Nebel. bewölkt, kühl, eigentlich gar nicht schön um einen Segeltag zu beginnen. Vielleicht passt es ja gerade, das wir diesen schönen Ort verlassen und wir so weniger “leiden”. Kurz nach acht ist noch niemand unterwegs und so lösen wir unsere Leinen von der Marina in Caleta del Sebo. Der Motor läuft Super. Das Kühlwasser gurgelt ruhig vor sich hin. Graciosa wird immer kleiner.
Etwas Wind auf die Nase und die Strömung lässt nicht lange auf sich warten. So kommen wir langsam dem Farion de Tierra, dem nördlichsten Punk von Lanzarote immer näher.
Ein Kursschiff zeigt uns gerade, wie nah man an diese Untiefe ran kann. Wir machen aber einen viel grösseren Bogen, denn der Wind kommt immer mehr auf und die Segel möchten wir auch noch setzen. Mit dem Gross fangen wir an, dann noch die Genua, doch der Wind schläft fast wieder ein, als wir ums Eck segeln. Hmm, da kommt nur noch der ParaSailor in frage. So viel Arbeit am frühen Morgen. Doch es lohn sich und die Post geht gehörig ab. Auf der Höhe von Arrecife schauen wir fast etwas traurig, aber ganz neugierig auf den Hafen und die Stadt. Aber mit dem Auto werden wir auch das entdecken. Wir kommen bald wieder. Auch kommt uns noch ein alter Bekannter entgegen. Das Schweizerschiff namens Shiva stampft uns gehörig entgegen.
Das ist uns ja noch nie passiert. Sonst bin ich immer der Erste, der alles für das “Landen” bereit macht. Lieber zu früh und dann noch das Ankommen geniessen. Diesmal ist alles anders. Der Para zieht wie verrückt und auch das Gross, das ich zum Bergen des grossen Ding setze, lässt uns immer schneller an die Marina von Puerto Calero sausen. Die Mole ist schon zum greifen nah, als ich endlich alle Segel geborgen habe, den Motor angeworfen ist und alle Fender und Leinen bereit sind. Noch kurz das Funk in die Hand. Dann stehen wir schon an der angegebenen Tankstelle. Gaby habe ich ganz vergessen. Jetzt ist aber Zeit, sie kommt hoch und ist vor der neuen Umgebung ganz begeistert. Hier gefällt’s mir, sagt sie spontan. Einen Platz, India 6, wir uns zugewiesen. Der Wind, wir hatten zeitweise bis 17 Knoten im Rücken, fällt in sich zusammen. Weg ist er plötzlich. Auch gut und so ist es ein einfaches, wieder mal ordentlich zu parken. Ab ins Office, um die nötigen Karten zu holen, vor allem, das Wifi-Passwort zu besorgen.
Wir erkunden kurz die WC’s und Duschen und sind begeistert. Auch die vielen Läden und Beizen sehen recht nett aus. So kommen wir, also ich, wieder mal zu einem Guinness. Gaby saugt wie fast immer an einem Zitronenicetee. Ein “Hörlidieb” passieren wir auch noch und Gaby meint nur, du hättest es schaurig nötig. Gut, so mache ich gleich einen Termin für morgen ab – 10 Uhr. Am Abend wollen wir in die nahe Pizzeria. Der Ofen verspricht viel und so ist es auch. Ein Gedicht an Teig! Alles andere ist Beilage 😉
Dienstag ist scheinbar immer Markttag in der ganzen Marina. So müssen wir erst gucken auf dem Weg zum Coiffeur. Nachher dan mehr. Die Haare sind schnell weg und dann schauen wir uns die Stände etwas genauer an. Brauchen wir was, ist immer die grosse Frage. Nein, meistens die Antwort. Kurz einen Kaffee und Pause. Heute ist bei uns nicht viel los. Nur die Post, also besser das eMail Konto ist etwas gar voll und muss kurz aufgeräumt werden. Am Abend sind wir viel zu faul um nochmals hochzukommen und hauen ein Paar Würstli in die Pfanne. Dann wollen wir uns ein paar AWZ-Folgen anschauen. Viel zu spannend für Gaby und so reihen wir satte fünf Folgen aneinander!
