Überwintern – Pause

Was keine Reservation? Ja wir sind voll? Hmm, können wir da nicht was machen? Wir schauen mal. Dass sind die Antworten am nächsten Morgen im Office der Menorca Marina. Wo sind sie denn jetzt genau? Keine Ahnung, ist noch niemand gekommen. Ich frage den Marinerio – die 417 ist noch frei! Danke, wir kommen gleich.

kurz geschlafen

So verlassen wir unseren kurzen Nachplatz und verholen uns in die Marina. Aber die 417 ist irgendwie besetzt? Wir machen das und schon liegen wir am Steg. Durchatmen! Essen, duschen und vor allem Pause machen. Die Sonnensegel aufspannen. Gaby braucht etwas Ruhe. War doch etwas zu viel Heute und die Nacht war auch viel zu kurz. So laufe ich kurz in die Stadt hoch und versuche das Internet zum laufen zu bringen.

unsere marina

Die in Italien haben doch gesagt, kein Roaming mehr und es sollte laufen. Tja, geht aber nicht. Die nette Frau im Vodafone-Shop sagt nur, ja das ist leider so, aber jetzt haben, bekommen sie eine SIM-Karte, die in ganz Europa, EU läuft. Somit kaufe ich schon wieder ein neues Abo. Dafür läuft das Ding auf Anhieb. Kein warten. Schön. So renne ich fast zurück zur Ulalena und der schlafenden Gaby.

altstadt

Die Wäsche vom Mittag ist auch schon fast trocken und so bleiben wir auf dem Boot und kochen Reis mit Fruchtsalat. Dann entbrannt eine heftige Diskussion. Wie, wo, was wollen wir in den nächsten Tagen, Wochen und Monate machen? Weiter wie bisher, die Balearen auslassen oder den Winter in den Bergen verbringen? Gaby hat immer heftigere Schmerzen am Hintern und kann kaum noch im Stuhl sitzen. Somit können wir unsere Touren durch die Dörfer, Städte und Museen nicht mehr wie gewohnt machen. Eigentlich viel zu schade. Also suchen wir nach einem Platz für unser Gätzi für den Winter. Die Suche geht los und so lassen ich gleich ein paar Gesuche übers eMail fliegen. Mal schauen wie schnell die kommen. Auch hier in Menorca soll es eine Möglichkeit für einen Platz geben. Im Wasser geht das Ganze aber nicht. Die ganze Anlage, also vor allem die Stege, werden komplett umgebaut. Also nur auf dem Beton.

Am nächsten Tag gehen wir wieder einmal posten. Früchte haben wir fast keine mehr und auch sonst fehlt es an vielem. Brot, genau Brot hatten wir auch schon länger keines mehr. Die Bäckerei auf dem Weg ist voll. Gestossen voll. Ich stehe hinten an oder besser, man sagt mir wer der Letzte ist und dann komme ich. Zehn Minuten später bin ich dran oder besser, währe dran. Eine Frau drängt sich vor. Aber oha, alle reklamieren und geben mir den Vortritt. Cool. Die Sachen sehen einfach zu gut aus, ich kann fast nicht widerstehen. Die Tasche ist fast schon voll. Beim Gemüser sieht’s fast genau gleich aus. Wieder einmal Avocado sind im Angebot und die überaus feinen Feigen hat’s auch. Fertig lustig. Keinen Platz mehr in der Tasche und vorne auch auf dem Schoss von Gaby nicht. Wir suchen ein Café und bestellen einen komischen Kaffee. Ist nicht so gut, dafür ist Gaby’s Smoothy nicht schlecht.

cafe

Diese Gassen und Häuser, hat etwas ganz verrücktes und es gefällt uns auf Anhieb sehr gut. Da bleiben wir. Über die Schlangenstrasse geht’s wieder zurück zur Marina, die ganz, ganz hinten im Fjord liegt.

schlangenstrasse

Am Abend suchen wir eine Beiz. Nur was kleines und nicht zu weit weg. In die Erste setzen wir uns gleich rein. Jazz-Club akelarre heisst das Ding und die Leute sind wunderbar nett. Ein genial feinen Sommersalat, dazu Carpaccio für Gaby und Venusmuscheln für mich. Wir sind total überrascht. Hätten wir absolut nicht gedacht. Genial fein, dazu ein feines ungefiltertes Bier von der Inseln. Da gehen wir morgen wieder hin 😉

Heute wollen wir einen Supermarkt und vor allem das NauticCenter suchen. Nach einer guten halben Stunde stehen wir vor dem Laden. Hat aber rein gar nicht von unserer Liste. Schade. Dahinter ist aber gleich der Supermarkt und da finden wir uns fast wie im Schlaraffenland. Gestell an Gestell. Wir finden nicht nur eine Milch, sondern eine ganze Wand voll. Wir sind überfordert. Schnappe mir ein Teil und weiter geht’s. Auch Unterlegscheiben zum klemmen finden wir hier erstaunlicherweise. Über die Altstadt rollen wir zurück zur Ulalena. Schon was im Angebot in Sachen Winterplatz? Ja schon, aber alle sind viel zu teuer. Mehr als das doppelte vom letzten Jahr. Wollen wir das wirklich? Wir lassen noch ein paar eMails raus. Vielleicht am Festland? Oder noch weiter im Süden? Mal zuwarten. Zum Znacht wieder ins akelarre. Ein Ceviche, roher Fisch mit Zitrone veredelt, gönne ich mir Heute. Gaby, ja Gaby will wieder ein Carpaccio! Es schmeckt ihr einfach zu gut. Wenn kein Kreuzfahrtschiff an der Mole ist, ist es wirklich friedlich in der Stadt. Sonst brummt der Bär und wir bleiben auf dem Boot.

Heute Samstag wollen wir rund um die Stadt laufen. Dem Wasser nach bis auf die andere Seite und dann hoch am Hang und wieder zurück. Dazwischen genehmigen wir uns noch, oder besser Gaby, ein Rührei. Wird gemacht. Schmeck gut und dabei schauen wir uns die grossen Boote am Steg an. Verrückte Geschichte. Dann den steilen Stutz hoch, tief durchatmen und auf der Höhe zurück zur Marina. Diese Aussicht über den langen, langen Fjord ist wirklich gewaltig.

lang

Da ganz, ganz weit hinten sind wir.

hinten

Noch kurz beim grossen Platz vorbei.

platz

Gaby mag nicht mehr. Viel zu heiss und das Hintern plagt sie immer mehr. Hmm. Bloggen, lesen und was kleines Essen, bis es endlich wieder etwas, etwas erträglicher wird. Das Thermometer ist halt auch nach Sonnenuntergang weit über der 30° Marke.
Schon Montag und morgen wollen wir eigentlich weiter. Der Wind ist sehr gut und wir sollten weiter, denn die € 80 pro Tag in der Marina sind schon etwas am oberen Ende. Aber das Angebot von hier fehlt immer noch. Ich rufe an and frage nach der Offerte. Ja, kommt Heute noch. Dann, kurz nach sieben, trudelt das eMail rein. Teuer, aber Gaby mag nicht mehr weiter und will hier raus. Die Schmerzen sind einfach zu gross. Also sagen wir zu und fragen gleich nach dem Kran. Wann und wo? Mittwoch um drei würde gehen. Gebucht. So planen wir den Flug und können erst am Abend auf dem Flieger. Wie lange brauchen wir den um die Ulalena winterfest zu machen? Die Liste wird länger und länger und so sind wir Heute Dienstag voll am wirken, bis endlich das Meiste gemacht und erledigt ist. Am Abend sind wir wieder einmal im akelarre und werden noch Zeugen einer “Teufelsaustreibung” oder “Vollmondtanz”? Fast wie Spräggele in Ottenbach, treiben hier die Teufel ihr Unwesen und verschrecken die Leute mit Feuerwerk, dass sie an einem Stab herumwirbeln.

teufel

Am Schluss noch ein wunderschönes Feuerwerk. Schöööööön!

feurwerk

Wir sind schon etwas gar müde Heute und gehen beizeiten ins Bett. Morgen, morgen geht’s aus dem Wasser und ab nach Hause. Völlig wirr und gar nicht lässig finden wir dass, aber die Vernunft und vor allem Gaby’s Bauchgefühlt sagt NEIN.

