Wow. Sind wir heute spät dran. Gaby will noch Spiegeleier und nach dem feinen Zmorge und dem obligatorischen Abwasch, ist es schon halb zehn bis wir ablegen können. Das Wetter hat sich definitiv gebessert, aber es kommt ein “schücher” NE-Wind über’s Dorf. Hoffentlich in zu streng, denn genau dort wollen wir hin.
An den architektonisch “schönen” Hotels vorbei verlassen wir die geschützte Bucht von Bozava.
Aber Oha. Kaum sind wir aus der Bucht und drehen in Richtung Norden, bläst uns auch schon eine schöne Briese um die Ohren. Das Meer ist zwar noch ruhig, aber weiter draussen sehen wir schon die weissen Spitzen. War das eine Gute Idee? Es sind ja nur etwas mehr als fünf Meilen. Der Wind schnellt hoch bis 18 Knoten und bremst etwas. Ohne Probleme laufen wir aber nach Molat ein. Hier waren wir noch nie. Soll ein nettes Dorf sein und eine Super Beiz soll es auch geben.
Da ist ja überhaupt nichts los! Es ist nur ein Segler da. Wo sind den all die lieben Charterer? Die tauchen sicher noch auf. Das Dorf sieht ganz nett aus. Ist aber alles zu.
Wir sind also auf Molat im Hauptort Molat. Wir suchen nach der Beiz. Auch zu, soll aber um fünf aufmachen. Sieht von aussen Super aus.
Spazieren ist angesagt. Es gibt ja auf der anderen Seite der Bucht ein weiteren schönen Ort mit vielen Bojen. Brgulje soll aber auch Plätze mit Mooringleinen, Strom und Wasser haben. Statt mit der Büx, laufen wir Heute. Die Strasse ist 1A und kein Mensch ist unterwegs. Schon nach einer viertel Stunde erreichen wir das Dorf Brgulje. Schön beschaulich liegt es auf dem Hügel in der Mitte der Insel. Eine schnusige Kirche steht mitten im Dorf.
Zum Hafen sind es nur noch ein paar (hundert) Meter runter. Da ist es nun. Wir sind etwas enttäuscht. Ein paar Segler an den Bojen und einer am Kai. Sonst leer.
Alles zu und kein Mensch zu sehen. Alles schon dicht. Hätte sich also nicht gelohnt hierher zu schippern. Auch beide Beizen sind zu.
Wir drehen um und laufen die tolle neue Strasse zurück. Die im Dorf kennen uns natürlich schon und winken, als wir schon wieder kommen. Dober dan! Dann sehen wir schon von weitem den Kirchturm von Molat.
Wir schlendern durch das wirklich schmucke Dorf und schauen auf den Hafen runter.
Als wir im Hafen ankommen ist schon einiges los. Ich versuche den Neuankömmlingen beim Anlegen zu helfen. Fast geht’s schief, denn beim hochheben einer Mooringleine wird eine zweite direkt unter die Schraube gespannt. Motor aus und so können wir den “Schaden” in Grenzen halten. Leider hat ein Kat nicht so viel Glück. Als wir noch nicht da waren, ist ihm eine Leine wunderschön aufgewickelt worden. Sie zerren und tauchen. Nichts hilft. Ich biete meine Hilfe an und gehe wieder einmal tauchen. Ja, das sitzt aber Super fest. Übereinander und feste angezogen. Einen Leerlauf gibt es scheinbar nicht und so muss ein “Taucher” kommen. Der säbelt für einen Haufen Geld einfach die Leine durch und hängt sie wieder zusammen. Ist alles draussen? Es scheint so. Dass hätte ich auch gekonnt 😉
Kurz eine Dusche auf dem Boot, denn die Marina, Hafen ist geschlossen und es gibt kein Wasser, Strom oder Sanitäranlagen. Kein Problem und so machen wir uns auf den Weg zur Beiz. Wir ziehen uns eine Goldbrasse rein. Erste Klasse, aber noch besser ist der Tintenfischsalat! Ein Gedicht mit Kichererbsen und Oliven garniert, serviert auf einem schwarzen Teller. Dazu der Sonnenuntergang! Man, werden wir das vermissen …











