DWD Wetter für Montag 16.08.10:

06 SW 2-3 0.5, 12 W 3 0.5, 18 W 4-5 1 (Zeit, Windrichtung, Windstärke, Wellen)

Das Wetter ist wieder einmal nicht auf unserer Seite, soviel steht schon vor dem Auslaufen fest. Am frühen Morgen sollte es aber noch einigermassen gehen und auch die Wellen sollten dann noch moderat sein. Halb sieben schaue ich zum ersten Mal raus. Wind, Wetter. Wie auf dem Ententeich!

Kurz nach sieben legen wir ab und tuckern bei Windstille aus der Bucht. Um den letzten Zipfel (Kap Pernat) von Cres direkt über den Kvarner nach Istrien. Von wegen Wind und Wellen. Gar nichts! Wir haben schon viel auf diesem Teil der Adria erlebt. Mal schauen was noch kommt.

Dann kommt aber urplötzlich der Wind. Wie vorhergesagt aus SW. Somit genau auf die Nase. Schon kommen die ersten Wellen an und es wird langsam unruhig. Mehrmals versuche ich den genialen Wind mit mehr als 15 Knoten auszunützen, aber es hilft nichts. Er dreht immer mehr. Alles runter und mit Motor wird nun gekämpft. Das Kap Marlera mit dem Leuchtturm sehen wir schon lange. Er kommt aber irgendwie nicht näher.

Sechs Stunden später sind wir endlich auf der Höhe vom Leuchtturm Porer. Kommen wir denn überhaupt vorwärts? Der Motor scheint zu halten und so gebe ich noch etwas mehr Gas. Kurz nach zwei ist auch das geschafft. Nur noch etwas an der Küste hoch und rein in die Soline. Dachten wir. Es hört aber einfach nicht auf. Wir stampfen wie die wilden und zwängen uns Meter um Meter an Istrien hoch. Die Kids haben schon lange aufgegeben mit Fragen, wann sind wir da? Wie weit ist es noch? Oder wann hört das endlich auf. Zwei Meter Wellen haben wir schon und endlich können wir abbiegen. Da ist die Soline. Was für eine wohltat!

Natürlich ist die schöne Bucht schon recht voll, aber wir finden trotzdem noch ein schönes Plätzchen und setzen um halb vier den Anker. Wind hat’s noch etwas. Die Wellen sind komplett aber weg. Die Lebensfreude kommt bei allen zurück.

Kurz etwas essen und schon haben die Kids die Badehosen an. Heute wird angetrabt zur Fotosession. Gegenseitig versuchen sie die schnellen Bewegungen mit unserem langsamen Ding einzufangen. Sieht doch ganz gut aus.

Baden ist halt schon was tolles.

Oder nicht Jenny?

Hunger! Aber plötzlich wie aus dem nichts fängt der Wind an wie verrückt zu blasen. Nachtessen? Ja, ja aber nur kalt. Ich bereite schnell etwas vor und so knabbern wir etwas Käse, Wurst und Brot. Ich kann es nicht recht geniessen. Hält unser Anker? Viele Boote verschwinden in die nahegelegene Marina und auch unser Super Nachbar verzieht sich zum Glück. War er doch etwas nah an uns dran. Es währe sicher gar nicht gut herausgekommen. Alles hält. Keinen Wank. Mit vier bis fünf Beaufort bläst der Wind von Westen in die sonst sehr geschützte Bucht.

Bald wird es dunkel und immer kommen noch vereinzelte zum ankern. Ein Italiener setzt sich genau vor den Nachbar neben uns, der mehr als 50 Meter Kette unten hat. Wenn das nur gut geht. Währe schade um die Shipman.

Die halbe Nacht mache ich kein Auge zu. Bei jedem Geräusch schiesse ich hoch. Sind wir immer noch an Ort? Wo sind die andern. Nach drei ist der Spuck vorbei und ich kann endlich ruhig schlafen.

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