Die letzen Sachen auf der Liste sind gemacht und so suche ich die Arbeiter der Werft für den Kran. Gaby wartet solange im schön gekühlten Büro. Die Temperatur ist gerade auf 34° angestiegen und es ist einfach nur heiss! Die Leute kommen und so verhole ich zum Auswasserungsdock. Kurz halten, Gurte richten, Motor aus und schon schwebt die Ulalena in den Himmel. Schuhe, Foto, alles auf der Boot vergessen. Keine Fotos von der Fahrt zu unserem Platz und vor allem muss ich Barfuss dem Schatten nach. Der Teer, Beton ist wie eine Herdplatte. Da sitzt sie nun!

winterplatz

Dann nur die Winterpersening drüber und kurz Duschen. Fertig.

fertig

Zum letzen mal schliesse ich die Türen und hole Gaby ab. Oder besser, wir bestellen ein Taxi für den Flughafen. Durchatmen. Alles hat perfekt funktioniert und so fahren wir zum Flugi. Zeit, wir haben noch Zeit. Wollen was richtiges Essen und vor allem Trinken, bevor das Flugi um Mitternacht abfliegt. Kurz einchecken und ab zur Sicherheitskontrolle. Wieder einmal räume ich den ganze Sack leer. Alle Kabel und elektrischen Gräte müssen sowieso raus. Halt, den Gurt, der muss auch noch weg. Geschafft. Wieder alles montieren und einräumen. Da, da hat es ein Burgerladen. Rein mit uns. Aber, aber wir sind irgendwie im falschen Laden gelandet. So verdrücken wir ein paar Sandwisches und viel, viel Wasser. Im hintersten Ecken legen wir uns hin und versuchen ein wenig zu schlafen. Ist aber bei diesem Lärm fast nicht möglich und alle halbe Stunden geht ein anderer Flieger in unserer Nähe weg. Dazu suchen die Assistenten permanent nach Rollstuhlfahrer und fragen immer uns, fliegt ihr nach Gatwick, Manchester, Luton? Nein, Barcelona. Dann endlich kommt unser Flieger und wir bekommen einen guten Platz im übervollen Flieger. Hätte nicht gedacht, dass wir um diese Zeit einen vollen Vogel haben. Alle bereit, nur der Tower gibt erst in einer halben Stunde grünes Licht. Kurzer Flug und um Zwei sind wir endlich auch aus der Büx ausgestiegen und können uns verdrücken. Beine strecken und Gaby bette ich wieder an den Boden. Alle Kissen, Decken und Pullis werden eingesetzt. So, jetzt kann sie in Ruhe schlafen. Noch den Wecker auf die Sechse stellen und weg sind wir. Was schon Morgen? Kurz anstehen für einen Kaffee und warten bis das Gate endlich angezeigt wird. Endlich, C71 und direkt ins Boarding. Der Vogel steht etwas weiter draussen, so sind wir trotzdem mit unserem Lasti schneller als das Fussvolk und kriegen in der Business-Class einen Super Platz. Die letzen Gäste sind gerade zur Tür rein und schon rollen wir zurück. Kurzer Flug, wir beide schlafen schon vor dem Start ein und kriegen nur die letzen Minuten und die Landung mit. So muss es doch sein. Alle raus und ab zum Gepäck. Schon alle da und auch der Taxi sollte schon kommen. Aber Joel hat sich verschätzt und wir warten etwas länger bis wir nach Hause fahren dürfen. Geschafft. Wir sind zu Hause. Völlig unwirklich, wie aus dem Traum geworfen. Kurz auspacken und ab in den Supermarkt einkaufen. Was hat es noch? Gar nichts, also alles auf die Liste. Als wir wieder raus kommen, Regen, Sturm, Hagel. Ein riesiges Gewitter entlädt sich grade über uns. Wir sind im falschen Film, definitiv! Hatten wir doch seit mehr als zwei Monaten nicht einen Tropfen Regen gehabt. Wolken war das höchste der Gefühle.

Wundenkontrolle am nächsten Tag, aber schnell in den Spital. Sieht gar nicht gut aus. Gaby ins Auto werfen, ein paar Sachen einpacken und schon rollen wir Affoltern entgegen. Notaufnahme und Anmelden. Antibiotika und ja das auch noch, eine OP. Die Wunde muss gesäubert werden …. sch…..

Gaby hat mittlerweile die OP gut überstanden und irgendwie hatten wir einfach Glück oder Gaby hat einfach gemerkt, dass irgendwas überhaupt nicht stimmt. So schnell kann es eben manchmal gehen, sagen die Doc’s einheitlich.

Gute Besserung! Gesund werden, damit wir nächstes Jahr wieder los können. Aber jetzt erst mal PAUSE!

Ein Gedicht von Wind

Schade! In Carloforte währen wir noch sehr, sehr gerne einen weiteren Tag geblieben. Wenn wir eines gelernt haben, dann dieses, dass das Wetter, also die Natur immer, immer das sagen hat. Das haben wir einmal gemacht. Komm wir bleiben noch einen Tag und gehen erst später. Diese Überfahrt haben ich dann verflucht, als wir an den steilen Wellen fast stecken blieben. Also los!

carloforte ade

Die Engstelle zwischen San Pietro und Villamarina ist überwunden und so sind wir auf offener See und wo ist der Wind?

spiegel

Ein Spiegel vor uns. Hmm, der Wetterbericht hat doch …. und schon kommt er um die Ecke. Der Süder ist da. Segel setzen. Mit halben Wind fangen wir mal an und reffen auch schon bald wieder. Dann sind wir endlich so weit draussen, das der wirkliche Wind kommt und der ist genau von hinten. Alle Segel runter und unseren wunderschönen Parasailer hoch! Passt alles?

parasailor

Sieht nicht schlecht aus meint der Skip.

skip

So nur noch den Autopiloten wechseln. Der Windpilot anschnallen und … das blöde, blöde Ding steuert genau falsch rum. Das gibt es doch nicht. Ich lese im TechBuch nach, ich bin der Blöde. Falschrum sind die Leinen montiert, muss ich kleinlaut zugeben. Gaby ruft nur, geht es jetzt? Ja, ich war der dumme. Das müssen wir fast mit einem Video festhalten.

Draussen beim Znacht fragt Gaby nur, lassen wir das Ding über Nacht stehen? Ja, warum nicht. Der Wind ist so extrem beständig und auch die Prognosen haben nicht mehr als 17 Knoten in Böen auf dem Program. Noch ein letzter Check, Eieruhr stellen und ab ins Bett.

erster abend

Nach einer ersten halben Stunde, hoch, Kurs 281°, Lichter? Keine, Uhr stellen und schon schlummere ich wieder eine halbe Stunde mehr. Das, bis am Morgen als die Sonnen wieder aufgeht. Kein Schiff weit und breit. Nur der Kat Barefeet begleit uns hartnäckig 😉 Der Wind dreht wieder etwas und der Kurs ist zu gerade für die Windfahne, der andere Autopilot hilft aus. Gaby, hmm Gaby geht es nicht so gut. Sie hat plötzlich eine Attacke. Sch…. Medis holen und zu warten. Wiedereinmal muss ich hilflos zusehen bis die Medis wirken. Nur gut zureden Hilfe da wenig. Waren wir zu stressig unterwegs? Vermutlich. Ich mache mir Vorwürfe. Aber der Wind, das Wetter und die Wellen sind momentan einfach zu Ideal. Sie erholt sich nach einer langen, langen halben Stunde.
Am Abend geht dann schliesslich der Wind aus und der Parasailer sackt in sich zusammen. Weg damit und den Motor an. Die Sonne geht schon wieder unter und Menorca ist immer noch nicht zu sehen.

sonnenuntergang und kein menorca

Dabei sind wir so schnell wie noch nie unterwegs. Es sind nur noch dreissig Meilen bis in die grosse, grosse Buch von Menorca und zur Stadt von Maò (Mahon). Aber eigentlich ist das ganz, ganz blöde. Die geplant Ankunft (ETA) ist um drei Uhr, also um zwei vor der Türe und dann noch den Kanal nach ganz hinten! Genau um zwei passieren wir die Ansteuerungstonnen und folgen den weiteren Tonnen. Spannend. Wir sind hellwach und staunen in die Nacht. Es ist dunkel! Neuer Hafen. Gar nicht ideal und sollte auch nicht vorkommen. Zum Glück hat es überhaupt kein Verkehr und die Wellen und der Wind lassen schlagartig nach. So manövrieren wir nach ganz hinten. Die Stadt können wir nur erahnen.

stadt mao

Dann endlich haben wir es geschafft. Funken die Marina an, merken aber sehr, sehr bald, da ist kein Mensch mehr auf. Man sollte nie, nie in einen fremden Hafen bei Nacht einlaufen, sage ich mir immer und immer wieder. Wir schnappen uns irgendwo einen freien Platz, suchen die Mooringleine dazu und stellen den Motor ab. Gute Nacht! Überglücklich entschlummern wir … süsse Träume.

PS: Der Wetterbericht war wirklich gut

guter bericht

Zu lange (viel) Wind

Frühstück? Machen wir, wenn wir draussen sind. Gaby bechert nur ihre verstärkte Milch herunter und schon verlassen wir kurz vor neun die Marina von Teulada. Wind? Null, wirklich null. Okay. Alles fix und draussen vor der Mole setze ich das Kaffeewasser auf. Kaum pfeift er, kommt der Wind. Neun, zehn, schön gemütlich von Süden. Super. Also, Kaffee verschieben und alle Tücher raus oder nein, die Genua reicht doch für’s erste. Sonst wird nur der Kaffee kalt. Das Kap Teulada haben wir schon fast erreicht und der Wind bläst und bläst. Die Genua, zeiht und zieht. Im Maximum über 22 Knoten. So muss es doch sein. Ich vergnüge mich wieder einmal am Steuer und geniesse es vollkommen. Der Felsen ist vorbei!

kap teulada

Rufe ich zu Gaby, die schon wieder auf dem Sofa am schlafen ist. So muss ich ihr Bilder schiessen, von unserer Verfolgungsjagd.

verfolgung

Nein, natürlich nicht. Der viel, viel Längere hat uns genau bei der kleinen Insel La Vacca ein- und überholt. Der Wind immer noch im Rücken, schiebt uns durch den Canale di San Pietro. Gewaltig. Ist ja schön und gut, aber wir segeln nun schon seit fünf Stunden und ich immer noch am Steuer. Gaby hat Durst und Hunger, kann jetzt gerade nicht. Es kommt ein Leuchtturm auf uns zu.

leuchtturm

Wir sind ja gleich im Hafen, vertröste ich sie. Bei den Untiefen vor dem Hafen brauche ich dich aber wieder. Sie lotst mich rein und schon von weitem kommt uns der Marinerio abholen. In den Wellen hüpft er nur so vor sich hin. Das ist Einsatz!