Waschetag, Duschentag und Autotag. Viele Sachen sollten mal wieder in die Maschine. Dazu freut sich Gaby über die genialen Duschen. In Caleta del Sebo wollte sie partout nicht unters Wasser – viel zu kalt! Jetzt kommt aus der Regenwaldbrausse schönes heisses Wasser. Dann besuchen wir noch kurz einen Autovermieter und bestellen gleich ein Auto für vier Tage. Es gibt wahnsinnig viel zum Anschauen, denn wir haben einen neuen Reiseführer extra für Lanzarote gekauft und sind begeistert von den vielen tollen Angeboten und Sehenswürdigkeiten.
Am nächsten Tag machen wir aber erst mal einen grossen Spaziergang ums ganze Gelände. Weit kommen wir nicht, aber es gibt einen Höhenweg, der hinter der Marina durch geht. Tolle Aussicht aufs Meer und die Anlage.
Auch gibt es noch viel zu tun und soeben haben wir noch die eingescannte Post von unserem Sohn bekommen. Auch das noch. Zum Glück nicht zu viele Rechnungen 😉 Dann haben wir noch ein Ding zu erledigen. Die Röhrli-Sammlung von Gaby’s Bauchtasche! Gezählt haben wir sie nicht, aber die alle sind im Kübel gelandet.
Heiss und sehr, sehr durstig ist es Heute auch noch. Der Wind ist komplett weg. So spannen wir mal wieder unser Sonnenpersenning, denn wir dieses Jahr fast nie gebraucht haben. Am Abend löschen wir den Durst mal wieder bei unserer Beiz, MargheRita.
Es ist schon wieder Freitag. Der fünfte Oktober genau und wir haben ein Auto. Die Übergabe, fast wie beim GoldClub von Herz, kurz ums Haus, piep, piep, da ist das Auto, schönen Tag noch. Okay! Keinen Einweisung, kein Beulencheck, keine Tankkontrolle, kein Problem. Einsteigen und ab geht’s. Zuerst in Richtung Hauptstadt. Parkieren ist eine Herausforderung. Zum Glücke haben wir das Super-App Maps.me. Ruckzuck sind wir doch noch am zentralen Ort der Stadt und haben auch schnell einen Platz gefunden. € 1.80 bezahlen wir gerne und so geht die Erkundung der doch etwas chaotischen Stadt los. Der See mitten in der Altstadt begeistert uns aber doch.
Eine Umrundung ist schön und auch die Kirche etwas weiter hinten schauen wir uns an. Die Iglesia de San Ginés ist schlicht aber wunderschön.
Gerade neben der Kirche sehen wir ein verträumtes Café. Ideal für uns. Zwei Café con Leche mit einem feinen Gipfeli dazu. Was wollen wir noch mehr? Eine Burg die wir schon von weitern gesehen haben, steht mitten auf dem Wasser vor der Stadt. Das Castillo de San Gabriel wurde zur Verteidigung gebaut und ist jetzt ein schönes Museum geworden. Sogar Gaby darf, kann rein und so bestaunen wir die vielen Ausstellungsstücke zur Geschichte der Insel. Es gibt sogar einen Text auf Deutsch, denn leider sind sonst fast alte Tafeln nur in spanisch.
Genug gesehen für Heute. Allerdings treffen wir beim zurücklaufen zum Auto noch Segler, die am gleichen Steg in Maderia gelegen haben. Es gibt viel zu erzählen und wie immer die Fragen nach dem wohin ist immer wieder spannend. Was, wie machen es die andern. Den Ausweg aus dem Trubel finden wir gar nicht so schlecht. Aeroporto sei dank. Dann wollen wir noch kurz in ein Supermarket. Den sollten wir noch aufsuchen und finden ihn etwas ausserhalb. HyperDino! Wir sind uns das nicht mehr so gewohnt. Sooooo viel Auswahl. Doch wir finden mal wieder was, “Gacktes”. Ein Chili con Carne hatten wir auch schon lange nicht mehr. Schwups ist es im Einkaufswagen verschwunden. Natürlich machen wir am Abend die Pfanne übervoll. Alles passt da einfach nicht rein. Etwas scharf ist es dann auch noch, schmeckt aber hervorragend.
