Morgenstund hat Gold im Mund!
Auch Heute geht’s früh los. Alles ist ruhig in der Marina und ich lege vom Steg ab. Seelenruhig tuckern wir die paar Meilen bis Krk oder besser gesagt nach Punat. Der Stadthafen ist alles andere als gross und hat laut dem Hafenhandbuch nur gerade dreissig Plätze für Gäste. Die Marina von Punat ist einer der Grössten und ist nicht weit von der Stadt entfernt.
Elf Uhr. Am Transitsteg hat es genug Platz. Zuerst müssen wir aber noch unsere Festmacherleinen ersetzen. Der Skipper-Shop ist genial gross und scheint alles zu haben was wir brauchen. Dann endlich kriegt Joel seinen Schlauch. Nach “zähen” Verhandlungen, immerhin geht es um sein Sackgeld, kaufen wir ein Schnäppchen. Hält er auch? Wir werden das Ding vermutlich Morgen ausprobieren.
Zurück auf der Büx, machen wir uns bereit für die “Wanderung”. Laut einer Marina-Angestellten sollten es nur gerade sechs Kilometer sein und das auf einem schönen Veloweg. Tönt gut. Wasser und etwas Früchte werden eingepackt. Die ersten Kilometer sind aber alles andere als lässig! Schmale Strasse und höllisch viel Verkehr. Veloweg? Keine Spur. Dann endlich Taucht der Veloweg auf. Neu und flach, also ideal für den Rollstuhl.
Es ist heiss und so schauen wir kurz dem Skilift oder besser WasserSkiLift zu. Sieht doch gut aus. Gerade hinter dem Haus wird gestartet und die Leute scheinen sich über die komischen Starts zu amüsieren.
Auch die Aussicht auf die Bucht ist gewaltig.
Nur die Kids haben ganz andere Probleme. Die Füsse brennen vor Hitze und der grosse Durst überwiegt. Kurz gesagt, sie sind am sterben!
Dann endlich treffen wir am Stadtrand ein. Nur noch eine kleine Abkürzung oder doch nicht? Die Abkürzung war gut nur die neue Leitplanke hat einfach keinen Durchgang für uns. Also Gaby unten durch und den Rolli darüber. Sah wahrscheinlich etwas komisch aus, denn ein Autofahrer hält unvermittelt an und fragt nach Unterstützung. Wir winken ab und wuchten Gaby zurück in den Stuhl. Eine Viertelstunde später sind wir mitten in der Altstadt und suchen uns eine Glace Beiz. Tut gut, so kalte Getränke nach diesen “Strapazen”.
Die Stadt ich recht nett und wir schlendern rund herum. Da hat es auch noch diverse Stände. Einer fällt mir besonders auf. Der Verkäufer trägt ein Hanfhemd und Hose und verkauft Schuhe. Ich erkundige mich und er sagt, alles Handarbeit. Ich staune. Sieht wirklich toll aus. Ich werde gleich die Girls vorbei schicken, sag ich ihm. Jenny und Jasmin sind wenig beeindruckt. Es hat keine mit hohen Absätzen 😉 Aber Gaby testet diverse.
Damit sie es sehen kann, mach ich eine Foto und zeig es ihr. Rechts oder Links? Links ist besser. Der Verkäufer setzt sich extra auf den Boden und passt ihr die Schuhe an. Das ist Service!
Der Hunger ist gross und so suchen wir eine Beiz. Am Hafen scheint ein grosses Fest zu beginnen und wir erfahren, dass es die drei traditionellen Tage der Insel sind, die mit dem Handel Auswärtiger vor über 500 Jahre begonnen hat. Heute ist der letzte Tag und wird mit einem Feuerwerk um Mitternacht beendet. Wir suchen aber etwas ruhigeres, den die Sau am Spiess ist noch nicht ganz fertig. Gerade unter dem Kirchturm finden wir eine lauschige Beiz. Perfekt recht für uns. Für 472 Kuna verspeisen wir einen absolut genialen Fisch. Etwas teuer aber sensationell! Dann strömen die Leute in die Stadt. Nur noch Gedränge. So machen wir uns auf den Weg zurück nach Punat. Vor dem Essen haben wir einen Wassertaxi ausfindig gemacht. Mal schauen ob er sich an die Abmachung hält und uns mitnimmt. Tatsächlich. Er ist da und wir steigen ein. Wieder so ein Speed-Taxi wie letztes Jahr in Hvar, nur etwas billiger. So rauschen wir kurz nach acht dem Dorf Punat entgegen. Alle sind aus dem Häuschen.
Das ist ja ein ganz nettes Touristen-Dorf mit netten Restaurants. Dessert ist angesagt. Wir setzten uns in eines der vielen und genehmigen uns einen Cup. Da erreicht uns gerade ein SMS von Freunden, wir sind in der Stadt Krk eingetroffen, seid ihr noch da? Leider nein. Gerade zurück, aber wir sehen uns morgen in Malinska.
Auf dem weg in die Marina sehen wir noch Folklore Gruppen die Einheimisch Tänze vorführen. Die machen das wirklich gut und sieht toll aus.
Durch die Werft steuern wir der Ulalena zu. Morgen sollten wir sehr früh weg, damit wir rechtzeitig in Malinska eintreffen. Der Stadthafen dort hat nicht allzu viele Gastplätze.
PS: Das Feuerwerk haben wir fast verpasst. Sehen aber leider nur sehr wenig davon. Schade! Es ist nicht so gross und hoch wie wir dachten.








