Auf einmal fängt es an zu regnen, Vollgas, wir sind am Lesen und es schüttet! Das war noch letzten Abend und es fühlt sich gut an. Warm, trocken und ruhig liegen wir hier. Keine Angst, dass der Anker nicht hält ;-). Wir schlafen trotzdem hervorragend, sind aber schon um kurz nach acht auf. Beim Zmorge bemerken wir erst, das es viele, viele Tauben auf unserem Baum hat. Ein schöner Platz, aber machen die Tauben nicht auch … Wir packen zusammen und ziehen los. Doch wir kommen nicht weit. Schon nach fünf Minuten stehen wir im Stau. Umleitung! Und was für eine. Wir stehen fast eine Stunde drin und können nicht direkt auf die Bahn. Tja, das Wetter ist nicht gerade rosig und wir haben Zeit. Endlich auf der A7 und schon wird das nächste Übel angezeigt. Eine Baustelle. Nur eine winzige, die 29 Kilometer lang ist. Stau, stau, stau bis nach Hannover bleibt es extrem mühsam. Auf dem Boot ist es schon etwas besser. Raus aus dem Hafen und Kurs anlegen, fertig. Erst nach vier treffen wir am Meer ein. Zum Glück kommen ein paar Sonnenstrahlen hervor und machen das Ankommen etwas erträglicher. Schöner Platz und endlich Zeit uns auszuruhen. Nur noch kurz die Kartoffeln und einen Maiskolben in den neuen Omnia legen und anschmeissen. Fertig aufstellen und das Bett nachtfertig machen. Zum Schluss noch Wasser holen und, was ist mit den Härdöpfel? Lauwarm! Komm, warum das? Wir schauen kurz in der Zeltplatzordnung nach und stellen fest, dass es hier nur 10A hat statt der üblichen 16 oder mehr Amps hat. Blöd, ganz blöd. Statt endlich essen zu können, verfrachte ich den Inhalt in eine normale Pfanne und “bödele” das Ganze mit Wasser. Oder doch noch das Gas anschmeissen? Wir sind viel zu müde. So nuckle ich am Bier herum und Gaby geniesst schon mal ihr Znacht. Es ist schon fast dunkel, also ich in den Genuss eines Essens komme.

In der Nacht Regen, viel Regen. Hat er auch gesagt und der Wind dazu ist erträglich. Doch ich erwache mehrmals und schau nach, ob alles auch richtig abläuft und hält. Kein Problem und Gaby? Sie schläft mal wieder tief und fest. Wie macht die das bloss? Am Morgen alles nass aussen und innen. Gaby hat alles gegeben 😉 Es kommt schon etwas Frust auf, dazu kein Internet um zu schauen, was das Wetter am heutigen Tag so treibt. Es gibt eine kurze Aufhellung. Wir rennen los. Wir wollen das Meer erkunden. Der Strand, Surferstrand, tönt gut und ist ganz nett. Sogar mit Sand! Ja, wussten wir auch nicht, es gibt Binnendünen, was ganz verrücktes. Das beschert diesem Meer also diese fantastischen Sandstrände. Die Umrundung fängt an und beim toten Moor finden wir uns auf diesen genialen Brücken, Wegen wieder. Macht richtig Spass mit dem Rolli!

Wegen beim toten Moor

Beim Zurückrennen ging fast was schief. Das Zeugs ist sooooo rutschig 😉 Es ist eine grandiose Gegend mit vielen Infotafeln mit Informationen über das Moor und deren früheren Abbau. Natürlich ein Naturschutzgebiet. Tolle Wege überall.

Wirklich gut angelegt

Wir laufen dem Ostufer entlang und wollen bis zum Aussichtsturm etwas weiter unten. Mal schauen, wie weit wir kommen. Dazwischen hat es immer mal wieder Anlagen, Türme, Aussichtspunkte und viele Tafeln. Bei einem wir gezeigt, wie und vor allem, warum früher das Torf abgebaut wurde.

Torfabbau und die neue Bepflanzung

Da wird gezeigt, was alles neues wächst und wie sich die Natur vom Einschnitt erholt. Erinnerungen an das Ried in Altstätten kommen hoch, als ich mit meinem Grossvater seine Schafe in der Torf-Gegend gehütet habe und wir immer mal wieder den Torfstecher bei der Arbeit zuschauen konnten. Wir schaffen es bis zum Heidorner-Aussichtspunkt. Der Rolli kann leider nicht ganz nach vorn, so muss Gaby kurz warten. Ganz vorne sind zwei Vögeler, die die Adler, ja genau, die Adler beobachten. Es hat hier ein paar Fisch- und Seeadler zu bestaunen. Ich muss immer noch stauen, als ich es Gaby erzähle. Wir drehen um, ist doch die ganze Umrundung doch noch ein paar Kilometer mehr und das Wetter verschlechtert sich auch. Vorne in Mardorf sehen wir uns noch die vielen Segelboot an. Es hat massig und bei wenig Wind, versuchen sich ein paar beim Vorwärtskommen.

Tolles Segelgebiet

Tief ist dieses schöne Meer nicht, dafür scheint der Wind sehr stabil zu sein. Zurück beim toten Moor brauchen wir endlich einen Kafi. Platz hat es in der Moorhüte leider nicht. Doch schon, denn es gibt ja diese komischen Regelungen im Moment. So setzten wir uns draussen hin und bekommen einen feinen Heubeerikuchen. Der Kafi ist noch nicht kalt, als es mal wieder zu regnen beginnt. Nicht fest, aber doch störend. Alles abräumen und weiter zum Dorf. Dort hat es ein Visitorcenter und da wollen wir kurz hin. Doch wir werden aufgehalten. Starkregen zwingt uns kurz unterzustehen. Wo kommt nur all das Wasser her.

Platzregen, heftig viel Wasser

Endlich fertig Nass. Es dauert noch ein paar Minuten bis wir da sind und müssen leider feststellen, dass die Türen zum Center schon geschlossen sind. Hmmm. Doch wir benötigen auch noch etwas WiFi und das bekommen wir trotzdem. Wetter anschauen und den Weg für morgen checken. Alles bestens, denn das Wetter wird, soll besser werden. Auf dem Heimweg kommen wir am Dorfladen vorbei und der hat heute Samstag spät am Abend tatsächlich noch offen. Nix wie rein und die nötigen Sachen einkaufen. Bier, benötigen wir auch noch ein paar. Die Gigelfuhre ist voll. Der Weg etwas unruhig und das Nass kommt auch wieder. Wir rennen fast, bis wir beim Van endlich, endlich im trockenen sind. Der Regenschutz von Gaby ist gut, nur angenehm ist etwas anderes. Zum Znacht gibt es nur gerade eine Melone, für mehr habe ich keine Lust mehr. Lieber ab ins warm Näscht. Lesen und vor allem planen für morgen. Wir wollen ans richtige Meer. Wir fangen rechts an, soll etwas wärmer sein. Bei Lübeck haben wir uns einen Ort ausgesucht. Endlich schlafen – nein das WC ruft. Nochmals die Regenjacke montieren und zum Haus rennen. Genug Regen, wir wollen nur noch schlafen.

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