Museum im Norden der Insel, dass ist das Motto von Heute. Wollen aber zuerst auf dem Weg dorthin den Kaktusgarten anschauen. Im Jardin de Cactus können wir nur staunen vor lauter Stacheln. Vom Maestro Manrique wurde dieser geniale Park in einem ehemalige Steinbruch gestaltet. Die Stacheln am Eingang sind aber nicht echt. Gaby meint schon, erst als wir etwas näher kommen sieht sie den Unterschied.
Die Wege sind wirklich Super angelegt worden und sogar Gaby kann mit ihrem Stuhl durch die Wüste rasen 😉
Vor lauter Staunen kommen wir fast nicht los und sehen immer wieder neue Stacheln.
Noch ein letzter Blick von der Windmühle, dann fahren wir weiter in Richtung Norden.
Der Kaktuswärter hat uns noch gesagt, dass wir unbedingt den Jameos del Agua anschauen müssen. Es würde sogar mit dem Rollstuhl gehen. Aber die Cuevas, also die Höhlen sind gar nicht gut. Da wird geklettert. So fahren wir zum ersten Museum und müssen leider umdrehen. Runter, in die tiefe Höhle beim Eingang, ist leider nichts für uns. Aber wir sollen am Ausgang kurz reinschauen. Dort hat man einen schönen Blick auf den Pool.
So sehen wir leider den Eingangstrichter, den See mit den Albino-Krebsen und das Restaurant nicht. Dafür den überaus gediegen angelegten Pool mit er Palme. Gar nicht schlecht gemacht von Manrique. Mit dem Auto cruisen wir weiter zu dem Aussichtspunkt schlecht hin. Mirador del Rio soll sogar für die verwöhnten Schweizer eine sensationelle Aussicht bieten. Eintritt bezahlt und gleich einen Super Tisch am Fenster erobert. Die Aussicht die wir nun während eines Kaffees mit Kuchen geniessen ist – ist nicht zu übertreffen. Die ganze Insel Graciosa mit dem Hafen Caleta del Sebo und auch noch die kleineren Inseln im Norden sind kaum zu überbieten. Dazu kommt, dass wir ja die ganze Zeit von dadrüben auf den Berg geschaut haben, nichts aber vom diesem Ding je gesehen haben. So gut ist das Ganze in den Berg, Felsen verbaut worden. Oben auf dem Turm ist es noch viel schöner.
Minutenlang schauen wir da nur runter und können es fast nicht begreifen, wie schön dass es ist. Etwas weiter hinten gucken wir nochmal zurück. Wir kommen fast nicht los.
Ja, da unten waren wir, ganz klein und munzig. Müde, müde. So fahren wir auf dem schnellsten Weg zurück zur Marina. Kochen? Keine Lust. Pasta von MargheRita muss einspringen.
Dann ist der Tag gekommen. Wir sehen uns den Nationalpark von Lanzarote, Timanfaya an. Er ist ganz in der Nähe von uns und so haben wir schon bald das Ticket gelöst. Gaby wieder mal Gratis. Dazu sind wir beim Parken in der ersten Reihe und kaum ausgestiegen, werden wir gleich zum Bus geleitet. Er geht gleich los, ihr habt einen Rollstuhlbus. So wuchte ich Gaby in den Stuhl und Minuten später geht der Lift des Busses mit Gaby hoch. Viel Platz drinnen. Das ist ja der Hammer. So fährt er mit uns durch die Lavafelsen und Formationen die vor mehr als 200 Jahren “geschaffen” wurden. Ein Ausbruch hat das beste Land der ganzen Insel unter sich begraben. Das Farbenspiel ist fantastisch. Leider können wir nicht aussteigen und müssen, dürfen die Fotos nur von Innen durch die Scheibe machen.
Die Busfahrt an und für sich ist schon ein Highlight. Der Fahrer hat nur Zentimeter auf jeder Seite zu den Felsen. Es wird richtig eng.
Wieder um eine Ecke und die Aussicht ist abermals anders. Es geht alles viel zu schnell. Ein Foto gemacht und weiter geht’s.
Fertig! Schade. Wir sind erneut beim Besucherzentrum angelangt und dürfen noch die Demos der heissen Steine, Felsen, Vulkane ansehen. Wasser geht rein und nach ein paar Sekunden werden die Zuschauer erschreckt. Sieht toll aus mit dem dazugehörigen Sound!