marinerio holt uns ab

Endlich drin und schon bald auch dran. Sie haben viel zu tun und so schubst er mich, wir sind ja immer sehr, sehr langsam im Hafen unterwegs, an der Steg. Fest, danke und schon kommt der Nächste. Halb drei und wir sind schon wieder über dreissig Meilen gefräst. Genug. Endlich was essen und trinken. Schwups sind zwei Liter Wasser verschwunden. Es ist schon vier, als prompt der Wind von über zwanzig Knoten auf einmal von Norden kommt. Was ist den da los. Glück gehabt oder ist der Seewind doch noch gekommen? Mehr, weit mehr interessiert uns das Wetter für die nächsten drei Tage. Hier in Carloforte ist die letzte Station für uns in Italien. Die Überfahrt zu den Balearen steht an. Morgen oder Übermorgen müssen wir sicher los, denn am Freitag ist der Maestral wieder am Zug. Was sagt der neuste Bericht. Morgen sehr gut, und Übermorgen auch Super, aber etwas schwächerer Wind. Was machen wir? Motoren oder segeln? Die Wellen währe zwar am Folgetag etwas niedriger – wir gehen Morgen los. Also müssen wir noch kurz auschecken. Das heisst unser Fackel im Hafenamt abstempeln lassen. Auf in die Stadt. Rein in die Amtsstube und keine fünf Minuten haben wir eine Kopie in der Hand. Wo ward ihr den die ganze Zeit? Keine zusätzlichen Stempel? In Neapel Nidri, da hat es eben keine Ämter. Okay und Stempel drauf. Wir setzen uns ins nächste Kaffee und schreiben unsere Angehörigen unsere Absichten.

carlofore im cafe

Was brauchen wir noch? Früchte, Brot und den Dieselkanister wollen wir doch noch auffüllen lassen. Mann weiss ja nie! So gehen wir auf die Suche nach einem Laden.

gassen von carloforte

Geniale Stadt. Viele Leute, lässige Läden und gute Stimmung. Früchte finden wir, aber kein Brot. Nächster Laden. Gestossen voll! Warum? Morgen ist Feiertag, alles zu. Super. Brot hat es natürlich auch keines mehr, also muss das Trockene aus dem Regal her. Anstehen ….. jetzt haben wir alles. Den Diesel holen wir dann morgen vor dem Ablegen.
Zum Znacht, wir wollen gerade los, sehe ich eine Prozession auf der Mole. Wow, da müssen wir hin.

prozession

Der Wind pfeift und Gaby wird es trotz Jacke immer kälter. Sie bekommt einen steifen Hals. Ich sehe es aber als gutes Zeichen und möchte dem Ganzen noch etwas folgen. Die Maria wird angebetet und am Schluss werfen sie noch Rosenblätter in die See. Los, es ist mir viel zu kalt. Wir verabschieden uns. Gaby ganz steif, rennen wir den Beizen entgegen. Alle sind leer, aber trotzdem kriegen wir keinen Platz. Alles reserviert? Uuuuu, die nächste? Auch. Und die Nächste? Dasselbe. Was ist denn hier los? Vermutlich wegen den Feiertagen. Schussendlich finden wir weiter hinten in den Gassen eine Cantina, die uns einen Tisch mitten auf die Strasse stellt. Fein, wie das Essen wohl sein wird? Spagetti Nero und eine feine Pesto Lasagne kommen auf den Tisch. Schmeckt hervorragend. Nur Gaby kann ihren steifen Hals fast nicht mehr halten. Ohne Kaffee und Dessert verabschieden wir uns und gehen zurück. Die Kälte (Wind) war leider zu viel.
Am nächsten Morgen frühstücken wir ausgiebig. Um elf Uhr wollen wir los. Noch kurz einen Cappuccino im nahen Café und dann zur Tankstelle. Dann sind wir bereit. Wetter? Stimmt immer noch und zudem noch sehr, sehr stabilen Wind für die nächsten beide Tage. Wir legen ab ….

Piiiiiip!

Sonntag, 13. August, 9:00h, 21.1°, brrrrr kalt. Gaby trägt wieder einmal ihren Windbraker. Wir sagen Tschüss Cagliari!

tschüss cagliari

Dann unverhofft sehen wir endlich den versprochenen Delfin der Stadt. Das bringt Glück sage ich noch, als ein gellendes Piiiiiiip ertönt. Was ist das? Autopilot an, runter, der Funk ist es nicht, kann nur der Motor sein, sofort aus, immer noch Piiiiiiip. Strom weg. Endlich Ruhe. Aber wir sind mitten im Hafen. Etwas Wind und zum Glück nur ein ganz, ganz kleiner Dampfer fährt auf uns zu.

dampfer

Genua raus und Motor wieder an. Piiiiiiip, sorry muss sein. Keine Minute Später sind wir aus dem Weg und der Motor wieder aus. Autopilot rein und runter. Deckel auf. Das Auspuff-Thermometer ist auf 35°, kein Problem. Das Wasser hat ja auch gespuckt. Ölstand ist okay, also kann es nur das neue, frische Kühlwasser sein. Das Überdruckgefäss ist aber immer noch halb gefüllt. Wasserdeckel auf und weg ist das ganze im Überdruckgefäss. Blöd! Natürlich habe ich den Motor nach dem Service laufen lassen, aber vermutlich ist der Thermostat noch nicht ganz aufgegangen und so war der halbe Motor noch trocken. Kanister mit dem Resten ausgraben, einfüllen …. er läuft wieder. Gaby, was macht der Grosse? Ist schon vorbei. Uffff. Hoffentlich hat es dem lieben Motor nichts gemacht. Eine halbe Stunde lasse ich im mitlaufen. Alles bestens. Dann aus, alle Segel hoch und gemütliches Segeln dem südlichen Punkt von Sardinien entgegen.

Unterwegs sehen wir eine Super Ankerbucht mit neckischen Türmen vorne dran. Sieht gut aus.

türme

Es wird aber schon spät, als wir das Kap Spartivento endlich umrunden.

südlichster punkt

Nur noch fünf Meilen bis zur Marina. Wollen wir da wirklich rein? Es hat da nichts. Keine Stadt, keine Beiz und nur nichts? Gaby, doch, doch, wir finden schon was. Teulada wir kommen. Bei der Einfahrt werden wir um halb Fünf schon abgefangen und an einen feinen Platz geleitet. Danke! Eine Beiz sehen wir auch schon von weitem und so sitzen wir sehr, sehr bald vor einem schön, kühlen Icetea und Bier. Tut dass gut! Eine kalte Platte und feine Ravioli bestellen wir uns. Das feine lokale Bier und der Durst wird immer grösser. Ich glaube jetzt ist genug, sagt Gaby! Stimmt, die Sonne ist ja schliesslich auch schon weg 😉

sonne weg

Morgen müssen, sollten wir schon weiter. Etwas Wind währe nicht schlecht und wenn alles aufgeht, sogar ein Süder! Dann währen wir bereit für die Überfahrt zu den Balearen. Mal sehen … träum süss!

Der liebe Motor

Alle wieder weg! Wir bleiben aber noch etwas länger in Cagliari. Die Ersatzteile für den Motor und auch wegen dem Wetter. Dazu gefällt uns die Stadt immer besser. Wir finden immer neue Plätze und Beizen. Eines Abends verlaufen wir uns und finden uns wieder auf einem wunderschönen Platz mitten in der Stadt.

schöner platz

Da hat es auch noch eine feine Beiz und schon sind wir Stammgäste. Diese Stimmung ist einfach genial. Leider erkennen das auch andere und so ist dieser Ort immer rappelvoll. Wir aber geniessen die Zeit, wieder einmal alleine zu sein. Machen zu können was wir wollen und erholen uns fast zu gut. Auch die Marina wird zu unserem zweiten Zuhause.

marina beiz

Auf den ersten Blick nicht gerade “heimelig”, aber die Leute hier sind einfach genial und helfen sich gegenseitig mit sehr viel Enthusiasmus. Gerade wenn man etwas braucht, kommt man ins Büro und frägt sich durch. Also wir brauchen noch zwei Filter, drei Riemen, Öl und Kühlwasser. Dazu eine Schraube. Wo finden wir das? Der kleine “Pfff”, zweiter Marinerio, nimmt sich unser an. Ja, ja kann ich besorgen. Woher er das Ganz hat? Keine Ahnung. Aber es funktioniert. Einen Tag später haben wir fast alles zusammen. Nur ein Riemen ist etwas zu klein, kein Problem, der kleine “Pfff” besorgt es. So können wir schlussendlich den grossen Service an unserem Yanmar machen. Perfekt. Nur etwas Zeit braucht man dafür schon. Auch der Wäsche nimmt er sich an. Etwas teuer, aber dafür tadellos und wir mussten nicht mit drei schweren, schweren Säcken durch die Stadt rennen. Fast 14 Kg haben sie insgesamt gewogen. In der Wartezeit spazieren wir in die Stadt und suchen selber nach Läden, Schrauben, Verbandsmaterial und Essen. Auch einen Shipchandler finden wir. Der will aber nichts von bestellen wissen und so geht’s zurück zur Marina. Kultur ist auch auf dem Program. Durch die schmalen Gassen rennen wir wieder einmal auf den “Berg”.

gassen

Weiter hinten ist das grossen Museum und das ist Heute auf dem Plan. Gratis, wie fast immer, schauen wir uns die Geschichte der Stadt Cagliari und der Insel an. Super spannend. An einem anderen Tag spazieren wir zum Botanischengarten. Schon erstaunlich, was dieser uralte Garten, er besteht seit 1858, mitten in der Stadt zu bieten hat.

botanische garten

Der Springbrunnen hat es uns angetan. Warum im eigenen Garten nicht mal so was machen, aufstellen 😉

springbrunnen

Die beste Abteilung sind aber die Kakteen. Wunderschön zusammengestellt und Wege gebastelt.

