Wo waren wir den stehengeblieben? Ja genau, in Mao auf der wunderschönen Insel Menorca. Zu Hause alles in Butter? Fast. An dieser Stelle, Joel gute Besserung und Oma, wir vermissen dich jetzt schon! Wir hatten eine Intensive, aber geniale Zeit zusammen.
Der Flieger ist gebucht für den Montag, 26. März und alles Gepäck verstaut oder per Camperfracht übergeben. Früh am Morgen, oh es ist ja noch eine Stunde früher, Sommerzeit aho, lassen wir uns von Wettingen mit dem Jasmin-Taxi zum Flughafen fahren. Vielen Dank für frühe aufstehen und diesen Super Service, Jasmin. Die vermissen uns schon fast, tschüss sagen kommt definitiv zu kurz und so hüpfen wir unserem Flieger entgegen. Der steht natürlich weit, weit draussen auf dem Feld und per Lasti werden wir an die Türe gebracht. Das ist Service. Einsteigen und ab nach Madrid. Kurz umsteigen und schon sitzen wir wieder im kleinen Ding, dass uns nach Mao fliegt. Die Sicht ist einfach genial. Die ersten Ziele sehen wir bereits von Fenster raus.
Dann der Landeanflug von Süden aus auf Menorca.
Ein Taxi ist schnell gefunden und so steuern wir die Marina Menorca an. Schön dass ihr das seid, werden wir empfangen, aber wo ist euer Boot? Tja, das wüsten wir auch gerne. Es sollte Heute ins Wasser, aber wann. Ist Alex da? Der sollte das wissen. Wir haben eigentlich jetzt Mittagspause, aber sie probieren ihn zu erreichen. Uuuu, das habe ich vergessen zu schreiben. Die Ulalena kommt als erste nach dem Mittag, um 15h an den Kran. Perfekt. Nix wie los zu unserem Schiff und alles bereit für’s Wasser zu machen. Es ist immer noch da und schön Schwarz am Unterwasser. Passt.
Leiter ran und aufmachen. Aber was ist das? Das Schloss klemmt! Ist ganz verrostet.
Ich bringe es nicht auf. Der Nachbar leiht mir kurz den WD40’er Spray und einen grossen Schrauber, schwupps ist der Rost weg. Auf geht’s. Rein, Logge rein, Batterie check und schon kommt der Kran. Was schon drei Uhr?
Dann wird noch der Rest bei den Stützen bemalt.
Fertig, weiter zum Einwasserungsbecken. Irgendwie sind wir beide im falschem Film. Es geht einfach zu schnell das Ganze. Wenn das nur gut geht.
Alles dicht? Ja und der Motor? Brauchen wir den? Carlos, der Marinerio, währe besser. Der Wind ist gar heftig. Okay, dann testen wir mal. Kurzes husten und schon läuft er wieder wie im letzten Herbst. Gaby noch kurz in den Windschatten schieben, hast den Dieselhahn ja offen, ermahnt sie mich noch und schon gurken wir an unseren neuen Platz. Festmachen und durchschnaufen. Rund um den Hafen und Gaby halb erfroren abholen. Wir sind einfach nur überglücklich, dass es so genial funktioniert hat. Lüften tut Not.
Und eine neue Pflanze haben wir auch bekommen. Ups, das hatten wir ja ganz vergessen, die Zwiebeln im Netz.
Unsere nette Nachbarn, sie sind auch gerade angekommen, gehen einkaufen und fragen, was wir noch brauchen. Ein Brot währe nicht schlecht. Das ist ein Willkommensgeschenk, sagen sie nach ihrer Rückkehr und schenken uns das feine Ding. Jammi!
Kühlschrank an, Betten bereit und erst mal was Essen. Wir haben Hunger wie Bären. Hatten es irgendwie vergessen. Etwas Mais, Pilze und ein paar “Chugellager” (Erbsen), schon ist unser Festmahl fertig. Schmeckt gewaltig. Auch die Stimmung passt.
Todmüde versinken wir in unserer weichen, neuen Viscose-Matratze.
Irgendwie kommen wir am nächste Morgen nicht aus den Federn. Wir sind wieder zurück in unserem Traum. Es war einfach ein zu langer Winter. Das Blau und die Wärme haben ins mächtig gefehlt! Jetzt aber raus aus den Federn. Alles breit für die Stadt und bald rennen wir wieder unserern geliebten Häuser und Leute entgegen. Schau nur!