Und wir stehen darauf. Nebenbei wird sogar Fleisch vom Restaurant gebraten. Und das soll nicht gefährlich sein? Irgendwann wird das ganze Ding wieder einmal fliegen, uns um die Ohren fliegen. Nur wann das sein wird ist ungewiss. Dem letzen Bus schauen wir noch kurz zu und verabschieden uns zum nahegelegenen Visitor-Center.
Die ganze Infos über die Geschichte des Ausbruches, der Aufbau der Erde hier und sogar ein simulierter Ausbruch sind in diesem Zentrum sehr eindrücklich aufgezeigt. Dazu kann man das Ganze noch draussen weiter erkunden.
Über Femes, coole Aussicht auf Playa Blanca fahren wir zurück zur Ulalena, total fasziniert vom ganzen Thema. Was machen wir den Morgen? Können, müssen wir das noch topen? Vielleicht. Denn es ist der Tag von Manrique. Dieser Künstler hat nicht nur schöne Kunstwerke wie Bilder und Plastiken geschaffen, sondern hier auf seiner Heimatinsel ist er auch ein grosser Umweltschützer. Er hat immer versucht seine Bauprojekte in die Natur zu integrieren. So wie sein eigentliches Wohnhaus, dass er hier in Tahiche direkt in die Lava gebaut hat. Das wollen wir uns heute ansehen und tauchen in seine Welt ein. Er hat das Haus, das aus zwei Stöcken besteht, mit fünf Lavablasen verbunden. Diese unterirdischen Höhlen hat er wunderbar begebar und daraus ein Traum gemacht. Der obere Stock kann Gaby auch bewundern, die unteren sind leider nicht so gut für den Stuhl und ich mach für sie Bilder.
Ich bin hin und weg, kann es aber Gaby mit den Bilder gar nicht zeigen. Würde unser Haus einmal so aussehen? Warum nicht. Wir ziehen weiter nach Norden und sehen uns das Campesino an. Auch ein Werk von Manrique gestaltet. Schon der Eingang ist mit einer gewaltigen Skulptur (Bauerndenkmal), die mitten auf der Strasse steht, gekennzeichnet.
Wir setzen uns zuerst mal in die schöne Beize und Gaby bekommt endlich ihren Kaffee. Dann sehen wir uns die ganze Anlage an und finden uns wieder in der Ausstellung der diversen Handwerker. Von Töpfer, Weber, Stickereien, Winzer bis zur Erstellung von “Comfi” findet man alles. Leider ist nicht allzu viel los. Wir schauen uns noch alles an und verschwinden dann zum nächsten Museum. Ein paar Kilometer weiter, ist das eigentliche Ziel. Ein Bauernmuseum, das die alten Traditionen aufrecht erhalten will und in einer eindrücklichen Ausstellung uns zeigt. Es war einmal der grösste Hof auf der ganzen Insel. Nun lässt es uns staunen, wie einfach die Leute damals lebten und arbeiteten. Das Kamel war ein wichtiger Hilfsgenosse. Verrückt.
In der Weinstube testen wir den lokalen Wein. Dazu “Kaktus-Comfi” auf Geissenkäse. Gar nicht sooo schlecht. Eine feine Sauce muss es dann halt schon sein. Müde vom vielen schauen, fahren wir noch kurz nach Teguise und wollen noch die schöne Kirche anschauen. Nicht viel los und fast alle Tapas-Bars sind geschlossen. Siesta halt. Aber eine bietet für uns Touris eine “Übersicht” an Tapas an. Für zwei uns so. Es ist etwas heiss und der Schirm reicht knapp für uns. Die Häppchen sind aber einfach so yammi. So erstaunt es nicht, das wir vor lauter Essen, die Kirche vergessen 😉
Pause und den Wagen abgeben. So rollen wir über die schöne Insel nach Hause. Diese farblichen Gegensätze faszinieren uns immer aufs neue. Schwarz wie Lava, blau wie der Himmel und das Meer und weiss, grün wie die Häuser.