kakteen

Dann meistens auf der grossen Promenade zurück zu unserer Marina, die ganz am anderen Ende der Stadt ist.

promendae

Dafür haben wir es ganz ruhig. In der Stadtmarina ist immer die Hölle los. Der Verkehr ist schon sehr, sehr lärmig dort, dafür ist man in nullkommanichts in der Altstadt.
Ja, wir verlieben uns immer mehr in die Leute und die Stadt und kommen fast nicht mehr los. Aber der Motor ist fertig, der Blog auch wieder fast auf dem neusten Stand und die Rechnungen alle bezahlt. Sogar die Dieseltanks sind aufgefüllt. An der nahen Tankstelle haben wir unsere Kanister füllen lassen. Die nahe Tankstelle ist leider nur für die “Berufsschifffahrt” oder die ganz, ganz kleinen wie dieser Kat, der eines Abends kurz vorbeischaut.

grosser kat

Leider haben wir unseren abgebrochen Bolzen immer noch nicht bekommen. Der kommt erst im September. Super. Also zeihen wir weiter. Unsere Batterien sind wieder voll! Wir waren ja nur eine kurze Woche hier 😉

Delfin Törn

Abwaschen, saugen, putzen, Bettwäsche wechseln und den Motor checken. Dazu den Fokker, unser Windgenerator, wieder einmal die Schrauben anziehen, den ganzen Motor checken und zum Schluss noch das Wasser auffüllen. Uff! Geschafft. Wir sind in der Marina Nisida wieder bereit für die nächsten Gäste.

sonne über nisida

Jasmin und Marco sind im Anflug auf Neapel und schon fast gelandet. Wir laufen langsam zum Eingang der Marina, müssen uns aber noch gedulden, denn das Taxi kommt erst um viertel vor Zehn an. Willkommen in Italien! Sogleich setzen wir uns an den Tisch in der Beiz, dem letzten übrigens, und informieren uns über die letzen News der Schweiz. Cool, was so in der Heimat momentan sooo wichtig ist 😉 Feine, feine Spagetti kommen auf den Tisch und schmecken mit den komischen Muscheln gar nicht schlecht.
Sonntag, alle sind unterwegs und verlassen die Marina fast gleichzeitig. Auch die Ulalena begibt sich auf Schüttelkurs in Richtung Bucht von Procida. Auch wir wollen den Neuankömmlingen die wunderschöne Bucht von Corricella zeigen. Aber wir werden regelrecht bedrängt von den anderen Ankerliegern. Ein naher, sehr naher Nachbar muss immer wieder seinen Bugstral einsetzten, damit wir uns nicht berühren. Wir gewöhnen uns nur langsam daran, schrecken aber immer wieder auf, wenn das Ding losheult. Dann, endlich, endlich verlassen mehr und mehr die Bucht und es wird angenehm. Zu hausgemachten Gnoggi an einer feinen Basilikum-Sauce lassen wir uns Gaby’s Geburi-Kuchen von Wettingen schmecken. Vielen, vielen Dank nach Wettingen!

Wow, ist das feucht! Die Nacht war etwas vom Schwell begleitet und schon vor neun beginnt es in die Bucht zu wehen. Angesagt war es ja, doch schon so früh? Gut für uns, denn unser heutiger Kurs ist Stabia am anderen Ende des Golfes von Neapel. Kurs 95° wir kommen. Kurz den Motor für den Anker bemühen und schon sind alles Segel gesetzt. Motor aus. Wir sausen los. Der neue Steuermann hat alles im Griff.

steuermann marco

Da geht ja richtig die Post ab. Mit über 22 Knoten in Böen, rauschen wir der Marina von Stabia entgegen.

Dann ist es geschafft. Kurz vor halb Zwei sind wir schon am Steg. Zwar mit dem Bug voran am Fingersteg, aber der Wind und vor allem der Platz ist gegen uns. Aber auch so kommen wir mit Gaby von Bord. Eine kurze Dusche und schon sind wir wieder unterwegs zum Grandma Laden um die Ecke. Mann! Hat die eine Freude als sie uns sieht. Gaby wird gleich in Beschlag genommen. Das Zeugs ist ja mega schwer, warum haben wir nur wieder so viel gekauft? Der Kühlschrank ist wieder voll und weiter geht’s in die Stadt.

stabia

Montag, alles zu? Leider hat unsere “Stammbeiz” zu und wir weichen zu einem Burgershop aus. Super feine Burger ohne Brot? Ja genau, mal was neues 😉

Pompeij, wir kommen schon wieder. Diesmal starten wir auf der anderen Seite. Die Warteschlange ist aber sehr, sehr lang. Wir “drängen” uns vor und fragen nach den Rollstuhltickets. Ja da gleich um die Ecke am ersten Schalter. Und die anderen in der Schlage? Die warten am Kreditkartenschalter. So, glaube nicht dass das alles wissen. Zwei vor uns und schon marschieren wir zum Amphitheater.

amphitheater

Heiss und sehr “düpig” ist es Heute. Das Wasser fliest in rauen Mengen. Vieles haben wir schon gesehen, ist aber immer wieder verwunderlich, was wir übersehen haben. Wir fühlen uns fast wie Locals und führen unsere Gäste durch den Irrgarten. Jetzt ist aber genug von den Steinen, Häusern, Säulen, Staub und Hitze. Zum Schluss benutzen wir endlich einmal den Lift auf der anderen Seite. Cool und die Ausstellung, der Laden und der Kiosk. Genial! Schade, dass wir das beim letzten Besuch nicht gefunden, gesehen haben. Kurz noch eine kleine Pizza mit Salat und schon kommt das Taxi für die Rückfahrt in die Marina an. Pause! Entspannen und Wasser nachleeren. Endlich wird es etwas kühler und so laufen wir wieder in die Stadt. Hat Heute das Mamamia offen? Und wie. Draussen schon alles voll, nur drinnen hat es noch einen kleinen Tisch für uns. Gebucht. Muscheln, Spagetti, Gnoggi und einen Super feinen Dessert. Ein wahres Gedicht und der Kellner hat grosse Freude, als er uns wieder erkennt.

Morgen? Morgen hat es vermutlich etwas Wind und in Sorrento währe die nächste Station. Erst um halb Elf legen wir ab und versuchen es mit segeln. Der Wind dreht aber immer mehr nach West und so motoren wir die letzte Strecke in den Hafen. Das ewige Aufkreuzen ist schon etwas mühsam.

sorrento

Kurzer Aufruf am Funk, leider nein. Hafen voll! Hmm, schade. Was machen wir jetzt? Der Wind passt für unser nächstes Ziel Procida Marina. Also los geht’s. Segel wieder raus und ab geht die Post. Der Wind nimmt immer mehr zu und auch die Richtung kommt immer mehr auf die Nase. Den Tanker haben wir noch im Griff, aber dann ist Schluss mit lustig. Der Motor geht wieder an.

tanker

Wellen, Wind, Böen mit über 17 Knoten. War das eine blöde Idee? Der Steuermann verzweifelt fast. Wir kommen nicht voran. Scheinbar, denn kurz nach Sieben können wir endlich, endlich die Fender raushängen.

fender procida

Geschafft! Plötzlich ist alles vergessen und wir liegen fast wieder am gleichen Platz wie vor ein paar Tagen. Der Hunger ist gross und so geht’s ab zu Georgi’s. Fein, Super fein schmeckt einem das Essen nach so einem langen Tag auf See. Es wir spät, sehr spät, bis wir endlich die Beiz verlassen. Morgen können wir zum Glück ausschlafen. Die Gäste sind noch längst nicht wach, als Gaby und ich ins Dorf laufen. Der nagelneue Helmstock braucht noch ein zusätzliches Loch und auch der “Gemüser” hat schon feine Sachen für uns breit. Voll bepackt geht’s zurück zur Ulalena. Die sind ja schon auf. Gehen wir kurz in den Supermarkt? Alles montieren und zurück in die Stadt. Es fehlen nur ein paar Sachen. Zurück auf dem Boot wird endlich, endlich der Helmstock montiert, damit wir den neuen Autopilot wieder brauchen können. Seit Malta war er ja Out of Order. Der Chef wieder einmal in der Kiste!

kiste

Funktioniert tadellos. Diese neue “gratis” Loch, dass wir bei einem nahen Mech haben bohren lassen, passt hervorragend und auch der neue Helmstock sitzt wie eine Eins auf dem Achse. Dann ist es Zeit für die andere Seite der Stadt. Die Corricella Bucht und die wunderschönen Häuser. Bis fast zum Schloss oder Kloster oder Kirche laufen Jasmin und Marco und bringen uns diese tollen Fotos zurück.

corrocella mit stadt

Einfach eine ganz verrückte Stadt. Und erst die Farben. Toll. Zum Znacht sind wir schon wieder bei Georgi’s. Feines Essen und zum Dank drückt er uns spontan eine Flasche Roten in die Hand. Wow! Vielen, vielen Dank.