Bei Vodafon das Ticket erneuern und im Eroski die nötige “Fressalien” einkaufen. Wir strahlen wie die Maienkäfer! Zurück zur Ulalena und dann wird ausgepackt. Kleider und Medis finden ihren Platz. Leider hat ein Schrumpfsack ein Loch und so müssen die Sachen gewaschen werden. Zum Glück sind auch unsere Bettkissen davon betroffen. Alles wir aufgeweicht. Hundemüde machen wir aus den Resten noch ein Znacht und sind bereits um halb Neuen in den Federn am lesen. Gute Nacht.
Schon Mittwoch! Der Tag, blau in blau und ohne Wind. So mache ich das Deck sauber, schlage die Segel an und verbaue die Sprayhood. Am Schluss kommt noch das Bimini an seinen Platz. Das war ein Krampf!
Heute ist Pause. Wir schnallen den Töff an und spazieren zur Stadt hoch. Also eigentlich zuerst rundherum. Kein Leute, keine Touris! Wir erkennen die Stadt fast nicht mehr.
Bei über 20° schlendern wir der Stadtmauer entlang. Cool, einfach nur cool.
Alles zum kaufen gefunden, auch die Früchte müssen noch etwas aufgestockt werden. Aber jetzt ist es Zeit für ein Kaffee. Mitten auf dem Platz, lassen wir uns den Ersten so richtig fürstlich schmecken.
Am Nachmittag geht’s noch kurz auf den Mast. Alles an seinem Ort und auch fest? Sind alle Bolzen und Sicherungsringe fixiert? Alles i.O.!
Von oben sehen die neue Steg ganz gut aus. Da hat es wieder eine menge Platz für neue Boote.
Und unser “Gäzi” sieht immer noch so schön und jung aus. Die Ulalena ist ja erst 36ig 😉
Freitag = Motorentag. Nur kurz einen neuen Bolzen reinschrauben. Aber wie sieht es denn da aus? Alles total rostig. Das hatten wir ja noch nie! WD40 soll helfen, aber erst mal reinigen was das Zeugs hält.
Fast fertig! Mein Mitarbeiter hat gerade Siesta. Dann halt später.
Ostern! Das ist ja auch noch. Donnerstag, Freitag, Sonntag und Montag. Alles zu. Heute Samstag arbeitet Alex und wir gehen in besuchen. Wir haben ja noch einen Gutschein, denn wir im Menorca Nautic Center einlösen wollen. Quer durch die Stadt, zum Center und nachher noch den HyperCenter besuchen. Alles gefunden? Fast, aber mehr Platz haben wir wirklich nicht mehr. Auf der Rückfahrt treffen wir Alex und er machet ein Foto von uns vor dem Stressless Shop. Passt doch 😉
Zurück auf dem Boot verrichten wir noch die letzten Arbeiten. Die List ist nicht so lang wie auch schon, aber nach einer Woche ist fertig lustig. Morgen machen wir eine Pause und machen uns früh auf ins nächste Dorf es’Gastell. An der schönen Treppe vorbei geht’s in die nächste Cala (Bucht).
Sackgasse? Kennen wir nicht, eine kurze, steile Treppe hoch und den Lohn empfangen. Ist ja gewaltig, diese Aussicht.
Der Weg ist nicht so geteert und für Gaby wir es ein gerüttel, aber der Weg ist einfach umwerfend.
Auch die Stadt enttäuscht uns nicht. Das haben wir nicht gewusst. Ist ja irre schön.
Wir kommen gerade kurz vor der Kirche und da hat es noch viel Platz. Kaum sind die Kirchen aus, füllen sich die netten Beizen in der Sonne. Genau das, dass haben wir soooo vermisst.
Beim Denkmal setzten wir uns in Szene. Zwei ganz hübsche oder?
Zurück geht’s über den flachen Veloweg und als wir gerade bei der Meerjungfrau sind, kommt die grosse Fähre von Genua rein. Gestern, ja gestern war alles zu. Zu viel Wind für eine Überfahrt.
Den Abend lassen wir so richtig gediegen ausklingen. Das erste Mal ausgehen und in unserer Stammbeiz des letzten Jahres finden wir einen guten Platz. Fein, mega fein und das Bild hat es uns irgendwie angetan. Der Blick in die Weite, in die Wellen, auf’s Meer hinaus.
Morgen wollen wir aber endlich los. Fertig basteln, fertig aufräumen und fertig putzen! Ab morgen wird gesegelt.




