Büro ist mal wieder angesagt am nächsten Tag. Aber auch die weitere Planung sollten wir etwas genauer anschauen. Der Hurrikan Leslie, der sich schon eine ganze Weile auf dem Atlantik herumtobt, hat Kurs auf die Kanaren und Madeira genommen. Soll aber genau bei uns nach Süden, da wo wir sind, abdrehen. Die Einheimischen sagen nur, es hat schon lange keiner mehr uns voll getroffen, so ist es diesmal sicher auch so. Der Wetterbericht passt eigentlich sehr gut für uns, damit wir am Freitag nach Teneriffa segeln könnten. Aber ist es wirklich ratsam, direkt auf einen herannahenden Sturm loszusegeln? Zudem ist es auch noch eine Nachtfahrt! Hin und her. Wir bezahlen mal die Marina, damit am Freitag nichts im Wege steht. Bloggen und vor allem faulenzen ist Heute angesagt. Auch den ganzen nächsten Tag “erholen” wir uns vom Museumsstress. Trotzdem wagen wir uns nach draussen und spazieren um die gesamte Anlage. Finden auch wunderschöne Ecken und Wege, ideal für uns.
Donnerstag, 11. Oktober, Zeit für die Entscheidung. Das Satellitenbild ist nicht gerade beruhigend. Die Zugbahn ist direkt auf uns zu.
Das Hurrikan-Zentrum der Amis sagt sogar, drehen am Ort und zurück. Was ist den mit Wetterwelt? Eigentlich Super, aber wir steuern genau darauf zu. In der Nacht auf Samstag soll das sein.
Gelinde gesagt, die Wetterfrösche sind sich nicht im klaren was abgeht und vor allem, wohin das Ding abzieht oder sich auflöst. Der Nachbar sagt es eigentlich genau richtig, gibt es einen triftigen Grund, die Reise nicht zu verschieben? Nein, wir bleiben!
Wir wollen nochmals ein Auto mieten und räumen mal wieder alle Vorräte raus. Was ist und was soll. Denn für die grosse Überfahrt brauche ich sicher noch das eine oder andere. Eine grosse Liste wird generiert und eine Einkaufsliste geführt. Am nächsten Tag holen wir das Auto ab und fahren nach Süden. Das hatten wir noch nicht. Playa Blanca mit der Marina Rubicon wollen wir uns ansehen. Wir treffen eine ganz lässige Anlage an. Viel zusehen und sogar einen Turm haben sie vorzuweisen. Diese Festung war mal wichtig und strategisch gut gelegen. Nun, die Aussicht auf Fuerteventura ist gewaltig!
Auf der anderen Seite tummeln sich die Touris in der Bucht von Papagayo. Hier ist auch das Tauchmuseum zu bewundern. Soll gewaltig sein. Vielleicht ein ander mal. Wir schauen den vielen Seglern zu. Schön!
Noch schnell am Leuchtturm von Pechiguera vorbei und dann der Westküste hoch. Die Saline der Janubio soll dort liegen. Vom Süden her ist die Aussicht schon gewaltig. Das war früher mal eine sehr wichtige Einnahmequelle für die Insel. Heute existieren nur noch deren zwei auf Lanzarote und die Touris danken dafür und kaufen fleissig.
Kaum um die Ecke, sehen wir die Los Hervideros. Diese Vulkanische Küstenlinie ist schon sehr beeindruckend. Wenn erneut so ein Brecher heran rollt und sich an den Felsen aufbäumt. Cool, einfach cool. Die Aussichtspunkte sind aber auch Super gut platziert!
Was für eine Gewalt! Leider kann Gaby nicht alles von Unten ansehen. Sie hat aber einen guten Überblick.
Auch etwas weiter vorne geniessen wir die anrollenden Wellen bei der Playa Montaña Bermeja.
Nur noch einen. El Golfo ist gerade um die Ecke und hat einen schönen Salzwassersee. Grün und schön eingebettet. Alles ganz nett. Aber als mehrere Busse anrollen, wird es uns zu viel. Noch ein Foto, dann sind wir weg.
Das Dorf El Golfo soll aber auch noch drauf. Ist den Heute Wellentag?
