Gestern hatten wir noch ausgelost, wer denn heute die Landleinen losmacht. Sieben Uhr, es kommt gerade der erste Sonnenstrahl in die Bucht und ich wecke den “Gewinner” von gestern. Sever zieht bedächtig die Badehosen an und macht sich ohne zu murren auf den Weg. Oder besser auf’s Wasser.

Joel zieht schon mal den Anker hoch. Schon sind wir weg. Nach einer sehr ruhigen Nacht motoren wir zuerst um Ilovik, dann an den Inseln Losinj, Cres und Pag nach Rab. Nordwestlich soll es eine schöne Bucht mit einer Marina haben. Supetarska Draga ist der Name. Schon die Einfahrt sieht vielversprechend aus.

Aber es kommen uns tonnenweise Motorboote in Taschenformat vorbei. Die wenigsten nehmen Rücksicht auf die Segler und preschen meistens vor uns durch. Das Meer gehört ja allen, aber die sind fast eine Plage. Was soll’s. Die Kinder kümmert das wenig. Sie spielen wieder einmal Dog.

Halb eins sind wir endlich in der ACI Marina. So ganz ohne Wind macht es einfach keinen Spass. Es ist doch immer so: kein, zu starker oder auf die Nase Wind!

Waschtag ist das Motto. Das letzte Mal wurden wir verregnet und jetzt ist es stahlblau und fast 30 grad warm. Jeder packt an. Die Girls am waschen auf dem Steg und die Boys setzten die Wäscheleine übers Boot und hängen das nasse Zeugs auf. Heute sehen wir das erste mal auch Nachbarn die “unsere” Technik übernommen haben.

Den Girls habe ich noch die Aufgabe gegeben, ein Restaurant für Heute Abend zu suchen. Zuerst im Reiseführer und dann in Dorf. Hat es denn überhaupt eines? Geht mal schauen. Sie finden schnell eines. Es sollte genau auf der anderen Seite der Marina sein. Aber wie kommen wir dahin. Keine Ahnung sagen Jenny und Jasmin. Tja, ich denke es ist viel zu weit und wir sollten etwas in der nahen Umgebung suchen. Am Schluss landen wir in der Marina “Kantine”. Um halb acht ist sie schon fast voll. Sollte eigentlich ein gutes Zeichen sein. Wir kapern ein Tisch und merken sehr schnell, da sind alles Deutsche! jeder spricht deutsch. Ja sogar der Kellner entschuldigt sich, das er nicht so gute Deutsch kann. Und das mitten in Kroatien. In der Marina ist der Luxus gross geschrieben. Geberit auf den WC’s und Duschen sagt alles. Zudem ist das Personal sehr, sehr freundlich. Aber es scheint eine Art Deutsche-Schlaf-Marina zu sein und Transitgäste höchste selten.

Was soll’s. Das Essen ist einfach genial. Seht nur mal unsere Standartvorspeise 😉 (Dalamtinischer oder Istrier Rohschinken)

Joel bestellt einen keinen Topf Muscheln und wir eine feine Fleischplatte.

So schmausen wir um die Wette.

Das nächste Mal versuchen wir aber die andere Seite der Bucht zu besuchen. Dort hat es laut Führer tonnenweise Super Beizen.

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