Schon Freitag. Der Wind der letzen Tage hat sich endlich gelegt und so können wir zur nächsten Insel aufbrechen. Ventotene ist knapp dreissig Meilen entfernt, also in gut sieben Stunden zu erreichen. Wind hat es leider keinen mehr, als wir Ischia passieren. Unsere Gäste haben aber trotzdem Spass und geniessen die Ankunft auf der neuen Insel.

ventotene kommt

Haben wir Platz und kommen wir überhaupt rein, ist die grosse, grosse Frage. Da kommt schon ein Dingi und fragt nach einem Platz. Ja, ja gerne. Etwas eng, sehr eng ist die Einfahrt schon und ein Manöver reicht bis die Wand kommt. Aber es passt und schon liegen wir in einem ganz verrückten Hafen. Die Sklaven in der Römerzeit haben ihn aus dem Tuffstein geschlagen. Gewaltig, gewaltige Arbeit.

einfahrt ventotene

Der Hafen von Porto Vecchio gefällt uns extrem gut. Die ganzen “Löcher” sind schon etwas ganz besonderes.

porto vecchio

Auch die Stadt oben auf den Felsen ist einfach gewaltig schön. Der Ausblick, die Felsen und Strände.

felsen strände ausblick

Der Dorfplatz überquillt fast mit Leuten und für einen Apero setzen wir uns in eine feine Beiz.

dorfplatz

Und immer wieder dieser Turm. An der Einfahrt zum Hafen ist er einfach eine Wucht!

leuchtturm

Mitten auf dem Steg setzen wir uns in ein Restaurant und werden verwöhnt. Fisch, Pasta und einen feinen Schoggikuchen wird an den Tisch gebracht. Schöne, ganz schöne Atmosphäre hier!

porto vecchio

Wir müssen leider schon wieder weiter. Das Wetterfenster ist nur noch zwei, drei Tage offen, damit wir die Überfahrt nacht Sardinien gemütlich schaffen. Ponza ist genau auf dem Weg dorthin unsere nächste Station. Nach fünf Stunden mit etwas Südwind erreichen wir kurz nach drei die Insel. Kurze Stadt-, Hafenrundfahrt mit dem Ziel, keinen Platz mehr an einem Steg zu erhalten, drehen wir ab und gehen ankern. Am markanten Felsen, Scoglio Ravia, vorbei zur grossen Maria Bucht.

scoglio ravia

Etwas ausserhalb lassen wir den Bickel runter und verfolgen das Geschehen in der Bucht und Hafen. Es strömen regelrecht die Boot hinein. Wahnsinn. Wir wollen aber auch ein Teil davon sein und machen unser Dingi startklar. Bereit zum Einsteigen? Fast.

einsteigen

Alles rein und ab geht die Fuhre. Da, genau da musst du durch, Marco!

zielen

Marco zielt und fast sind wir durch.

zielen

Geschafft! Leider kommen wir im total überfüllten Hafen total nass an und Gaby auf den besten Rängen wird regelrecht geduscht. An einem Steg steigen wir aus, dürfen aber nicht festmachen. Da, da hinten gibt es einen Steg für euch, empfiehlt uns der Marinerio. Danke. So sind wir endlich gelandet. Nass bis auf die Haut, stürzen wir in den erst besten Kleiderladen und posten Schuhe und T-Shirts. Trocken! Wir sind wieder trocken. Es ist ganz einfach verrückt. August, Samstag und Ponza! Super viele Leute und noch mehr Boote drängeln sich um die wenigen Stege und auch die Bucht ist rammelvoll. Wir schauen uns dabei die Stadt etwas an und vor allem den Leuchtturm wollen wir besuchen. Dazu die Aussicht auf die Felsen …

felsen

… und Boote. Das wir ja immer voller!

voller

Irgendwo ganz rechts ist die Ulalena. Nun mitten im Ankerfeld. Da können wir nur staunen.

staunen

Noch kurz was essen, bevor es dunkel wird. Damit wir den weiten, weiten Weg auch wieder finden. In einer feinen Holzofenpizzaria geniessen wir die Pizzen, dazu einen feinen Salat. Die Beiz wir immer voller und voller. Wahnsinn. Es ist erst acht, wir sind fertig und die Leute warten Schlage. Ab zum Dingi. Unser Fahrer sucht unser Mobil und wir machen uns bereit für die Überfahrt durch’s Ankerfeld.

fahrer sucht

Erstaunlicherweise ist es jetzt etwas ruhiger. Auch das Polizeiboot muss nicht mehr massregeln für Geschwindigkeit und Ordnung. So kommen wir Super voran. Bis zum Engpass. Da will noch einer in voller Fahrt an uns vorbei. NASS! (mit Fluchen) Aber nichts passiert und so kommen alle wohlbehalten auf der Ulalena an. Alles versorgen, damit wir Morgen zeitig los können. Ein Bier geht noch, haben wir uns verdient 😉

5:30h geht der Wecker. Alles aufstehen. Die Sonne kommt auch schon und die Kette rasselt.

sonnenaufgang

Wir umrunden das südliche Kap von Ponza und staunen über die grandiosen Farben.

farben

Kaum da, begrüsst uns ein Delfin. Fast wie im Film, verabschiedet er uns von dieser Party-Inseln. Verrückt. Jasmin ist schon so früh am Morgen aus dem Häuschen. Auch am Abend, wir segeln bei neun bis elf Knoten vor uns hin, kommen diese wunderschönen Tiere und zeigen uns ihre Show.

delfine

Sie springen uns fast entgegen und machen ihre Sprünge neben uns. Jasmin jauchzt wieder. Wir sind nur hin und weg. Sogar Marco ist begeistert! Das gibt es doch gar nicht. Dazu sind auch gleich unsere feinen, feinen Älper-Maccaronen fertig und es wird ein wahres Festessen. Gaby und ich gehen beruhigt schlafen und Jasmin und Marco halten dabei Wache. Der Wind verlässt uns leider und der Motor muss wieder aushelfen. Zwei Uhr, Schichtwechsel. Zweit Stunden später kommt der Wind zurück und so segeln wir überaus gemütlich Sardinien entgegen. Kurz vor zwei haben wir die 160 Meilen geschafft und geniessen die Aussicht auf die neue Insel.

sardinien

Motor an. Motor wird heiss und der Alarm kommt. Noch eine Meile. Der v… Riemen ist schon wieder lose. Deckel auf und fünf Minuten Später tuckern wir in die Marina. Pause. Gross Pause. Auf unserem Super Platz erholen wir uns von der Überfahrt, baden am Strand und geniessen eine kühle Dusche. Herrlich! Am Abend finden wir eine nette Beiz im Dorf Navarese und lassen es uns schmecken. Die Bedienung, trotz des Italienischen, ist einfach klasse und wir fühlen uns sofort heimisch. Das Essen? Ein Gedicht! Kann man überhaupt schlecht essen in Italien? Nein, eigentlich nicht, niemals 😉

Basteltag. Der Autopilot quietscht auch noch. Aber zuerst muss der Motor daran glauben. Alle Deckel weg und an die Arbeit.

motormechs

Alles wieder zusammen, spannen und anziehen … klick! Die Schraube ist ab! Neiiiiin! Wir beraten uns, aber Marco findet schnell eine Lösung. Gewindeschneiden. Super! Haben wir. Welche Grösse darf es sein? M8, haben aber nur M6, geht auch. So schneidet ein Fachmann auf dem Steg ein Gewinde in den abgetrennten Bolzen. Sitzt perfekt: Danke, vielen Dank! Auch für die Lehrstunde in Sachen Gewindeschneiden.

bolzen

Denn die Suche nach einem Mech, der uns das Teil bestellen hätte können, werden wir zwar fündig, müssen aber weiter und können nicht hier auf das Ding warten. Am nächsten Nachmittag kommt der Mech doch noch und schaut sich das Ganze an. Er kann überhaupt nichts entdecken. Komisch! Ja das denke ich schon lange. Ich versuchen das Teil in Cagliari zu bestellen und auch zu erhalten. Aber Heute Morgen haben wir noch einen weiteren Termin. Tauchen. Marco und ich haben uns für einen Tauchgang zusammen und ich einen separat angemeldet. Marco macht einen wunderschönen Tauchgang, ich muss leider nach den ersten paar Meter wegen einem Ohr, das sich nicht öffnet, abbrechen. Schade, kann’s aber leider geben. Die Hitze ist gewaltig und wir merken es erst als wir zurück in der Marina von Navarrese sind. 34.7° schreibe ich um 12:45h ins Logbuch! Ich “hüpfe”, Jasmin hüpft immer mal wieder, kurz in den Mast hoch und fixiere den Radarwarner zum x-ten Mal und dann gehen wir in den wohlverdienten Apero in der Marina. Durstiges Wetter, sehr durstig. Am Abend sind wir schon wieder in unserer Stammbeiz und lassen uns verwöhnen. Muschelsuppe! Einmalig!

Schon Donnerstag. Wir müssen los. Das Kap Carbonara runden, das heisst, wenn wir überhaupt so weit kommen oder wollen oder können. Nach 50 Meilen haben wir genug vom Motoren und drehen ab. Cala Pira, genau da. Auf der Karte habe ich was ausgemacht das passen könnte. Abbiegen und Anker runter. Ab zum Baden! Dann ein feines Nachtessen und endlich, endlich ein DOG für alle! Genau. Jasmin ist fast verrückt geworden, wir haben es immer wieder verschoben. Nun ist es soweit. Alt gegen jung. Wer hat gewonnen … wir verraten nichts. Gute Nacht.