Was für ein Tag! Wir haben richtig Durst. Fahren aber zuerst zurück nach Puerto Calero. Setzen uns ins Pub und geniessen ein Guinness! Das grosse Thema ist natürlich das Wetter. Heute währe idealer Wind gewesen und Leslie, der hat an Fahrt zugenommen und ist in Richtung Madeira unterwegs. Knapp an uns vorbei, aber dreht er noch um und kommt von hinten? Die Prognosen schiessen in alle Richtungen. Gaby ist plötzlich traurig! Sehr traurig und sie lässt die Tränen so richtig laufen. Ich verstehe zuerst gar nichts. Dann kommt sie mit: Ich habe Heimweh, ich will jetzt schon nach Hause! Hmm, ja kein Problem, aber unser Flug geht erst in einem Monat von Teneriffa aus! Können wir den das Ding umbuchen? Die Marina Reservationen sollten wir ohne Probleme canceln können. Aber die Flüge? Kellner, bezahlen! Müsst ihr nicht. Zwei nette Herren haben uns scheinbar beobachtet und bezahlt. Wer denn? Sind schon gegangen, sie wollten nicht, das wir uns bedanken. Wow! So finden wir uns auf der Ulalena wieder und brühten über den Flug-Portalen. Was ist wann möglich. Die Frage, ob wir hier überhaupt bleiben können ist auch noch offen, sollte aber kein Problem sein. Klären wir morgen. Die Flüge! Es sind in etwa zehn Portale gleichzeitig offen und so finden wir endlich eine günstige Möglichkeit, früher nach Hause zu gehen. Dienstag, ganz am Ende der Schweizer Herbstferien, gibt es einen Super günstigen Flug in die Schweiz. Iberia hat Mitleid und wir dürfen für je € 80.- umbuchen. Schnell ein eMail an die Verwandten mit der Mitteilung, wir kommen schon am 23. Oktober!
Tags darauf bezahlen wir noch einen Monat für die Ulalena. 20% Rabatt und der Platz dürfen wir behalten. Danke. Eine Sorge weniger. Das Wetter, schlecht für Madeira und das Festland Portugal. Der zeiht scheinbar mit voller Wucht in Richtung Lissabon. Unglaublich. Hat keiner geahnt. Nur gut, das wir hier geblieben sind. Jetzt aber endlich das Auto besteigen. Einkaufen mit Umwegen. Das Tal des Wines haben wir noch nicht durchfahren. La Geria mit den verschiedenen Bodegas wollen wir uns nur kurz anschauen. Wein testen? Vielleicht. Beeindruckt von der Art der Bepflanzung, müssen wir fast in einem Bodega diesen besonderen Saft testen. Bodega La Geria empfiehlt sich dafür gerade als Erste. Parken und staunen. Mini’s! Viele, viele Mini’s sehen wir.
Von der Nachbarinsel haben sie einen kleinen Abstecher gemacht und sind nun bereit für’s Korso. Und das mitten in den Reben.
Doch zurück zum Wein. Einen trockenen Weissen für Käse wollen wir probieren. Ob der wohl zu Raclette passt? Gaby meint schon. Zweimal einpacken bitte! Überlebt er “ächt” die Flugreise? Denn wir wollen ihn zu Hause der Familie präsentieren. Wir zeihen weiter und halten nach ein paar Meter schon wieder. Ein Wein-Museum. Damit wir auch wissen, wie die diese Dinger pflanzen, hegen und verwerten. El Grifo zeigt uns die ganze Vielfalt der Wein-Anbau-Kunst. Wirklich schön gemacht. Einfach erstaunlich, wie diese Reben, immer zu zweit in einem Lavastein-Gehege, gedeihen. Der Stein saugt sich über Nacht mit Wasser voll und gibt sie am Tag der Pflanze ab. Dazu ist Handarbeit unerlässlich oder nur von Hand ist es überhaupt möglich, diesen tollen Wein zu produzieren. Jetzt ist aber genug. Wir fahren zur Hauptstadt und suchen einen grossen Supermarkt. Schnell gefunden und schnell verlaufen. Das Ding ist ja riesig! Alles auf der Liste finden wir fast auf Anhieb, nur die blöden Trockenfrüchte sind nicht auffindbar. Ich will gerade fragen, da sind sind ja. Alles ins Auto und ab nach Hause. Zehn mal, ich habs nicht gezählt, laufe ich vermutlich vom Auto zur Ulalena. Haben wir da überhaupt Platz für alles? Es sind nur Dosen und haltbares Zeugs für den Atlantik. Das Frische kommt erst noch! Reicht denn das für 27 Tage? Hmm, nur schon die Haferflocken sollten bis Weihnachten reichen 😉 Alles weggeräumt und ab zur Rita, Pizza-Abend! Göttliche Dinger. Der Teig wird hierfür extra 48 Stunden gehen gelassen!
