Langsam müssen wir daran denken, zurück in Richtung Levkada zu segeln. Am 21. September kommt ja unsere Tochter an und da sollten wir vor Ort sein. Wir studieren die Wetterkarten sehr ausgiebig. Wann dreht der Wind und wann haben wir ihn auf der Nase. Wenn gibt es die grösste Strömung unter der Brücke von Rio und wann sollten wir durchrauschen können. Jetzt ist Sonntag und am Dienstag bis Donnerstag sieht es sehr gut aus, denn Golf von Korinth zu verlassen. Beim hinweg hatten wir ja zwei mal Pech oder den Wetterbericht falsch interpretiert.
Wir beschliessen am Mittwoch von Trizonia nach Messolonghi zu segeln. Somit haben wir noch Zeit, einen schönen Hafen mit dem Namen Galaxeidi anzuschauen. Wir lassen uns Zeit mit dem Zmorge, denn es ist von Itea nur gerade drei Meilen entfernt. Wind hat es keinen und nur die Untiefen beschäftigen uns. Dann kommt auch schon das Dorf in Sicht.
Sieht toll aus. Wir waren hier ja noch nie und müssen zuerst alles “suchen”. Stimmt der Plan, ist es genug tief und wo hat es noch Platz für uns. Alles bestens. Zwei Segelnachbarn helfen uns beim festmachen und mit dem Anker hält die Ulalena Super gut. Es gibt hier sogar Wasser und Strom. Wie wir später herausfinden, gratis! Wow, danke. Kaum sind wir recht da, fängt auch schon der böige Wind an zu blasen. Hmm wusste ich gar nicht, aber der Nachbar bestätigt, ja, ja, Heute wir es etwas böig. Ich dachte hier in dieser Bucht merken wir nichts von dem Westwind. Tja, was soll’s. Wir liegen gut und machen uns sogleich auf den Weg, den Südteil der schönen Bucht zu erkunden.
Es hat eine gute Strasse die entlang des Ufers führt und an viele kleine Buchten abzweigt. Schön gemacht und fast keine Leute. Auf der anderen Seite die grosse, fast menschenleere Bucht.
Wo sind nur all die Leute? Am Wetter, blauer Himmel mit über 33°, kann’s nicht liegen und Sonntag ist es ja auch. Tja, die sind alle wieder in Athen am “schaffe”. Wir geniessen es. Auf der gegenüber liegende Seite setzen wir uns in ein Café und geniessen die Ruhe und die Aussicht auf die Boote und Hafen. Ja, das war eine gute Idee hierher zu kommen. Wir sollten aber noch länger bleiben, den die Stadt haben wir ja noch gar nicht richtig gesehen. Es ist schon Abend und wir haben Hunger. Es gibt viele, lässige Beizen, aber wir können uns nicht recht entscheiden. Da, auf dem Hauptplatz hat es eine, Taverna Porto. Sieht gut aus. Aber als wir die Karte studieren, irgendwie passt nichts. Wir fragen. Alles was wir wollen gibt es Heute nicht. Aber wie währe es mit Lamm an Tomatensauce und Reisnudeln? Gebucht. Gaby bestellt sich ein Huhn mit Reis. Wir haben uns getäuscht, das Essen ist der Hammer. Einfach, aber echt lecker. Natürlich essen wir einmal mehr viel zu viel. Wir können es einfach nicht stehen lassen 😉 Dazu brauchen wir wieder einmal ein GuteNachtBier. Es wir spät …
Am nächsten Morgen wollen wir vor der Hitze los und umrunden die andere Seite der Stadt. Und natürlich wollen wir die schöne Kirche mitten auf dem Hügel anschauen.
Wir dachten hier gibt es mehr, aber es scheint die Südbucht zu sein, in der das Leben stattfindet. Aber es gefällt uns Super.
Jetzt aber ab in die Kirche. Alle Wege sind natürlich steil und so umrunden wir fast das ganze Dorf, um einen etwas leichteren Weg zu finden. Am Dorfplatz vorbei und hoch gehts. Hmm, leider erst um fünf Uhr offen und auch das Museum von der lokalen Schiffsindustrie hat genau am Montag geschlossen. Schade. Aber wir kommen wieder. Kurz ein Kaffee und dann schnappen wir uns das Buch und verziehen uns in einen Park und lesen. Dabei sehen wir gerade einen kleinen einlaufen.
Am Abend lassen wir uns wieder im Porto verwöhnen. Es ist schon unglaublich, wenn einem die Leute kennen, ist die Bestellung viel einfacher. Es wird bestellt was der Koch auf dem Herd hat. Und wieder bekommen wir ein extrem feines Essen.
Jetzt müssen wir aber los. Am Morgen kurz nach Acht heben wir den Anker. Tschau du schöne Stadt, wir kommen sicher wieder.
Und die Kirche wollen wir uns dann auch näher ansehen.