Eigentlich ist fast jeden Tag Theo bei unserem Boot, Unterwasser, und spachtelt, schleift oder misst was. Ist was nicht so wie es sein sollte oder der Chef braucht ihn, ist er auch schon wieder weg. Er sagt mir aber immer ganz genau, was, wie und wo er was macht und was als Nächstes kommt. Aber es dauert halt ewig! Der Kiesplatz geht uns langsam auf den Keks 😉 Alle Leute die wir treffen sind Super nett und haben immer Zeit für einen Schwatz oder auf dem Büro für ein offenes Ohr.
Aber gute Neuigkeiten Heute! Wir haben endlich einen Termin für die Wasserung. Es soll im laufe des Tages vom 11. Mai sein. Das geht aber immer noch zweieinhalb Wochen! Leider ist dazwischen noch Ostern und Tag der Arbeit, den die Griechen kurzerhand auf den 3. Mai verschoben haben. Das ist doch was, nicht wie wir Schweizer an einem Sonntag!
Die Liste für die Ulalena ist aber immer noch nicht fertig und es hat noch viele Punkte zu erledigen. Heute muss, darf ich auf den Mast. Das Dampferlicht gibt einen Alarm von sich. Alles montieren, sichern und anhängen und schon “fliege” ich dem Mast empor. Die Aussicht – wo sind den die Bäume vor lauter Wald?
Und unsere Büx schön brav unter mir.
Der Fehler ist schnell gefunden. Das “Birli” ist ganz schwarz. Hmm. Aber als ich die Fassung aufmache, habe ich tausend Teile in den Händen. Schon wieder eine neue Fassung kaufen. Runter und ab in den Shop. Da bin ich ja mittlerweile bekannt wie ein bunter Hund. Auch haben wir schnell das Richtige gefunden und 10 Minuten später montiere ich auf 20 Meter das neue Ding. Wieder runter und test, test, test! Alles wieder i.O.
Auch machen wir immer mehr “Ausflüge” in die Nachbarschaft. Stuhl mit Töff und Gaby schön einpacken und schon wandern wir durch die Gegend. In der Nähe hat es einen grossen Teich, Sumpf, Moorsee und den wollen wir umrunden.
Es windet (Gaby: wie die Sau) zwar recht heftig, aber wir haben Spass und geniessen die “Schiff-Freie-Zone” sehr. Es hat viele Gewächshäuser mit Tomaten. Überall sind sie am ernten und winken uns zu, wenn sie uns erblicken.
Dann kommt das Metall dran. Alle Relingstützen, Badeplattform und sonstiges glänzendes Zeugs reibe und reinige ich mit einem spezial Metallreiniger. Neuerdings auch mit Hilfe einer Zahnbürste. Sonst nur mit dem Zeigefinger, da geht alles weg und nach dem polieren sieht es wieder wie Neu aus.
Auch das neue Ruderlager ist endlich eingetroffen. Von Hand gefertigt und extra von Athen kommen lassen. Was das wieder kosten wird? Passt aber Super. Mal sehen ob die Schrauben noch passen.
Dann ein Gewitter, Front, Wind Alarm. Es soll mächtig windig werden. Wir verschanzen uns im Boot, wollen aber doch noch kurz einen Kaffee genehmigen. Wow, da kommt es aber mächtig dick!
Böen und Regen prasseln dann die ganze Nacht aufs und ums Boot. Wir im schön warmen, kuscheligen Bett am lesen. Keine Sorgen wegen den Leinen, Anker etc., dass kommt dann schon noch 😉
Bevor wir ein Auto für die Feiertag mieten, widme ich mich nochmals ausführlich dem Generator. Es ist schon fast eine Hassliebe entstanden. Bin aber selber schuld. Er lief vor drei, vier Jahren einwandfrei, habe ich aber total vernachlässigt und jetzt will er einfach nicht mehr. Neues Benzin und sogar einen neue Kerze bringen nichts. Kein Mucks! Ich kenne mittlerweile jede Schraube und jede Mutter, aber das hilft alles nichts. Ich muss wieder einmal Hilfe holen. Mal schauen ob die Profis was finden.
Nach einem kurzen, windig, kalten Spaziergang setzen wir uns wieder einmal ins Marina Restaurant und lassen uns verwöhnen. Die kennen uns natürlich schon in und und auswendig und fragen nur noch nach dem Essen. Das Getränk wir mit Rohr und allen Schikanen direkt geliefert.
Ja und den Flying Dolphin haben wir fast vergessen, denn haben sie auch noch kurz auf Vordermann gebracht und wollen ihn jetzt zu Wasser lassen. Schon ein riesen Ding!
Wir können nur staunen.