So, letzter Autotag. Es ist Sonntag und Tequise hat Markttag. Viel los, wollen wir uns aber ansehen. Das Wetter ist nicht so Super, aber ideal und kein Regen in Sicht. Kaum im Dorf, winken uns die Polizisten vorbei. Parkplatz hier und Parkplatz da. Alles voll. Dazu noch unzählige Busse. Dann sehen wir aber ein Hinweis für Rolli’s. Der Erste ist leider voll, aber der Zweite ideal. Fast mitten im Markt dürfen wir parkieren. Hinein ins Getümmel.
Ein paar Stände sich wirklich gut. Der Rest ist nichts für uns oder wollen wir den schon wieder eine Handtasche 😉 Auch bei den Trachtengruppen verweilen wir ein paar Minuten. Das haben wir schon lange nicht mehr gesehen und die machen das wirklich, wirklich gut. Die Musik mit dem Gesang ist ganz Stark. Wir brauchen einen Kaffee. Sind gerade am einen Ende des Marktes angelangt und sehen ein nettes Café. Cool. Gaby schiebe ich an einen freien Tisch und stelle mich in die Schlange. Der nette Chef erzählt jedem was er hat. Welche Gebäcke, Kaffees und Tees. Nur schon die Auslage ist wundervoll. Ich kann mich nicht entscheiden. Von jedem eins? Nein, nein, ein Apfelstreusel und ein Beeren-Muffin! Der Kaffee und die feinen Dinger. Schön haben wir’s. Dabei vergessen wir ganz und gar – es regnet draussen! Was? Ja genau. Regen. Nicht zu heftig, aber trotzdem nass. Wir trauen uns doch nochmals in den Markt und sehen noch ein paar ganz schöne Sachen. Der nächste Wolkenbruch kündigt sich an, wir hauen ab. Haria wollen wir auf dem Heimweg noch mitnehmen. Es liegt in einem schönen Tal und man sollte es gesehen haben. Die Wolken, der Nebel und keine Sicht. Schade. Wir sehen von diesem Palmen-Ort fast nichts. Drehen ab und fahren in Richtung Arrecife. Das zweite Kastell wollen wir ansehen. Es beherbergt eine tolle Kunstsammlung. Von aussen sieht das Castillo de San José wirklich schön aus. Die Sicht auf den Hafen mit dem kleinen Böötli ist nicht schlecht.
Die Bilder, die Kunst ist nicht schlecht. Zum Teil, keine Ahnung was das aussagen soll oder was es darstellen muss, aber die Räume in diesem Kastell sind schön restauriert. Regen, regen. Zum Glück haben wir in Puerto Calero die Fester offen. Ob es da auch regnet? Wir fahren in den Süden und da hängt eine sehr, sehr schwarze Wolke. Angekommen auf der Ulalena, nichts. Kein Tropfen ist hier gelandet. Wir sind früh dran. Gaby braucht eine Pause, aber am Abend wollen wir doch noch einmal los. Ein Tex-Mex will Gaby besuchen. In Rubicon gibt es eines, das Gaby beim letzen Besuch der Marina nicht vergessen hat. Genau da wollen wir hin. Anstehen! Ich habs dir gesagt, die Engländer essen immer so früh, wir sind viel zu spät, werde ich angefahren. Hmm, wir sind gleich dran. Und siehe da, nach ein paar Minuten haben wir unseren Platz und geniessen die Fajitas. Fein und das in einer Super coolen Beiz. Hat sich gelohnt. Auch das Wetter ist besser auf die Nacht hin.
Die Heimfahrt ist etwas gewöhnungsbedürfig. Dunkel und die Markierungen schlecht, aber wir finden den Weg gut, stellen das Auto neben dem Händler ab und werfen den Schlüssel ein. Gute Nacht!
Nur noch eine Woche hier in Puerto Calero das Boot für den grossen Törn vorbereiten, dann geht’s ab nach Hause.










































