Sensationell haben wir alle geschlafen. Kein Wind, keine Wellen und keine Motoren.

Anker auf und weg sind wir. Heute müssen wir nur noch etwa 30 Meilen machen. Wir wollen einfach in die Nähe von Split, damit Joel den Flug nicht verpasst. Wenn was passiert, kann er immer noch mit einer Fähre oder Wassertaxi zum Flughafen.

Wieder eine Bucht ist gewünscht. Im Frühling waren wir bei nasskaltem Wetter auf der Insel Sv. Klement und haben die Geschichte darüber gelesen. Als es kurz aufgehört hat zu regen, machen wir einen Spaziergang und fanden eine Super Beiz. Jetzt war der Zeitpunkt und das Wetter ideal.

Kein Wind, keine Wellen. Wir geniessen es auch so. Ein wachsames Auge muss aber auch jetzt sein. Es ist viel Betrieb auf dem Wasser und jeder denkt, der andere schaut ja schon.

Das waren noch Zeiten. Mit diesem Ding sind sie über den Atlantik gesegelt. Wahnsinn.

Auch die Stadt Hvar lassen wir liegen und steuern unsere Bucht an.

Da ist sie nun. Aber was ist das? Gibt es da etwas Gratis? Pumpen voll. Hat es da noch Platz für uns? Anker in der Mitte ist uns zu heikel, aber wir wollen trotzdem bleiben. Diese Beiz müssen wir einfach im Sommer sehen. Da läuft gerade ein grosses Touri-Boot aus und wir können den Super Platz erben. Kampfschwimmer bereit? Anker runter und retour an die Felsen. Joel springt mit den Leinen ins Wasser und ich versuche die Stellung zu halten. Er findet eine Leine um einen Baum und da befestigt er unsere. Fünf Minuten später stelle ich den Motor ab. Guter Platz, aber was wollen den diese viele Boote alle hier? Baden? Essen?

Diese Bucht, sei heisst Vinogradisce, ist wirklich im Trend. Da muss man einfach hin. Man kann einfach nur hoffen, dass das Wetter bleibt. Sonst gibt es hier ein mittleres Chaos. Die stapeln die Boote regelrecht und es kommen immer mehr und finden einen Platz. Wahnsinn.

Die ersten Crew setzten schon zum Restaurant über. Wir sollten auch los, denn eine Reservation haben wir nicht. Kurz vor sieben schmeisse ich Gaby ins Dingi. Joel steuert uns an den Steg und ich suche nach dem Eingang in’s Toto’s. Tatsächlich erhalten wir noch einen Tisch. Es ist zwar alles ausgebucht, aber weil wir so früh sind, erhalten wir den Letzten.

Die Beiz ist einfach grandios. Sie erinnert uns an das Rainforest-Café in den Staaten. Wunderschön angelegt und die einzelnen Tische vom Bäumen und Sträuchern abgetrennt. Ein Traum. Auch die Aussicht auf die vielen Boote ist toll.

Unser Tisch ist etwas zurück, gefällt uns aber ausserordentlich.

Wir bestellen wieder einmal einen Fisch. Sie haben sogar einen St. Peters Fisch. Gerade recht für drei. Gebongt. Dazu etwas Härdöpfel und Mangold. Zur Vorspeise probieren wir ein Tunfisch-Tartar. Super lecker.

Das hat sich wirklich gelohnt hier her zu kommen. Im Juni oder September währe es etwas ruhiger, aber für uns stimmt es perfekt.

Spät setzen wir mit dem Dingi zur Ulalena über. Ich sitze noch lange im Cockpit und schaue mir die Boote, Bucht und die viele Lichter an. Irgendwie wunderschön in diesem Chaos.

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