Der Wind und der Schwell begleiten uns die ganze Nacht. Es ist sehr unruhig. Eigentlich sollte es schon letzte Nacht log legen. Aber nichts von heftigem Regen oder Sturm. Nur ein paar Tropfen. Morgens um acht geht dann der Zauber los. Die Schleusen werden geöffnet. Und wie.

Das ist jetzt also Regen … wir staunen nur und schauen dem Treiben zu. Machen uns zuerst einmal einen heissen Kaffee und schauen raus. Nach eine Stunde ist der Spuk schon fast vorbei. Es lässt etwas nach und hört dann ganz auf. War’s das schon? Wir wollten Heute eigentlich los. Wir lassen es aber bleiben und haben recht. Um elf werden die Schleusen nochmals geöffnet und wie. Die Erinnerung an die Bilder von Spreitenbach werden wieder wach. Auch hier strömt das Regenwasser durch’s Dorf ins Meer. Nur noch Wasser!

Dann auf einmal eine Gewaltsböe aus dem Nichts. Die Ulalena krängt und die Fender werden auf einer Seite auf das Boot geworfen. Wir erschrecken gewaltig. Dann der schnelle Blick nach hinten. Die Badeplattform verschwindet zum Glück unter dem Steg und es gibt keinerlei Kratzer! Uff.

Drinnen ist es ganz gemütlich und wir schauen nur zu und geniessen eine Heisse Tasse. (Suppe!)

Kurz nach Mittag ist der Spuck vorbei. Der Hafenmeister kommt und ich frage ihn, ob das normal sei. Natürlich nicht! So viel hat es noch nie seit der Wettermessung geregnet. Auch in Zadar gab es Überschwemmungen. Die ganze Kanalisation ging da hops. Wir natürlich wieder einmal, mitten drin 😉 Zum Glück haben wir einen so guten Wetterbericht, da kann man fast nichts mehr falsch machen. Oder doch? Ja, die lieben Charter-Fritzen müssen immer weiter und haben keine Zeit zum warten. Gerade Heute morgen war ein Pole noch am Stag. Er wollte raus, aber man konnte nicht einmal die Hafenausfahrt sehen. Grausam. Nach dem ersten Gewitter ist er dann los. Kann man nur hoffen, das ihm nichts passiert ist.

Wir erholen uns bei einem feinen Capuccino und einer heissen Schoggi. Dann zurück auf dem Boot, machen wir Znacht. Schibbeln was das Zeugs hält und machen einen Teigwaren, Lauch, Wirz Eintopf. Ein Glas Roten und der Abend ist gelungen. Gaby verzeiht sich schnell ins Bett und so lese ich im neuen Buch, wir haben schon wieder eines gekillt, im “Schlafzimmer” vor. Der Wind hat wieder etwas zugenommen und so wird es mir fast schlecht beim lesen.

PS: Mit schrecken haben wir Heute festgestellt, das der Letzte Monat angebrochen ist. Kann das sein? Nur noch vier Wochen?

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