Pantera. So heisst die Buch die wir immer gerne anlaufen. Es sind etwas mehr als 20 Seemeilen, aber die wollen wir sehen. Es ist sicher der südlichste Punkt auf den diesjährigen Törn. Heute ist Halbzeit und wir sollten dann Richtung Norden die verpassten Inseln besuchen.

Diese Nacht schlafen wir alle sehr gut. Es ist sehr ruhig und das Meer vor Olib gleicht einem See oder besser einem Spiegel.

Wie war das nochmal vor zwei Tagen? Kaum zu glauben. Halb neun und ich binde die Boje los. Ab geht’s in den Süden. Um die Insel Olib, zwischen Skarda und Ist durch und entlang von Molat zu nördlichen Bucht der langen Insel (Dugi Otok). Zur Mittagszeit treffen wir in dieser wunderschönen Bucht ein. Wie immer hat es mehr als genug freie Bojen. Eigentlich fast nicht zu glauben. Heute wollen wir den Leuchtturm, übrigens der Grösste der ganzen Adria, besuchen. Er ist ganz in der Nähe. Mit dem Dingi geht’s ab zum Steg, bei dem wir ganz in der Nähe eine Boje gekapert haben. Durch eine Baumallee gelange wir direkt zum Turm, oder fast. Irgend welche Nachtbuben haben dem Wegweiser die falsche Richtung gegeben und so irren wir eine halbe Stunde hin und her, bis wir diesen grossen Turm endlich finden. In dem Wald kann man das Ding einfach nicht finden ;-). Wer kein Kopf hat (und vorher schaut in welcher Richtung er ist) hat Füsse, würde hier sehr gut passen.

Aber es hat sich gelohnt! Einfach Genial diese Aussicht und natürlich dieser Turm.

Wir geniessen alle diese Ruhe und die Aussicht. Das Meer ist halt schon sehr, sehr schön.

Leider können wir ihn nicht besteigen. Er wird als Wohnung vermietet und jetzt sitzt gerade eine gross Familie im Garten und ist am Grillen. Die Kids haben aber schnell einen Ersatz gefunden und vergnügen sich mit den beiden Baumschaukeln. Girls just want to have fun!

Retour bei der Büx, wollen wir uns nur kurz umrüsten und mit Schnorchel und Flossen bewaffnet das nahe gelegene Wrack erkunden. Alle sind dabei. Zuerst zum “Innenriff”, dann über Stock und Stein ans “Aussenriff” und kurz zum Wrack paddeln. Der Dingi-Motor ist immer noch ausser Gefecht. Leider. Der hat zu viel Salzwasser geschluckt. Es funkt bei Ihm einfach nicht mehr so richtig. Nach einer halben Stunde intensivem paddeln, nicht sooo wie ich es dachte, bei den einen geht’s viel besser (gerade) als bei den andern (Schlangenlinie mit Drehungen), kommt uns ein Fischer entgegen. Er wettert und verschlägt wild die Arme. Wir werden unsicher. Es geht kein Schiff näher ans Wrack. Alle haben einen gesunden Abstand. Dürfen wir da gar nicht hin? Ist es zu gefährlich? Die Wellen werden immer unruhiger und so beschliessen wir zu Gaby, die hübsch am Strand auf uns wartet, zurückzukehren. Die Landung gelingt trotz des spitzen Riff perfekt. Auf der anderen Seite paddeln Gaby und ich seelenruhig zur Ulalena zurück und die Kids schwimmen um die Wette. Oder fast jedenfalls.

Sever und Jenny basteln zum Z’nacht einen genialen Wunderkrapfen und mit etwas Wein, baden und vor allem relaxen beenden wir den schönen Tag. Es tut einfach gut.

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