Was gibt es schöneres als aufstehen und baden gehen. Dazu noch den Schwamm und der Foto montieren und staunen gehen. Wo ist denn der Anker hingekommen?

anker wo

Genau unter dem Boot und Jasmin sitzt auf dem Ankerball. Die Sicht? Endlos, endlos schön. Um halb Elf kommen wir endlich los. Es hat uns so gut gefallen, aber Cagliari ruft und wir haben in der Marina del Sole schon mal reserviert. Schade, schade, dass es schon wieder vorbei ist. Zwei Wochen, weg und vorbei. Wir runden unter Motor das Kap Carbonara und mit etwas Rückenwind, der immer stärker wird, biegen wir in den gewaltig grossen Hafen von Cagliari ein.

cagliari

Da vorn sind ja auch schon die Stege der Marina. Wo ist da nur die Einfahrt?

einfahrt

Da hinten. Quer durch und ran an den Steg. Fertig lustig. Uns, vor allem mir fällt ein grosser, grosser Stein vom Herzen. Wir sind angekommen! Vier Wochen Vollgas und alles ist aufgegangen. Dann hören wir zum ersten Mal dieses geniale Glockenspiel. Zur fast jeder vollen Stunde wird uns eine Melodie vorgespielt. Schön, wunderschön. Jedes Mal lassen wir alles liegen und hören andächtig zu. – Bereit für die Stadt? Au ja. Alles auf den Steg und schon rollen wir der schönen Stadt entgegen. Da sehen wir eine komische Art von Basketball. Noch nie gesehen. Sieht aber überaus cool aus.

basketball

Berg auf, schon wieder aufwärts, der Altstadt entgegen. Biegen kurz vor der Bastione ab und kommen über lange, lange Treppen zum Hauptplatz. Durst, wir haben Durst und setzen uns ein ein Café. Birra, grande! Eine Beiz müssen wir auch noch suchen. Eines haben ich auf dem Plan gesehen. Asia? Passt das? Ja, gut suchen wir es. Eine lange halbe Stunde später werden wir endlich fündig und setzen uns rein. Wir sind ganz alleine. Die andern sind alle im neben Raum. Komisch. Das Essen ist gut und der Sake fast etwas zu viel des Guten. Geht aber runter wie Wasser. Zum Glück haben wir noch einen langen Weg nach Hause. Da verdampft das meiste 😉

Flug ist bestätigt und eingecheckt ist auch schon. Zeit für eine Stadt, Altstadt-Besichtigung. Es ist zwar mega, mega heiss und wir quälen uns auf den Berg. Die Aussicht ist aber gewaltig über die Stadt.

aussichtn cagliari

Der Dom noch kurz, dann ist fertig lustig. In einer Brusgetteria bestellen wir uns eines dieser feinen Brötchen und auch einen Salat. Eine Wucht! Simple und einfach, einfach gut. Die Zeit drängt. Zurück auf’s Boot, fertig packen. Duschen und schon sind wir auf dem Weg zum Bahnhof. Halt, ein Foto muss noch her.

crew delfin

Danke. Crew-Delfin. Abmarsch mit der Tasche auf dem Töff zum Bahnhof. Noch kurz ein Glace und dann steht der Zug zum Flughafen schon bereit. Der Flug hat zwar Verspätung, könnte aber auch früher da sein. Sie sind auf jeden Fall pünktlich. Danke und gute Heimreise. Hat Super Spass gemacht. Geniale Orte mit einer gewaltigen Nachtfahrt.

Schneider’s Törn

Pünktlich! Doris, Sämi und Silvan kommen mit dem Taxi vom Flughafen Neapel. Sogar am richtigen Ort werden sie ausgeladen und so können wir sie begrüssen. Alles ganz und alles da. Schön, dass ihr da seid. Nur der Hunger plagt etwas. Die Girls gehen schon mal in die Beiz und wir andern bringen das Gepäck auf die Ulalena. Mit Pizzen, Muscheln und Pasta werden alle satt. Ans schlafen können wir eine ganze Zeit nicht denken. Zu heiss und viel zu laut. Drei Discos übertrumpfen sich gegenseitig und erst um drei ist der Spuck vorbei.

Wir bleiben noch einen Tag und wollen Neapel anschauen. Mit einem Taxi fahren wir der Küste entlang zur Altstadt. Auf dem dell’Ovo Kastell beginnen wir die Besichtigung der schönen Stadt.

Die Aussicht auf die Stadt ist gewaltig und macht lust auf mehr. Leider ist es doch etwas zu heiss und Gaby mag nicht mehr weiter. Ein Café-Besuch hilft allen für eine Erfrischung. Auch im Supermarkt müssen wir noch vieles Einkaufen. Vollbepackt steigen wir in ein Taxi und fahren zur Ulalena zurück. Eine kühle Dusche auf dem Steg macht das Ganze etwas erträglicher.

duschen auf dem steg

Am Abend ist das Lazzaretto wieder Gastgeber und bringt uns wieder feines Essen auf den Tisch.
Morgen segeln wir endlich los. Eine kleine Inseln haben wir uns ausgesucht und im Süden von Procida gibt es eine schöne Bucht die Cala di Corricella heisst. Sämi und ich schlagen die Segeln an und Silvan steuert uns um die Bojen. Bald können wir den Anker schmeissen und das erste wohlverdiente Bad geniessen.

corricella

Sämi kriegt eine kurze Tauchausbildung und wird dann an den Free-Diver angeschnallt. Dazu einen Kettenhandschuh und ab in die Tiefe. Der Propeller hat es wirklich nötig.

sämi am putzen

Danke Sämi. Dabei müssen wir immer wieder zum Vesuv schauen. Der ist zwar weit weg, aber ist das ein Ausbruch von dem wir nichts wissen?

ausbruch?

Im Nachhinein finden lesen wir, dass es “nur” Feuer sind die lichterloh brennen. Denn auch ich der Nacht sehen wir die gelb, roten Feuerzungen am Berg. Mit einem feinen Nachtessen schliessen wir den schönen Tag ab. Dazu zaubert uns Sämi noch einen feinen Yogurt-Honig-Dessert auf den Tisch. Morgen wollen wir dann nach Ischia hinüber. Ein “Morgebädu” liegt aber sicher noch drin. Motor an und Anker hoch. Aber halt. Alarm! Der Motor ist überhitzt. Abstellen und Segel raus. Der Wasserpumpen-Riemen hat sich mal wieder gelöst und muss kurz gespannt werden. Der Motor springt an und das Kühlwasser sprudelt wieder. Somit motoren wir um die Insel Procida und segeln nach Ischia Stadt hinüber. Nur kurz, denn der Wind lässt nach und die schmale Einfahrt ist bald in Sicht.

anfahrt nach ischia

Viel los in diesem kleinen, runden Hafen. Fähren, Taxi und Ausflugsboote flitzen andauern rein uns raus. Kurz aus dem Weg für eine grossen Fähre, einen Anruf an die Marina und schon können wir festmachen zu einem stolzen Preis von € 140.- pro Nacht. Wow! Alles fest und schon machen wir uns auf den Weg, den “teuren” Ort zu besichtigen. Die Stadt ist schön gediegen und hat ein paar gute Läden und Beizen.

ischia

In einem lassen wir uns verwöhnen und decken uns mit Wurst und Käse ein. Trüffel-Käse, wer’s mag, ein Gedicht! Aber auch die Wurst ist phänomenal. Der Preis auch 😉 Am Abend wollen wir mal schön Ausgehen. Alle werfen sich in Schale und auch das passende Restaurant ist in unserem Hafen, keine 50 Meter von der Ulalena entfernt, gefunden. Im Ricci werden wir mit Muscheln, einer Dorade und zum Schluss einem überaus feinen Panacotta verwöhnt. Sooo fein! Daneben werden wir von einer genialen Live-Band, Gitarre, Schlagzeug und Bass, unterhalten. Mehr brauchen man (wir) nicht!

ricci

Ablegen! Eine Schnellfähre muss noch raus und dann haben wir genug Platz. Denkste! Gerade an der engsten Stelle, zwängt sich schon wieder ein Grosser an uns vorbei. Silvan übergibt mir kurz das Steuer. Sämi schaut sich das Ganze von Vorne an.

eng

Eigentlich wollen wir, laut Wetterbericht, segeln, aber der Wind zeigt sich nur von vorn. Wir umrunden die ganze Insel Ischia, aber der Wind scheint immer nur gegen uns zu sein. Beim Punta Imperatore hat er dann doch ein Einsehen und lässt uns doch noch etwas segeln.

punta imperatore

So sind wir schnell in unserer heutigen Bucht und können ein schönes Bad geniessen. Hier auf der Ostseite von St. Angelo ist es wirklich schön und auch ruhig, trotz des Westwindes. Silvan und Sämi stört das nicht, sie haben anderes vor. Springen!

springen

Nach dem Sonnenuntergang schwächt sich der Wind ab und wir können so das feine Reis alla Bami-Gorem geniessen.
Schon Freitag und so motoren wir um das schöne, grosse Schloss nach Procida Hafen.

schloss ischia

Die Marina entpuppt sich als absolut genial. Platz hat es scheinbar immer und auch der Weg in die überaus schöne Stadt ist sehr nah. Dazu findet man die Länden gleich neben der Marina.

läden von procida

Kurz etwas Essen nachkaufen und dann ab in die Stadt. Wir wollen die andere Seite, in der wir ja schon geankert hatten, besichtigen. Etwas suchen müssen wir schon durch die engen Gassen, dann können wir nur staunen. Schöööön!

sicht auf corricella

Eine Pizza muss es Heute sein. Im Georgio finden wir ein paar ausgewachsene dieser Spezies. Fein und urig.
Der Wind ist Heute ja der Hit! Zuerst etwas SW, dann auf W drehend. Cool. So können wir bis vor die Haustür segeln. Praktisch von Tür zu Tür. Den Motor brauchen wir kaum. So muss es sein. In der grossen Marina von Stabia finden wir genügend Platz und an den Fingerstegen ist es ganz bequem.

stabia

Etwas ab vom Schuss, also eine Beiz hat es nicht gerade um die Ecke, wird auf der Ulalena gekocht. Echte (fast) Schweizer Älper-Maccaronen kommen von Sämi auf den Tisch. Super fein, dazu vertilgen wir einen ganzen Tetrapack-Wein. Mann, ist der süffig!

