Aussen ist die Büx ja seit Ostern fertig, aber die Elektro-Installation muss in den nächsten paar Tagen daran glauben. Nach ausführlichen Tests im Winter, war’s jetzt endlich Zeit für den Einbau. Habe ich wirklich an alles gedacht? Sind alle Kabel richtig und in der exakten Länge? Passen den alle Akkus rein?
Kaum sind wir von den Staaten zurück, zieht es uns wieder in den Süden. Kurz nach Mitternacht fahren wir in die Marina ein. Montag früh, alles ist ruhig, alles dicht und alles Okay. So legen wir uns rasch schlafen. Die Fahrt war nicht so einfach. Zwischendurch hat es recht heftig geregnet.
Morgen geht’s früh raus. Anmelden in der Office, Wlan Access kaufen, Brötchen und diverse andere Esswaren einkaufen und alles bereit machen fürs Arbeiten. Über Mittag machen wir die ersten Vorbereitungen für den grossen Umbau nach Feierabend. Messen, messen und schauen was das alles reingehen soll! Erste Zweifel kommen auf …
Endlich geht’s los. Bis spät in die Nacht “rupfe” ich die alten Anlagen raus. Batterien, Ladegräte und vor allem Kabel. Man, hat viele “Leichen”! Wo geht das den hin? Für was ist das? Ein Kollege hat mir gesagt, einfach alles abhängen, dann siehst du schnell was nicht geht. 😉 Aber da hat es noch was interessantes?
Muss irgend ein Relais sein. Was braucht den sooo viel Strom? Schau mal die dicken Kabel! Die Ankerwinsch! Genau Gaby, das haben wir ja auch noch. Jetzt hätte ich das Ding fast ausgebaut und fortgeworfen. Glück gehabt.
Dienstag Morgen. Es regnet in strömen und ist nur gerade 15.7 °C. Super. Genau jetzt, da wir allen Platz der Welt brauchen. Denn es ist immer noch alles offen und ich mache alle fünf Minuten neuen Haufen. Dann suche ich wieder ein Werkzeug oder sonst Ding. etc. Gaby amüsiert sich köstlich!
Plötzlich mitten am Telefonieren, fliegt ein Akroflieger über die Marina. Ja stimmt ja. Heute ist ja auch noch die grosse Eröffnung der Internautica. Was für ein Wetter. Aber jetzt haben wir keine Zeit dafür. Zuerst das Geschäft, dann die Kabel.
Bis um Mitternacht wird gebastelt. Alle Kabel habe ich nun an die neuen Akkus angeschlossen. Diese AGM laufen ganz flott, denn mit dem neuen Ladegerät habe ich nun endlich einen Super Shunt eingebaut. Der zeigt genau was gebraucht wird und wie geladen wird. Auch die Anzeige funktioniert perfekt. Schaut gut aus. Aber als wir uns um halb eins ins Bett legen, rauscht es recht laut an unseren Köpfen. Was ist denn das? Der Regen ist zwar immer noch da, aber das ist was anderes. Auch der Kühlschrank schaltet sich machmal ein, aber das muss was anderes sein. Also wieder hoch und nachschauen. Es ist der neue Lader. Hmm, der sollte sich doch automatisch abschalten? Jetzt brauchen wir Schlaf und so schalte ich ihn kurzerhand ab. Das ist viel besser.
Mittwoch: Heute mache ich etwas früher Feierabend, denn die Akkus müssen eingebaut werden. Alles abhängen und die Blocks einbauen. Passt ja fast. Habe ich nicht richtig gemessen? Etwas würgen und wums geht auch die mittlere rein. Leider bin ich nicht genug schnell und sie rutscht das schwere Ding über meinen Daumen an seinen Platz. Perfekt! Gaby lacht sich zu Tode und ich pflege meinen blauen Daumen.
Weiter geht’s. Ich schliesse alles wieder an und dann werden die ersten Tests gefahren. Sieht doch gut aus …
Alles passt und läuft. Licht? Ok. Motorstarter? Ok. Anker? Ok. Batterien? 100% voll und auch die Solarzellen laden. Was will man mehr? Essen! Genau. Jetzt aber ab ins Laguna. Das haben wir uns verdient.
Donnerstag: Heute ist Feiertag. Früh auf und frische Brötchen geholt. Und los geht’s. Das neue Instrument wird an sein richtigen Platz montiert, der VHF Funk wird über die Sicherung angehängt, die Ausseninstrumente werden ans Tableau angeschlossen und vieles mehr. Dann wird ausgiebig getestet. Autopilot, WC, Solar, Licht? Es geht einfach alles. Ich richtig stolz!
So können wir Heute ja schon wieder nach Hause. Aber die Ausstellung müssen wir uns doch noch ansehen. Wir werden sehr positiv überrascht. Sehr viele Aussteller. Natürlich die Boote selber, aber vor allem tonnenweise Zubehör-Läden haben sich hierher verirrt. Vor allem aus Kroatien kommen viele hierher. Macht Spass. Die Boote sind nicht gerade für uns. Gross, teuer und ohne Segel. Wir besorgen uns viele Adressen für allfällige Läden oder Shops.
Jetzt müssen wir aber los. Es ist schon nach fünf. Kurz abmelden und weg sind wir. Wir fliegen richtig nach Hause. Sechs Stunden und eine viertel, dann liegen wir in Bett. Tja das war richtige Schwerarbeit, aber es macht unheimlich Spass. Mal wieder was mit den Händen zu machen und es nachher auch zu sehen!



