Der Altamaha Sound und vor allem der Little Mud Fluss stehen Heute gross auf der Liste. Es sind beides ungewisse Untiefen und die sollten wir bei etwas höherem Wasser passieren. Bei Niedrigwasser sind die 1.5 Meter etwas zu knapp für uns. Also gutes Timing ist gefordert. Die Einfahrt zum Little Mud Fluss müssen wir spätestens um 12:30 Uhr erreichen. Um Sieben sollten wir hier vom Jekyll Creek los. Schafen wir fast. Eine viertel Stunde später sind wir auf dem ICW.

Was für eine Farbe über dem Jekyll Creek

Das Wetter ist nicht ganz so schön Heute. Immer etwas bewölkt und darum ist die Temperatur sehr angenehm. Die ersten paar Meilen sind kein Problem und so sind wir schon bald beim St. Simons Sound und sehen uns die schöne Sidney Larnier Brücke von weitem an.

Die Sidney Lanier Brücke

Gleich daneben eine Vogelinsel mitten im Sound. Das Gezwitscher ist einfach unüberhörbar laut. Die haben grossen Spass auf dem kleinen Sandhaufen 😉

Birds Only

Mit Strömung zeihen wir den Mackay Fluss hoch. Eine erste Engstelle vor dem Buttermilk Sound meistern wir ohne Probleme. Hier scheint gegraben worden zu sein. Immer schön den “Vorgaben” nach und nur schön Aufmerksam sein. Dann ist der Altamaha Sound im Anzug. Mal links, mal rechts, mal die Rote Seite und mal die Grüne Seite. Keine Ahnung was die haben 😉 Natürlich mit Hochwasser ist das alles kein Problem. Haben wir noch Zeit? Wir fahren dem Intlet des Soundes entgegen und haben immer noch 1.3 Meter über Ebbe! Sensationell! Juble ich Gaby aber nur ganz verhalten zu, denn in den Little Mud Fluss biegen wir erst ein.

Die Einfahrt zum Little Mud Fluss

Alles weit über drei Meter. Locker. Bis wir den Staubsauger sehen. Aha, darum also kein Problem bis jetzt.

Der Staubsauger im Little Mud Fluss

Und nun? Die alte Anleitung kurz checken und bald haben wir das Ding geschafft. Durch, wir sind durch! Das nächste Inlet, der Doboy Sound ist in Sicht und somit ist das Wasser wieder genug tief. Erleichtert, natürlich das unsere Berechnung auch so gut aufgegangen sind. Schon etwas Stolz sind wir. Nur noch ein paar Meilen den Crescent Flus hoch und wir haben unsern Ankerplatz erreicht. Die letze Untiefenmarkierung ist die 160 oder doch die 158A? Wir umfahren beide im grossen Boden und da sehen wir unseren Platz. Genial schön gelegen. Die Tiefe ist perfekt. Nur noch die Tide dazu Rechnung. Als guter Schweizer natürlich nicht in der Mitte, schmeissen wir den Pickel mit 30 Meter Kette in den Schlick. Einfahren? Brauchen wir Heute nicht. Genug tief und genug Platz. Sonst ist keiner hier. Halb vier und diese etwas heikle Etappe ist vollendet. Wir essen was kleines und trinken eine menge Wasser dazu. Pause, wir legen uns wohlverdient hin. Wettercheck. Hmm, da kommt noch ein Gewitter direkt auf uns zu. Eigentlich harmlos. Nur Grün und nicht Rot sagt das Regenradar.

Das Gewitter kommt auf uns zu

Dann sind wir plötzlich quer zum Wind. Was ist denn das? Wir haben Schräglage! Wir sehen uns unsere Position auf der Karte an – falsch, wir sind am falschen Ort!

Etwas auf Drift

Aber die Dummen haben ja immer Glück. Es ist Ebbe. Wir sollten also noch vor dem Znacht die Ulalena in tieferes Wasser fahren können. Dabei dachten wir, es ist aber ein heftiger Wind und heftige Strömung, das uns in so eine Lage bringt. Das Echolot zeigt 1.6 Meter, 1.7 Meter und der Motor wird gestartet. 30 Meter Kette rein und ein paar Meter weiter, natürlich jetzt, in der Mitte des Flusses, aber doch noch ausserhalb des ICW, wird der Anker ein weiters Mal gesetzt und diesmal eingefahren. Sitzt und auch auf der Karte sind wir jetzt in jeder Richtung in genügender Tiefe. Tja, wieder mal was gelernt. Die Natur kann man einfach nicht überlisten und hat immer recht. Die Gschwelti schmecken Heute besonders gut. Ärgern? Ärgern könnte ich mich noch lange.

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