Zum Kastell muss man mit dem Taxis fahren. Der Weg ist zu steil. Kann nicht sein. Ich schaue im Google Maps nach und der Weg macht nur ein paar kurven und schon ist man oben. Los geht’s. Bis über die ersten Hausdächer ist es ein leichtes. Auch zur Kirche ist es nur etwas steil, aber holperig. Hier machen wir Pause und geniessen die ersten Blicke über die Stadt.
Nur noch eine Kurve dann sollten wir oben sein und den Höhenweg folgen können. Tatsächlich wir die Strasse immer flacher, aber als ein Einheimischer uns sagt, dass es Steil wird, werden wir schon etwas stutzig. Weiter geht’s. Dann der Schlussanstieg. Der hat’s in sich. Vor uns sehe ich ein Paar Leute, die pause machen und die wollen wir überholen. Nix da. Fast eine halbe Stunde vergeht, bis wir endlich nach langen Pausen das Kastell erreichen. Ich bin am Anschlag und brauche eine längere Rast. Tickets müssen wir keine kaufen, nur die Gratistickets entgegennehmen und dann legen wir uns unter die Bäume.
Nach einer weiteren halben Stunde ist der Puls wieder normal und wir können die Gegend beaugapfeln. Gaby wuchte ich noch kurz auf den letzte Hügel – wow.
Wir rollen weiter bis zum höchsten Punkt und haben einen grandiosen Ausblick nach Süden. Flughafen und der grossen Bucht mit unserem Ziel am Montag, Keri.
Die ganzen Gemäuer sind ja ganz spannend. Auch die Geschichte über die letzten Bewohner des Kastell, den Engländern, ist in Ordnung. Aber die Aussicht ist das Beste.
Am Schluss schlägt der Nordturm alles! Da muss man einfach hin.
Jetzt ist aber endgültig fertig. Durst haben wir schon lange, denn die Flasche ist schon längst leer und jetzt müssen wir was haben. Weiter unten finden wir eine grandiose Beiz mit Blick – auf die Stadt.
Das erste Bier lebt gerade mal zwei Minuten. Die Serviertochter staunt nur, als sie erfährt, das wir den Weg zu Fuss hochgekommen sind und bring noch eine Flasche. Wir bleiben ein paar Stunden und geniessen die Aussicht. Grandios!
Als die Sonne langsam versinkt, nehmen wir den Weg noch einmal. Aber diesmal ist es nicht ganz so streng. Zehn Minuten brauchen wir nur bis zum Hafen. Alles auf die Ulalena versorgen und ab an den nahen Strand. Der ist gerade hinter dem Pier. Ideal! Das Salz kurz abduschen und schon sind wir bereit für’s Znacht. Bei der Dionisis Kirche haben wir eine nette Beiz gesehen. Die besuchen wir.
Schon der Empfang ist sehr, sehr freundlich. Als sie erfahren, das wir schon seit drei Monaten im Land sind, testen sie unsere griechisch Kenntnisse. Das ist aber mager, scherzen sie, als wir nach zehn Worten schon schlapp machen und überreichen uns einen Spickzettel. Das Essen ist Super und die Bedienung sehr herzlich. Da müssen wir nochmals hin.
Jetzt ist es aber Zeit für’s Kino. Genau. Gestern waren wir bei einem Freiluftkino vorbei gekommen und um elf soll das Schneewittchen laufen. Der Film ist gut gemacht, aber nichts für mich, stellen wir am Schluss fest. Sehr, sehr müde rennen wir fast zur Büx zurück. Dann plötzlich bellen uns freilaufende Hunde an. Wir erschrecken recht heftig. Zum Glück bellen sie nur. Gute Nacht.








