Sie sind weg! Pause! Eigentlich nicht. Denn angekommen sind wir beide noch nicht so richtig. Dazu ein ordentliches Puff auf der Ulalena. Hatten ja noch überhaupt keine Zeit, die Sachen vom Atlantik recht zu verstauen. Jetzt, jetzt haben wir wieder unsere “Grümpelkammer”, die Vorschiffskoje, für uns alleine. Aber anderseits vermissen wir die beiden schon jetzt. War viel Action. Heute am Mittwoch, 2. Januar 2019, müssen wir endlich unser Büro wieder auf Vordermann bringen. Viel, zu viel ist liegengeblieben. Trotz der über 32° im Schatten, haben gestern gleich die beiden Sonnenpersenninge aufgespannt, ist es drückend heiss. Am Abend sind wir beide hässig, alles Geld ist schon wieder ausgegeben und trotzdem sind wir glücklich. Es ist Ordnung auf dem Schiff. Der Stuhl und der Töff haben ihren angestammten Platz gefunden und wir können normal sitzen 😉 Dazu passt es, ein ordentlicher Burger und Tacos zum Znacht. Wir müssen mal wieder richtig raus! Haben wir beim Znacht beschlossen. Am nächsten Tag Legen wir nach einem kurzen Schauer gleich los. Nur noch kurz die Wäsche abholen, auf dem Boot verstauen und weg sind wir. Laufen, mal wieder laufen. So stosse ich Gaby gleich den ersten Berg hoch, dann gleich wieder runter. So stehen wir vor der grossen, schönen Bucht von Egmont. Verrückt schön, aber warum ist den keiner hier? Zu weit weg? Zu weit hinten? Kein Ahnung.
Bis zur, leider, grossen Bauruine und zurück zur Marina. Da gehts runter zur Ulalena.
Der Eingang ist auch immer schön gemacht. Schweizer halt 😉
Hat gut getan. So setzen wir uns kurz ins Resti und wollen eigentlich weiter Büroarbeit machen. Da kommt der Chef und wir unterhalten uns über Land und Leute. Super interessant, natürlich vieles gar nicht gewusst. Dazu lernen wir die Sorel-Beere kennen. Um diese Zeit ist dieser rote Saft erhältlich und schmeck Superfein.
Freitag = Shoppen-Zeit! Heute fährt ein Buss zur Stadt. Um Neun kommt er pünktlich und wir fahren nach Grand Anse. Lebensmittel und Getränke kaufen. Der Fahrer ist genial und bringt uns, zusammen mit einem finnischen Paar dahin, wo wir was brauchen und berät uns sogar. Dieser Laden ist gut für Getränke. So sind wir schnell wieder zurück und können die sieben Sachen verstauen. Zum Glück sieht der Marinerio unser aufgescheuertes Stromkabel. Durch das ewige Schaukeln, ist unser Kabel zwischen die Festmacher geraten und hat sich bis auf die Litzen aufgescheuert. Schwein gehabt und schnell geflickt. Abhauen, anschliessen und neu verlegen. Am Abend noch ein feines Konzert auf dem Leuchtturmschiff. Der Chef persönlich am Piano. Dazu ein köstliches Bier von Grenada, ein Dockmaster von West Indies Beer, jammi.
Am nächsten Tag ist der Blog über die kleine Reise von den Kanaren nach der Karibik endlich fertig. Was vergessen? Alles und nichts. Könnte ein ganzes Buch darüber schreiben. Nur schon von den Briefen an Gaby währen ein paar Seiten voll 😉 Verarbeiten, ablegen und ankommen. Dann noch der Flamingo-Törn schreiben und mit dem schnellen WiFi hochladen. Geschafft! Da sieht Gaby eine kleine Kakerlake! Sch…. Hilfe! Dabei steht, nur keine Panik. Ein Mittel kaufen und abwarten. Machen wir so bald als möglich. Wie ist das kleine Ding nur auf unser Boot gekommen? Schuhe, Stuhl, Gepäck, Verpackungen? Kann alles sein. Trotzdem machen wir Heute noch einen langen, langen Spaziergang. Das hat uns schon sehr gefehlt. So kreuz und quer durch die Landschaft zu rollen.
Dann sehen wir komische Früchte und können uns einfach nicht entscheiden, was es genau ist. Muskatnuss? Mango? Keine Ahnung.
Nach dem steilen Weg sehen wir die ganze Marina in voller Grösse.
Zu forderst am Egmont-Zipfel haben wir fast noch die bessere Aussicht.
Nein, nein, so weit runter musst du nicht! Mache ein Foto für dich Gaby.
Hat riesen Spass gemacht. Zwar etwas Muskelkater und Sonnenbrand, aber mal wieder nach so langer Zeit so richtig die Füsse vertreten, hatten wir beide dringend nötig. Morgen ist der letzte Tag hier in LPB. Eine ganze Woche sind wir schon hier und es gefällt uns einfach zu gut. Nochmals richtig gut Duschen, die Wasservorräte auffüllen, den Motor richtig checken, die Wasserfilter reinigen und die Ulalena generell auf die Weiterfahrt vorbereiten. Zum Znacht lassen wir uns noch einmal vom feinen Resti verwöhnen. Einen leckeren Barrakuda lassen wir uns zubereiten.
Alle Rechnungen bezahlt und schweren Herzens nehmen wir von diesem netten Ort abschied. Um halb Elf verlassen wir an diesen, nach wieder einmal kurzen Schauer, am Dienstag, 8. Januar, die Marina. Danke für alles! Man könnte für immer hier bleiben 😉
So würgen wir uns aus dem welligen, immer auf die Nase blasenden Wind, aus dem Fahrwasser und können endlich die Segel setzten. So haben wir den Flughafen bald umrundet und müssen leider zu unserem Ankerplatz vor der Hauptstadt St. George’s motoren. Der Wind hat bis auf 8 Knoten nachgelassen und so suchen wir uns schon bald einen Platz für die Nacht.
Hält der Anker diesmal? Nein, fast, muss halten für eine Nacht. Morgen wollen wir von hier früh, sehr früh los, damit wir diesmal bei Tage die Tyrrel Bay auf Carriacou erreichen können. Ein feines Couscous mit Peperoni basteln wir zum Znacht und sehen der Sonne zu, wie sie den Himmel verzaubert.
Dann gehen die vielen Lichter der Stadt an und für uns wir es Zeit ins Bett zu gehen und zu lesen.
Das Wetter soll gut sein und wenn auf die Nase, nur mit halber Stärke. Grenada, wir verlassen dich Morgen.