älpler-maccaronen

Mit dem Taxi fahren wir am nächsten Tag direkt vor den Eingang von Pompeij. Eine Warteschlange müssen wir nicht fürchten und fünf Minuten später haben wir unsere Tickets. Also eigentlich brauchen wir nur für Doris eines zu kaufen. Die restlichen sind Gratis. Plan studieren und ab gehts der Porta Marina entgegen. Schon etwas steil und das soll stuhlgerecht sein? Es hat einen Lift, sagt uns dann ein weiterer Rolifahrer, als wir schon oben sind. Super Danke. So laufen wir durch die vielen Ruinen und können eigentlich nur staunen. Die Geschichte ist gewaltig und in unserem Führer steht nur das Wichtigste.

pompeij besuch

Zum Glück hat es etwas Wind und macht es viel erträglicher. Trotzdem haben wir endlosen Durst. Auch die vielen “Busse” die uns immer wieder entgegenlaufen macht es nicht einfacher.

busse

Wir sind überwältig von so viel Geschichte und immer wieder lesen wir im Führer über jenes Haus, jenes Bad oder jenen Ort. Vieles ist erstaunlich gut erhalten und zeigt ein genaues Bild, was sich vor fast 2000 Jahren zugetragen hat und vor allem, wie die Römer damals gelebt haben. Pause. Noch das Amphitheater anschauen und dann müssen wir was Essen und vor allem Trinken. Am Nordausgang finden wir eine gute Beiz und lassen uns verwöhnen. Am Abend wollen alle nochmals etwas zu Fuss gehen. So spazieren wir in die Stadt und suchen nach einer Beiz. Mamamia tönt gut und ist auch gut. Der Kellner ist auf unserer Seite und meint es sehr gut mit uns. Feine Muscheln-Spagetti und ein schönes Stück Fleisch bringt er uns auf den Tisch. Der Rückweg ist nicht mehr so lang und alle sind mega müde vom langen Tag.

stabia

Tja, leider müssen wir noch einen Tag bleiben. Das Wetter ist zwar nicht so leid, aber Gaby und ich müssen kurz in den Spital eine Wunde zeigen. Kurz mit dem Taxi hin und schon bald stehen wir mit Entwarnung auf der Strasse. Wir laufen nach Hause. Bei einer Apotheke decken wir uns noch mit dem nötigen Material ein und neben an hat es auch gleich noch einen Gemüser. Feine Sachen bietet er an. Nur den schon übervollen Rucksack und Taschen lassen uns vom weitern Früchtekauf abhalten. So kurven wir zur den andern zurück und machen erst mal Pause. Einen weitern Laden müssen wir trotzdem noch suchen, die Kids haben leider die Siesta getroffen und so finden wir einen Tante-Emma-Laden fast neben der Marina. Die Grandma ist der Hit. Alles, fast alles hat sie vorrätig und macht voll mit, damit wir die Liste abarbeiten können. Nur Nutella ist leider alle. Das braucht sie selber 😉 Zum Znacht zaubert Sämi Omeletten. Die Füllungen sind frei wählbar und das Rezept spendiert die liebe Betty Bossi.

omlette

Nur sieben Meilen sind auf dem Programm Heute. Der Küste entlang nach Sorrento. Dort haben sie mal wieder eine Stadt auf die Felsen gebaut und die wollen wir uns ansehen. Wir werden im grossen Hafen Super nett begrüsst und es hat tatsächlich noch einen kleinen Platz für uns. Ganz innen an der Mole legen wir an. Der anfängliche Preis wird schon wieder gesenkt, als er uns so “würgen” sieht. Danke! Ab in die Stadt. Der schmalen, steilen Strasse entlang geht’s nach oben. Der Ausblick übertrifft alles!

sorrento von oben

Wir spazieren durch die engen Gassen, besuchen den Dom und setzen uns in ein feines Café, bei dem Gaby den besten Ice-Café ever erhält. Dort will ich unbedingt nochmals hin, sagt sie. Die Fähren kommen und gehen fast im Minutentakt. Gegen Abend lässt aber auch das nach und wir suchen nach einer Beiz. Praktisch hinten am Hafen finden wir im Bianco unseren Tisch. Gnoggi, Tunfisch, Melonen und Schinken. Goldig, einfach goldig.
So, jetzt ist es Zeit, uns die Amalfiküste anzuschauen. Wir runden das Kap Campanella und setzen die Segel nach Amalfi. In diesen Hafen müssen wir einfach. Ob es Platz hat? Tatsächlich. Zuhinterst finden wir noch einen letzten Platz. Silvan schläft, ein Marinerio kommt ans Steuer und bugsiert unsere Gais den schmalen Weg nach hinten. Kommen wir da überhaupt durch? Motor wird kurz hochgedreht und Silvan erschrickt. Falsches Boot, denk er?

enges amalfi

Wie im Schlaf findet unser neuer Steuermann einen Platz für uns. Grosse Klasse. Happy, wir sind wirklich happy. An der grossen Mole hätte es zwar auch Platz, aber die ist hoch und mit dem Stuhl währe es sehr mühsam geworden. So haben wir einen genialen Platz und können auch gleich los in die wunderschöne, aber leider touristische Stadt. Die Kirche ist eine MUSS, sieht aber wirklich schön aus.

kirche von amalfi

Auch die Gassen sind genial und so erkunden wir sie bis ans Ende. Noch kurz einen Platz im Il Tari reservieren und schon sind wir wieder auf dem Boot. Aussicht und Stimmung geniessen.

aussicht + stimmung

Pünktlich sind wir wieder für’s Znacht unterwegs. Unser Tisch geht nach einer viertel Stunde weg, spazieren wir wieder zur Altstadt hinüber. Schön, einfach schön.

spazieren zur altstadt

Gute Wahl haben wir getroffen. Nett und gutes Essen. Der Seabass ist ganz, ganz köstlich. Leider müssen wir am nächsten Tag schon wieder los. Kurz bezahlen, auch hier erhalten wir Ermässigung. Es wird schon fast peinlich, aber Danke! Er fährt uns raus. Platz haben wir noch weniger. Aber mit einer Ruhe steuert er uns durch und hat ein Auge für alles. Dazu erzählt er von seiner Arbeit, also eigentlich seine Berufung. Staunen, wir können nur staunen wie er das macht und auch schon bei unseren Vorgängern. So verlassen wir den lässigen Ort und motoren zur letzen Bucht der Sorrento-Halbinsel. Vor Nerano hat es ein paar Bojen und zum letzen Mal wollen wir schwimmen und eine schöne Bucht geniessen. Der Chef hilft uns beim festmachen und kassiert gleich ein. Das Schnorcheln wir ein Erlebnis. Ein paar Fische, Seesterne und leider auch eine Qualle. Doris erwischt sie leider gerade beim Foto machen. Blöd.

narano bucht

Sämi kocht nochmals für uns. Ein feines Polenta mit Tonbrötli von Silvan und Caramel-Apfel. Genial! Megafein.
Etwas Wind hat es Heute auch noch und so lassen wir die Genua noch etwas raus. Kurz nach zwei sind wir wieder zurück in Neapel. Die Marina in Nisida ist nicht perfekt, aber Super gelegen und recht günstig. Ganz liebe und extrem hilfsbereite Leute. Anlegen and alles verpacken. Bereit für den Flieger. Etwas kleines Essen müsste aber schon noch sein. Lecker!

lecker

Das obligate Foto auf dem Steg.

crew schneider

Ein Glace geht noch und auch das Taxi ist bald da. Kaum zu glauben wie die Zeit vergeht! Hat aber genial Spass gemacht und ist alles aufgegangen. Wetter, Wellen, Häfen und vor allem das Essen. Kommt gut nach Hause, ihr drei!

tschau

10’000 Dingis

Vielleicht eine wunderschöne Stadt, aber es ist uns definitiv zu anstrengend vor Anker vor Positano.

schöne stadt

Die ersten Touris mit ihren Booten sind schon kurz vor acht an uns vorbei, als wir den Anker aufholen. An der Amalfi-Küste hangeln wir uns nach Westen und haben bald Kap Campanella vor uns.

kap campanella

Dabei kocht das Wasser. Ein Boot nach dem andern umschiesst diesen Ort. Im Hintergrund Capri.

capri

Ob wir da mal hinkommen? Der Wind steht gut und so können wir auf unser Tagesziel hinsegeln. Die Insel Nisida ist bald da.

nisida

Ums Eck und dann sehen wir fast nur Dingis. Unser Steg, grün müsste das sein. Bei Sena haben wir ja reserviert.

sena

Wir fragen am Steg nach und werden zu einem Platz zugewiesen. Weit draussen. Weiter innen hat es leider keinen Platz. Was, ist doch alles leer? Sie wollen schauen was zu machen ist. Okay. Wir legen an und schon springt ein Marinerio aufs Boot und macht die Mooringleine fest. Das ist Service! Auch die Heckleinen werden professionell fixiert. Der wackelige Steg springt fast von den hohen Wellen. Wie kommen wir da nur runter? Zuerst sind wir aber mega froh, das wir endlich in Neapel gelandet sind. Kurz etwas Essen und dann an die Arbeit. Umbauen für fünf statt uns zwei. Die Bugkoje wird ganz geleert und der Salon aufgetürmt. Staubsaugen, Badezimmer und Küche putzen. Fertig. Ein Bier habe ich jetzt verdient. Wir wollen an Land. Die Marinerios bringen eine zweite Gangway und helfen uns auf den Steg. Gaby sicher im Stuhl, holpern wir dem Office entgegen. Der Chef war ja schon mal bei uns. Wir klären den Preis. Statt € 80.- bezahlen wir nur deren € 50.- pro Nacht. Danke vielmal! Gaby schmunzelt nur, als wir im klimatisierten Büro sitzen. Kurz noch das Abendessen klären, wir reservieren im Lazzaretto und dann sehen wir erst die ganze Menge Dingis. Endlos!

endlos dingis

Und das sind erst die am Steg. An den Bojen hat es noch mehr.

bojen

Die sind alle reingekommen, als wir am putzen waren. Der Service ist einfach gigantisch. Auf jedem Steg hat es zwei, drei Marinerios die alles machen. Sogar selber parkieren, Leute vor Bord begleiten, Dingis festmachen und Gepäck an Land bringen. Wenn alle gegangen sind. Boot abspritzen und richtig festmachen. Wir staunen nur! Kurze Pause und dann sind wir bereit für die Gäste. Sie sind schon gelandet und so machen wir uns mit Marinerios-Hilfe zum Eingang auf.

insel nisida

Da beginnt aber gleich die grosse Openair-Disco ihre Tore zu öffnen. Ein Chaos. Ob der Taxi uns so überhaupt findet?

