Uuu, ist schon sieben? War das eine kurze Nacht! Der Hals kratzt extrem. Hat es jetzt mich auch noch erwischt? Wir sollten los. Dieses kleine Dorf Moraira war wirklich eine gute Station. Hat Spass gemacht. Nun aber los, schon fast acht und so stosse ich die Ulalena leicht vom Steg ab. Schubs und weg sind wir.

Ablegen von der Moraira Marina

Der erste Höhepunkt kommt schon näher, der Penon de Ifach mit seinen stolzen 328 Metern. Der Tee ist fertig, so geniessen wir beim umrunden des gewaltigen Klotzes das heisse Getränk.

Penon de Ifach

Vorbei an Altea, wollten wir eigentlich noch hin, und Benidorm ziehen wir mit wenig Wind gegen Süden.

Die Kirche von Altea mit dem Punta del Albir im Vordergrund

Die Gegend mit den Bergen im Hintergrund ist wirklich schön, nur die komischen Gebäude übertrumpfen leider das ganz Bild. Schon bald umrunden wir das letzte Kap für Heute. Cabo de la Huerta, kurz vor Alicante, ist auch geschafft.

Cabo de la Huerta

Nun hilft der Wind noch etwas mit und so segeln wir gemütlich der elend langen Aussenmole vom Hafen von Alicante entlang.

In Richtung Alicante

Wo ist den hier der Eingang. Gaby wird ungeduldig. Du mit deinen Schätzungen, wir sind noch lange nicht da. Doch, da ist das Leuchtfeuer endlich. Rein gehts!

Hafeneinfahrt von Alicante

Die lange Einfahrt bis zur Marina wird mit der Ansicht einer Replik vom 18. Jahrhundert verkürzt. Die Santisima Trinidad war ja seinerzeit das Beste vom besten.

Die Santisima Trinidad

Schon da. Wir legen am Wartequai an und tanken noch eine Rund. Der Yanmar hat grossen Durst dieses Jahr. Irgendwie fehlt immer mal wieder der obligate Wind. Dann kann ich auch noch kurz auf der Office einchecken. Alles klar und hier ist noch das Paket für sie. Genial! Danke, dazu gibt es noch einen Stadtplan für die Marina und ihr Platz ist da, Foxtrott 38. Sie macht ein Kreuz. Und wie kommen wir dahin? Sie zeichnet den Weg zu unserem Parkplatz. Wow, das ist das erste Mal, das wir eine Karte bekommen, sage ich zu ihr. Sie lacht nur. Alles bereit und los geht die Suche. Alles aussenrum, vorbei an der Promenade! Sie aber ganz toll aus.

Promenade von Alicante

Es dauert ewig, bis wir endlich da sind. Das Schild, finden wir nicht. Nur der Marinerio winkt uns zu. Ich bin das Schild, sagt er nur 😉 Der Platz ist gewaltig. Mitten in der Stadt, näher geht’s nun wirklich nicht!

Foxtrott 38, mitten in der Stadt

Mann ich brauch eine Pause. Der Hals kratzt und es ist irgendwie die Puste weg. Gaby ist wieder Super fit und nun habe ich ihr “Leiden” übernommen. Hmm, etwas Echina-Force hilft immer. So gurgle ich wie ein Grosser. In die Stadt? Nö, viel zu weit. Wir setzten uns in das erst beste Resti in der Marina und lassen uns einen Salat mit Huhn kommen. Wow, seit ihr sicher? Das Ding ist gewaltig gross. Ausgerechnet Heute, keinen Hunger und jetzt so was. Gaby verputzt das meiste. Dann ab ins Bett und auskurieren. Morgen, morgen basteln wir erst einmal. Windmesser und den Batterielader müssen eingebaut werden.

Geschlafen? Schlecht, der Hals hat die ganze Nacht keine Ruhe gegeben. Nur ein paar Fisherman’s Friend helfen da. Duschen, steht auch noch auf dem Plan. Alles zusammenpacken und zu den grosszügigen Räumen. Passt wieder einmal perfekt. Dann noch etwas Leim für die restlichen Teppiche für den Schrank kaufen und schon geht das basteln los. Der Wind ist gar ruhig, so entere ich zuerst den Mast. Am Seemansstuhl das neue Teil. Alles perfekt. Einen kurzen Halt beim Radar und ein paar Kabelbinder ersetzten. Oben angekommen, ich kann’s gar nicht recht sehen, wo ist meine Brille? Ich hatte sie doch um? Weg! Auf dem Deck? Nichts. Weg und ins Wasser, Sch……. Irgendwie kriege ich alles über den Tastsinn hin und kann noch ein paar Bilder schiessen.

