzt haben wir aber richtig Hunger. Rollstuhl auf die Mole und los geht’s. 50 Meter laufen und schon sitzen wir in einem französischen Restaurant. Die Chefin ist eine Französin und hat den Plausch an uns. Auch schenkt sie uns noch zwei Bilder von der Insel mit Unterschrift. Die Aussicht ist idyllisch, die zur Dekoration passt.
Hundemüde nach diesem Tag fallen wir OHNE Wespi in die Kojen.