Holperig!

Agropoli war wirklich eine Reise Wert! Es ist schon Samstag der 8. August und in einem Tag erwarten wir Doris mit ihren Söhnen. Heute wollen wir die Amalfi-Küste etwas inspizieren und allenfalls einen Bojenplatz, Ankerplatz auskundschaften. Vor dem Ort Positano, der scheinbar kein Hafen hat, gibt es Bojen und dazu ein Taxi um in die Stadt zu gelangen. Mal sehen was dahinter steckt. Jetzt haben wir aber erst mal etwas mehr als 25 Meilen zu motoren, denn der Wind ist gänzlich eingeschlafen. Beim Ablegen sind es grade mal 2.1 Knoten.

Eigentlich kann man die Ort an dieser Küste gar nicht verfehlen. Die Häuser stehen nicht hintereinander, nein, sie stehen fast aufeinander. Dazu sind jede Menge grosse Pötte vor Anker. Gewaltige Dinger.

blick auf positano

Wir schleichen uns an und werden immer wieder heftig durchgeschüttelt. Nicht von den Wellen des Windes, die hunderten von Booten machen die Bucht wie in einem Hexenkessel. Es brodelt fast. Vor dem Ort hat es tatsächlich viele, viele freie Bojen und dass an einem Samstag.

bojenfeld

Da muss was faul sein, reserviert oder gesalzene Preise. So umkreisen wir dann eine Boje und schon surrt ein Dingi heran. Ob wir eine Boje möchten, fragen die netten Herren. Warum nicht. Für wie lange den? Eine Nacht. Euer Boot ist wie lang? Zehn Meter. Das macht genau € 100.-. Was und dabei ist das Nachtessen schon inbegriffen? Nein, nur Boje und Taxi. Okay. Wir beraten uns kurz und lehnen ab. Und übrigens da hinten könnt ihr frei Ankern. Danke für den Tipp. Teuer aber fair, denken wir und suchen uns einen Platz zum ankern. Bei 14 Meter lassen wir den Bickel runter und fräsen ihn ein. Ruhe, Ruhe kehrt überhaupt nicht ein. Alle paar Minuten rauscht ein Taxi, Ausflugsboot oder sonstiges Ding an uns mit Vollgas vorbei. Unschön. Aber wir bleiben, denn an den Bojen, etwa 50 Meter entfernt ist es genau gleich. Ich tauche wieder einmal unter die Ulalena. Ist alles in Ordnung? Hat es schon Muscheln? Au ja. Die müssen wir putzen, aber nicht Heute und dann mit dem Free-Diver. Etwas weniger anstrengend. So geniessen wir die geniale Aussicht auf die schöne Stadt und sind uns sicher, eine Boje ist es nicht wert. Dazu viel zu holperig. Sogar in der Nacht hört das Ganz nicht auf. Es wird einfach nicht ruhiger. Dafür kommt kurz vor Sonnenuntergang heftige Fallböen auf uns zugerauscht. Sonne weg, Wind weg. Endlich etwas ruhiger.

positano by night

Wir machen uns etwas feines Znacht und geniessen dabei den Mond. Er ist gerade über den Horizont gekommen. Geniale Stimmung!

mond

Etwas lesen und bald sind wir unter der Decke. Gute Nacht.

Duschen will (muss) gelernt sein

Acciaroli war gar nicht so übel. Weiter gehts nach Norden. Etwa fünfzehn Meilen sind auf dem Plan und das Ziel ist Argopoli. Wollen wir da überhaupt hin? Mal schauen. Es ist auf jeden Fall eine gute Marina und die wollen wir uns anschauen. Ob wir die nächsten Wochen nochmals hinfahren hängt sicher vom Wetter und den anderen Orten ab.

acciaroli kirche

Wir lassen die Kirche von Acciaroli im Dorf und umrunden die schöne Insel mit dem Kap Licosa.

licosa

Da sehen wir schon die Stadt auf dem Berg. Wow, das wussten wir gar nicht. Sieht Super aus.

agropoli einfahrt

Auch die Dorfheilige beschützt die Segler und Schiffer schon vor dem Hafen.

dorfheilige

Am Yacht-Club Steg machen wir fest. Die Aussicht auf die Stadt ist gewaltig schön.

yacht club

Sogar einen eigenen Leuchtturm schwingen sie!

leuchtturm

Gut sind wir hierher gekommen. Die Stadt wird sicher interessant. Zuerst wollen wir aber Duschen. Hier soll es welche geben und ich mache mich auf dem Weg und bringe folgendes Bild zu Gaby:

duschen

Ganz einfach. Einen 50er mitnehmen und schon kann man duschen. Alles einpacken, den letzten 50er herausklauben und schon rollen wir zu “unseren” Duschen. 50er rein und? Es ist ein WC! Wir, ich bin einfach zu blöd. Lesen sollte man. Die Duschen sind auf der anderen Seite. Also ein zweiter 50er. Super. Gaby lasse ich stehen und gehe auf die Suche nach einem 50er. Die Strassenarbeiter die gerade Pause haben, spendieren mir den einzigen 50er denn sie haben. Danke, danke! Zurück bei Gaby und einwerfen. Aber oha, da beträgt der Einsatz ein Euro. Also zwei 50er. Entnervt gehe ich nochmals auf die Suche. Bei einem Kiosk bekomme ich schliesslich noch einen. Endlich duschen. Beide Münzen rein und die Türe geht auf. Sie haben genau zehn Minuten Zeit. Wunderbar! Und das zu zweit mit umziehen und Stuhl und kein Platz? Wir schaffen das. Und wahrlich. Als ich dann endlich unter dem Wasser stehe geht tatsächlich erst nach dem Haarewaschen das rote Licht an. Kein Wasser mehr, die zehn Minuten sind um.
Als wir wieder auf dem Boot sind kommt ein Mann auf uns zu und entschuldigt sich im Namen des Marinerios. Er habe uns zu unrecht die € 60.- abgenommen und wolle uns das Hafengeld wieder zurückgeben. Aus Menschlichkeit, wir hätten genügend zu tun mit dem Stuhl, müssen wir nichts bezahlen! Wir sind sprachlos und bedanken uns in aller Form. Wo gibt es denn sowas?
Ab geht’s zur Stadt. Es ist zwar noch etwas heiss, diesen Hügel lassen wir uns aber nicht entgehen.

stadt mit kirche

Rund um den Hafen und rauf die Stufen. Das haben wir schon hinter uns, als ein Mann uns zuruft. Es gibt eine schöne Strasse auf der anderen Seite! Danke!

steil

Eine schöne Kirche begrüsst uns, aber die Aussicht auf die Stadt ist der Hammer.

hammer aussicht

Schöne Altstadt, aber es verirren sich nur Touris hier hoch. Keine lässige Beiz oder Laden. Zuoberst eine schöne Burg.

burg

Die Gassen sind aber einfach gewaltig. Leider nicht für Stühle gemacht. So umkurven wir die Stadt und finden den leichten Abstieg auf der anderen Seite.

abstieg

Viel einfacher. Doch der Aufstieg war trotzdem schön. Diesen Weg hätten wir vermutlich nie gefunden. Wieder unten in der Stadt, öffnet sich ein gewaltiger Platz. Voll von Beizen und Leuten. Es brodelt richtig. Wir setzen uns eine eine Beiz und genehmigen uns ein feines, wohlverdientes Bier mit einem Ice-Tee. Dazu Snacks in Hülle und Fülle. Brauchen wir noch Znacht? Nicht mehr viel. Wir geniessen diese Stimmen voll und ganz. Schade, schade dass wir morgen schon weiter müssen. Wir kommen fast nicht mehr los, es ist schon fast dunkel als wir uns aufmachen, eine Beiz zu suchen. Bruscetteria! Was ist das? Arme Leute essen sagt uns der Wirt. Probieren wir. Am steilen Hang, die Tische und Bänke sind grade aber die Beine nicht, lassen wir uns in dieses Geheimnis einführen. Mega fein. Ein Stück Brot und nicht nur Tomaten und Basilikum oben drauf. Es gibt einfach alles. Am Schluss sogar noch ein süsses, Haselnüsse und Honig. Einfach fein und der Preis ist wirklich für arme Leute. Den Weg zurück zur Ulalena ist fast wie ein Schauspiel. Diese Beleuchtung ist einfach fantastisch!

beleuchtung

Schön dass wir hier waren und schade dass wir wieder weiter müssen. Aber nichts weiter als die Amalfi-Küste wartet auf uns. Wir sind ja gespannt.