Auf dem Mast

Kurz den Wind testen? Läuft! Super. Dann ab in den Elektroraum und den neuen Lader einbauen. Passt auch hier alles, funktioniert auch alles. Ich bin wieder glücklich 😉 Dann zum Schluss noch die restlichen Teppiche reinkleben und ich bin völlig geschafft. PAUSE! Ich muss mich kurz hinlegen. Gaby ruft aber schon wieder, ich will in die Stadt. “Leg di a!” Geh nur kurz duschen, dann komme ich. Rein in die langen Hosen und schon spazieren wir, diesmal auf der anderen Seite der Promenade, zur Stadt. An der grossen Kirche vorbei und nur kurz rein. Da ist gerade einen Gottesdienst im Gang. Wir setzten uns. Irgendwie aber keine Predigt. So bestaunen wir dieses wirklich schöne Gebäude von innen. Was sagen sie da? Was geht hier ab? Frage ich Gaby. Sie zuckt nur mit den Schultern. Also raus und ins nächste Resti. Fleisch, Muscheln, falsch, ganz falsch bestellt. Es schmeckt nach nichts! Ich habe überhaupt keinen Geschmack. Gaby geniesst inzwischen das Steak. Glücklich? Aber wie, alles da, alles eingebaut, alles fertig. Nur dieser Hals und die Nase. Aber das kriegen wir auch noch hin 😉
Kulturtag! Gestern Montag war ja alles zu, also die Museen und so. Heute, alles offen. Das erste ist das VOR-Museum. Letztes Jahr sind die Rennboliden von hier aus um die Welt gestartet. Eigentlich wollten wir dann auch hier sein, aber jetzt ist es auch ganz recht und so sehen wir uns die Geschichte dieses Rennens der Rennyachten um die Welt an.

VOR-Musem neben der Marina

Ich kann nicht genug davon sehen, lesen und regelrecht aufsaugen. Diese Typen die da mitmachen haben einfach einen Knacks in der Schüssel. Zwei, drei Wochen Vollgas und am Schluss sind es ein paar Minuten Unterschied. Grausam, aber höchst interessant. Dazu ist die Rennleitung hier in Alicante und steuert von hier aus den Event. Das Museum war echt beeindruckend. Ein T-Shirt ist natürlich ein MUSS 😉
Weiter gehts. Die Burg hoch oben über der Stadt ist als nächstes dran. Zum Glück ist da ein Lift, der einem ganz nach oben fährt. Gute Idee. Endlich muss ich nicht immer schieben. Vorbei an der Werbung für das VOR.

VOR-Werbung mitten in der Stadt

Der Lift ist schnell gefunden, aber ein grosses, grosses Schild hängt am Eingang. Wegen Wartungsarbeiten Heute leider geschlossen! Super, also doch schieben. Das Händy hervor und nach dem Weg suchen. Da hintenrum. Schieben! Rund um den Berg und rauf auf den Berg. Castillo de Santa Barbara wir kommen. Ich schnaube wie ein Ross. Weiter geht’s nimmer, bestaunen wir fast endlos, wortlos die Aussicht.

Atem-, Wort- und Endloses Staunen

Der Norden, von hier sind wir gekommen.

Der Norden von Alicante

Da sind wir momentan und gehen dann da weiter gegen Süden.

Marina, Hafen und der Süden von Alicante

Puste? Es kommt wieder langsam. Und Heute, ausgerechnet Heute wollte mir niemand helfen. Ein einziger hatte erbarmen mit mir und wollte mich beim runtergehen unterstützen. Aber runter ist nicht soooo anstrengen. Danke. Dann wieder rund um den Berg und in den Vodafone-Shop. Das Abo ist schon wieder abgelaufen und sollte erneuert werden. Machen wir, oder besser wollen wir. Dreiviertel Stunden warten wir. Ein Kunde will vermutlich ein Haus kaufen! Die anderen zwei Mitarbeiter wollen nichts von uns wissen. Dann, endlich hat eine ein Einsehen und innerhalb von fünf Minuten sind wir draussen. Der Schweizer in mir ist halt immer noch präsent. Gaby hat da keine grosse Mühe damit. Weiter durch die Stadt zum Amarino! Ein Eiskaffee essen. Wir haben es uns redlich verdient 😉 Fertig für Heute und zurück zum Schiff durch die zum Teil herrlich dekorierten Gassen.

Herrlich dekorierte Gassen von Alicante

Am Abend schlendern wir über die wundervolle Promenade zu “unserem” Resti. Diese Stadt ist schön, wir haben aber noch keine Freundschaft mit ihr geschlossen 😉

Promenade von Alicante

Das Essen wird ganz lustig. Wir sind die einzigen und lassen es uns gut gehen. Aber die Bedienung und der Chef hat ganz andere Sorgen und so stehen wir jedesmal auf, wenn wir was wollen. Dem Chef ist das Ganze ganz und gar nicht recht und bringt uns als Entschuldigung einen Coretto-Schnapps oder so. Kein Ahnung was es ist, aber meinem Hals hilft es auf jedenfall. Riechen? Das kann ich immer noch nicht und auch Gaby findet die Zutaten nicht raus. Danke!

Weiter, weiter. Morgen wollen wir schon wieder weiter. Das Wetter ist auf unserer Seite und das wollen wir ausnützen. Irgendwie eine coole Stadt mit genialen Orten. Gefunden, haben wir sie irgendwie nicht oder war ich einfach zu “schwach” dafür?

Leave A Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *